Formel 1

Christian Horner ist zurück im Formel-1-Fahrerlager

Christian Horner ist zurück im Formel-1-Fahrerlager

Christian Horner feiert Formule 1-Comeback an jenem Ort, an dem vor einem Jahr alles endete

Christian Horner kehrt an diesem Wochenende möglicherweise zum ersten Mal seit seiner Entlassung bei Red Bull im vergangenen Jahr in das Formel-1- Fahrerlager zurück. Der 52-jährige ehemalige Teamchef soll zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone eingeladen worden sein, wobei es sich dem Vernehmen nach nicht um eine Einladung von Red Bull selbst, sondern von anderen Parteien handelt.

Das berichtet Journalist Erik van Haren im Formel-1-Podcast von De Telegraaf, in dem er zusammen mit dem ehemaligen Piloten Christijan Albers die Veränderungen bei Red Bull unter dem neuen Teamchef Laurent Mekies besprach.

„Ich habe gehört, dass er am kommenden Wochenende tatsächlich dabei sein könnte. Er ist eingeladen.“

„Nicht von Red Bull, denke ich, aber von vielen anderen Seiten. Ich weiß nicht von wem, aber es würde mich nicht wundern, wenn er kurz vorbeischaut.“

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Horner zählt weiterhin zu den erfolgreichsten Persönlichkeiten

„Das wäre das erste Mal, dass er zurück im Formel-1-Paddock ist“, so Van Haren.

Horner wurde im vergangenen Jahr Mitte der Saison von Red Bull entlassen, nachdem es anhaltende Probleme mit der Performance des Teams gegeben hatte. Der Zeitpunkt war besonders schmerzhaft.

Dem Briten wurde nur wenige Tage nach dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone die Tür gewiesen ausgerechnet auf einer Strecke in unmittelbarer Nähe seines Wohnorts an der Grenze zu Oxfordshire. Er lebt dort mit seiner Frau Geri Halliwell, die er 2015 heiratete.

Als Teamchef von Red Bull war Horner eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten der modernen Formel-1-Geschichte. Unter seiner Leitung von 2005 bis zu seinem Aus gewann das Team acht Fahrertitel und sechs Konstrukteursmeisterschaften.

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Sebastian Vettel und Max Verstappen holten ihre Titel in Autos, die unter Horners Führung als Team Principal entstanden. In seiner Podcast-Analyse verglich Van Haren das heutige Red Bull-Team mit der Ära unter Horner.

„Das Team ist auch deutlich weniger britisch orientiert. Es tauchen jetzt viel weniger britische Journalisten auf.“

Er fügte hinzu, dass sich die Atmosphäre innerhalb des Teams erheblich verändert habe.

„Ich denke auch, dass das Team offener geworden ist. Man fühlt sich willkommener. Diese paranoide Stimmung, die früher herrschte, ist nun verschwunden.“

Für Horner hätte eine Rückkehr in das Fahrerlager von Silverstone symbolischen Wert. Es ist die Strecke, die vor einem Jahr Schauplatz seines letzten Rennens als Teamchef war und die ihm aufgrund seines Wohnwohnsitzes in der Region auch persönlich sehr nahe steht.

Ob er tatsächlich im Paddock erscheint und in welcher Funktion er dies tun würde, falls es dazu kommt, ist bisher nicht bestätigt.

BYD wollte Horner offenbar verpflichten

Seit Horner vor einem Jahr seinen Abschied nehmen musste, gab es mehrere Gerüchte über seine Zukunft. Sein Name wurde sogar mit Plänen der chinesischen Automarke BYD in Verbindung gebracht, ein zwölftes Formel-1-Team aufzubauen, doch dieses Projekt ist noch weit von einer konkreten Umsetzung entfernt.

Zuvor gab es auch Berichte, wonach Aston Martin Interesse an Horner als neuem Teamchef gezeigt habe, doch diese Gespräche scheiterten dem Vernehmen nach im letzten Moment.

Ob Horner dieses Wochenende in Silverstone auftaucht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Sollte er vor Ort sein, wäre es sein erster öffentlicher Auftritt im Formel-1-Zirkus nach einem langen Jahr der Abwesenheit.

Für Red Bull, das an diesem Wochenende mit Max Verstappen und Isack Hadjar an den Start geht, ist es in jedem Fall ein Wochenende voller Nostalgie auf der Strecke, an der Horners Ära vor genau einem Jahr abrupt endete.

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