Formel 1

„Christian Horner arbeitet an sensationellem Comeback in der Formel 1“

„Christian Horner arbeitet an sensationellem Comeback in der Formel 1“
NORTHAMPTONSHIRE, ENG - JULY 06: Red Bull Racing Team Principal Christian Horner on the grid before the F1 Grand Prix of Great Britain on July 06, 2025 at Silverstone Circuit in Northampton, England. (Photo by Bob Kupbens/Icon Sportswire)

Christian Horner plant den Beben-Deal: Red-Bull-Teamchef setzt für die Zukunft der Formel 1 auf Kooperation mit chinesischem Elektro-Giganten

Der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD scheint ernsthafte Schritte in Richtung eines Platzes im Formel-1-Grid zu unternehmen.

Nicht als Investor bei einem bestehenden Team, sondern als komplett neuer Teilnehmer in der Königsklasse des Automobilsports.

Das Unternehmen verfügt über einen Marktwert von rund 125 Milliarden Euro und will diese Schlagkraft nutzen, um das zwölfte Team in der Startaufstellung zu werden.

Auffallend ist, dass dabei ein bekannter Name aus der Formel-1-Welt auftaucht. Christian Horner, der im vergangenen Sommer abrupt das Feld bei Red Bull Racing räumen musste, soll bereits mehrfach mit BYD-Vizepräsidentin Stella Li gesprochen haben und war Berichten zufolge als Gast des Unternehmens bei einem Event in Cannes anwesend.

Horner wurde zuvor mit dem Versuch in Verbindung gebracht, einen Anteil von 24 Prozent an Alpine zu erwerben, ein Paket, das sich im Besitz von Otro Capital befindet.

Diese Pläne scheinen nun in den Hintergrund gerückt zu sein, da seine Aufmerksamkeit derzeit größeren Ambitionen gilt. Eine offizielle Bestätigung für eine Zusammenarbeit zwischen Horner und BYD gibt es bislang nicht.

Das Interesse von BYD an dem Sport wurde unterdessen von mehreren Seiten bestätigt. Während des Großen Preis von China in Shanghai sprach Li offen über ihre Begeisterung für die Formel 1. „Wir stehen in engem Kontakt“, sagte sie. „Ich mag die Formel 1, weil es um Leidenschaft und Kultur geht, und die Menschen davon träumen, in der Formel 1 zu fahren“, so Li.

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Gemischte Reaktionen aus der Formel-1-Spitze

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem reagierte positiv auf eine mögliche Kandidatur von BYD. „Wenn ein chinesisches Angebot kommt – und ich spreche jetzt in ihrem Namen zu Ihnen – dann werden sie dem zustimmen, denn es geht darum, die Kontinuität des Unternehmens zu gewährleisten“, so Ben Sulayem. Damit scheint er anzudeuten, dass sowohl die FIA als auch die Formel 1 prinzipiell offen für einen zwölften Teilnehmer sind.

Formel-1-CEO Stefano Domenicali schlug vorsichtigere Töne an. Seiner Meinung nach gibt es schlichtweg kaum noch Platz für ein zusätzliches Team, sowohl logistisch als auch organisatorisch.

„Wir werden nur ein Angebot von großer Bedeutung in Betracht ziehen, da ich denke, dass wir bereits einen Punkt erreicht haben, an dem kein Platz mehr ist; logistisch gesehen sind wir am Limit“, so der Italiener. Seine Zurückhaltung deutet darauf hin, dass ein Einstieg von BYD kein Selbstläufer ist.

Das aktuelle Concorde-Agreement erlaubt formal ein zwölftes Team in der Startaufstellung, wodurch ein Gebot von BYD auf dem Papier machbar ist. Der Sport befindet sich in einer kommerziell attraktiven Phase mit dem neuen technischen Reglement für 2026, durch das Hersteller wie Audi und Ford ihren Einstieg gefunden haben und Cadillac als neues Team beigetreten ist.

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Langer Weg bis zum endgültigen Einstieg

Dennoch zeigt die jüngste Geschichte von Andretti und Cadillac, wie mühsam der Prozess sein kann, als Newcomer Zugang zur Formel 1 zu erhalten.

Es dauerte Jahre, bis dieses Team definitiv grünes Licht erhielt, trotz breiter Unterstützung aus der Motorsportwelt. BYD steht also vor einem vergleichbaren Weg, wenn das Unternehmen seine Ambitionen wirklich verwirklichen will.

Gleichzeitig macht das wachsende kommerzielle Interesse chinesischer Unternehmen an westlichen Sportarten die Situation für BYD günstiger als für frühere Bewerber.

Die Marke ist weltweit stark gewachsen und hat kürzlich die Position des weltweit größten Herstellers von Elektrofahrzeugen übernommen. Ob diese Reputation und die finanzielle Schlagkraft ausreichen, um die Türen der Formel 1 zu öffnen, muss sich in den kommenden Monaten zeigen.

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