Formel 1

Christian Horner kann nun in die Formule 1 zurückkehren

Christian Horner kann nun in die Formule 1 zurückkehren
Christian Horner during the team principals press conference ahead of the Formula 1 British Grand Prix at Silverstone Circuit in Northampton, Great Britain on July 5, 2024. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)

Ab sofort könnte kein Geringerer als Christian Horner sein Comeback in der Formel 1 geben.

Christian Horner darf wieder in der Formel 1 tätig werden. Der ehemalige Teamchef von Red Bull Racing hat seine verpflichtende Phase des Gardening Leave hinter sich gebracht und ist technisch gesehen frei, bei einem anderen Rennstall anzuheuern.

Laut The Sunday Times gilt diese Freiheit bereits seit dem Grand Prix von Kanada im Mai. Dennoch gibt es noch keine konkreten Pläne für eine sofortige Rückkehr in das Paddock.

Horner wurde im Juli vergangenen Jahres nach zwanzig Dienstjahren als Teamchef und CEO von Red Bull Racing entlassen. Sein Vertrag bei dem österreichischen Rennstall lief noch bis Ende 2030, wodurch Red Bull ihm mehr als einhundert Millionen Euro an zukünftigem Einkommen schuldete.

Nach monatelangen Verhandlungen wurde eine Abfindungsregelung vereinbart, bei der Horner sich mit einer geringeren Summe begnügte, um schneller in den Sport zurückkehren zu können.

Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht

Horner führte Red Bull 2023 zu 21 Siegen in 22 Rennen

Verschiedene Quellen schätzen die Höhe dieser Abfindung unterschiedlich ein. Sky Sports geht von umgerechnet etwa 95 Millionen Euro aus, während andere Medien Beträge von bis zu 130 Millionen Euro nennen.

Die zwanzig Jahre, die Horner bei Red Bull verbrachte, waren historisch erfolgreich. Unter seiner Leitung gewann das Team 124 Grands Prix und erzielte 287 Podestplätze, was in sechs Konstrukteurstiteln und acht Fahrerweltmeisterschaften resultierte.

Im Jahr 2023 führte er Red Bull zu einer der dominantesten Saisons in der Geschichte des Sports, indem das Team 21 von 22 Rennen gewann – eine Quote, die zuletzt McLaren im Jahr 1988 erreicht hatte.

Die letzten anderthalb Jahre bei Red Bull verliefen jedoch turbulent. Horner wurde im Februar 2024 mit Vorwürfen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Mitarbeiterin konfrontiert. Er bestritt die Anschuldigungen und wurde später freigesprochen.

Artikel geht weiter unter dem Bild.

Dennoch verschärften sich die politischen Spannungen innerhalb des Teams weiter, woraufhin die Geschäftsführung von Red Bull im Juli 2025 beschloss, ihn zu entlassen. Laurent Mekies folgte ihm als Teamchef nach und versucht nun, die Mannschaft nach einer Reihe prominenter Abgänge in den vorangegangenen Saisons neu aufzubauen.

Seitdem hatte Horner Kontakt zu mehreren Teams, doch eine konkrete Rolle ließ auf sich warten. Sein Name wurde mit Alpine und Cadillac in Verbindung gebracht, doch letzteres Team wies die Spekulationen entschieden zurück.

Auch Gespräche mit Aston Martin verliefen im Sande, nachdem Adrian Newey die Funktion des Teamchefs übernahm.

Die ernsthafteste Kandidatur scheint die bei Alpine zu sein. Horner führt ein Konsortium von Investoren an, das dem Vernehmen nach mehr als 750 Millionen Euro aufgebracht hat, um eine Minderheitsbeteiligung am Team zu erwerben.

Dabei geht es um den 24-Prozent-Anteil, der sich derzeit im Besitz von Otro Capital befindet – einem Investmentkonsortium mit Namen wie den Schauspielern Ryan Reynolds und Michael B. Jordan sowie US-Spitzensportlern wie Patrick Mahomes und Travis Kelce.

Berichten zufolge hat Horner bereits durchblicken lassen, dass er nicht einfach nur als Teamchef zurückkehren möchte, sondern eine Position als Anteilseigner anstrebt, selbst wenn es sich nur um eine Minderheitsbeteiligung handelt.

Alpine-Berater Flavio Briatore distanzierte sich von den Verhandlungen mit dem Hinweis, dass Horner mit Otro Capital verhandle und nicht mit Alpine selbst, woraufhin Renault als Mehrheitseigner einem eventuellen neuen Gesellschafter noch zustimmen müsste.

Ob der Deal tatsächlich zustande kommt, ist bislang unklar. Horner hat noch keine offizielle Erklärung zu seinen Plänen abgegeben und beabsichtigt laut The Sunday Times vorerst nicht, ins Paddock zurückzukehren.

Aber das Konstrukt, das er bei Alpine anstrebt – nämlich Anteilseigner und operativ Beteiligter zugleich zu sein – scheint der Weg zu sein, der am besten zu ihm passt nach seiner Erfahrung bei Red Bull, wo er jahrelang sowohl Teamchef als auch Anteilseigner war.

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen