Formel 1

Charles Leclerc erklärt: Warum Ferrari in Österreich plötzlich der Speed fehlte

Charles Leclerc erklärt: Warum Ferrari in Österreich plötzlich der Speed fehlte
Formula 1 drivers Lando Norris and Oscar Piastri of the McLaren Mastercard Formula 1 Team, George Russell and Kimi Antonelli of the Mercedes AMG-Petronas Formula One Team, Max Verstappen and Isack Hadjar of Oracle Red Bull Racing, Charles Leclerc and Lewis Hamilton of Scuderia Ferrari HP, Alexander Albon and Carlos Sainz of the Atlassian Williams F1 Team, Liam Lawson and Arvid Lindblad of Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team, Lance Stroll and Fernando Albon of the Aston Martin Aramco Formula 1 Team, Esteban Ocon and Oliver Bearman of the TGR Haas F1 Team, Nico Hulkenberg and Gabriel Bortoleto of the Audi Revolut F1 Team, Pierre Gasly and Franco Colapinto of the BWT Alpine F1 Team, and Valtteri Bottas and Sergio Perez of the Cadillac Formula 1 Team participate in the Formula 1 Melbourne race at Albert Park in Melbourne, Australia, on March 8, 2025. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images)

Ferrari-Sturzflug in Spielberg: Nach Barcelona-Hoch fahren die Roten dem Podium weit hinterher

Charles Leclerc gab nach einem enttäuschenden Grand Prix von Österreich zu, dass Ferrari noch viel über die optimale Nutzung seines überarbeiteten Formel 1-Autos lernen muss. Der Monegasse beendete das Rennen auf dem Red Bull Ring als Achter, nachdem hoher Reifenverschleiß und ein falsches Set-up die Fahrt komplett ruiniert hatten.

Ferrari war mit viel Selbstvertrauen nach Spielberg gereist, nachdem Lewis Hamilton zwei Wochen zuvor in Barcelona den ersten Sieg für die Scuderia eingefahren hatte und die neuesten Upgrades des Teams die Wettbewerbsfähigkeit grundlegend verbessert zu haben schienen.

Dieser Optimismus hielt auch im Qualifying in Österreich an, wo Leclercs Set-up-Wahl dem Team zu einer starken Startposition verhalf. Das Rennen am Sonntag zeigte jedoch ein völlig anderes Bild.

Reifenverschleiß in Kombination mit einer unpassenden Abstimmung sorgten dafür, dass Leclerc während der gesamten Distanz von 70 Runden zu kämpfen hatte. Nachdem er direkt am Start seinen Teamkollegen Hamilton ziehen lassen musste, begann er fast unmittelbar unter Reifenabbau zu leiden.

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Gezwungene Dreistoppstrategie zu langsam

Die Unfähigkeit von Ferrari, die Reifen in der glühenden Hitze auf der Strecke zu schonen, zwang beide Fahrer zu einer Dreistoppstrategie, die sich als langsamer herausstellte als die Zweistoppstrategie der Top-Teams.

Hamilton rettete sich noch auf den fünften Platz, indem er Isack Hadjar in der Schlussphase überholte, doch Leclerc erlebte einen noch schwierigeren Nachmittag. Sein zweiter Satz der harten Reifenmischung bot kaum Grip, wodurch er im Feld zurückfiel und letztlich als enttäuschender Achter ins Ziel kam.

Rückblickend auf das Rennen enthüllte Leclerc, dass Ferrari bewusst eine Set-up-Konfiguration gewählt hatte, die vor zwölf Monaten auf dem Red Bull Ring gut funktioniert hatte.

„Wir haben uns für eine Abstimmungsrichtung entschieden, die der entsprach, die ich hier im letzten Jahr gefahren bin, und im Qualifying hat das gut funktioniert.“

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„Im Rennen war es weniger effektiv und ich hatte vor allem Probleme mit dem Heck, was dazu führte, dass ich ziemlich viel gerutscht bin.“

Leclerc glaubt nicht, dass dieses Ergebnis die Fortschritte schmälert, die Ferrari mit seinen Upgrades in Spanien gemacht hat, sondern vielmehr verdeutlicht, wie schmal das Arbeitsfenster der aktuellen Formel 1-Generation geworden ist.

„Wir hatten in Barcelona ein starkes Wochenende in Bezug auf den Speed, wir wissen also, dass unsere Upgrades funktionieren.“

„Diese neuen Autos sind sehr sensibel. Wenn man mit der Abstimmung nicht im richtigen Fenster ist, zahlt man den Preis dafür. Das ist etwas, das wir noch mehr lernen und für die Zukunft optimieren müssen.“

Der Kontrast zwischen Barcelona und Spielberg war auffällig. Nachdem man zwei Wochen zuvor noch den Eindruck erweckt hatte, an der Spitze mitmischen zu können, konnte Ferrari diesmal nicht mit Mercedes oder Red Bull mithalten, da übermäßiger Reifenverschleiß die Strategie diktierte und letztlich die Resultate beeinträchtigte.

Übermäßiger Reifenverschleiß prägte das Rennen

Trotz des enttäuschenden Ausgangs bleibt Leclerc darauf fokussiert, die Lehren daraus zu ziehen, bevor die Formel 1 am nächsten Wochenende nach Silverstone weiterzieht.

„Wir haben bis Silverstone viel Arbeit vor uns und ich hoffe, dass wir dort als Team stärker zurückkommen können.“

Für Ferrari ist die Botschaft klar. Das Team verfügt über ein Auto, das an einem guten Tag exzellente Leistungen erbringen kann, aber der Grat zwischen optimaler und mäßiger Performance ist bei der aktuellen Fahrzeuggeneration hauchdünn.

Eine Abstimmung zu finden, die sowohl den Speed im Qualifying als auch das Reifenmanagement über eine volle Renndistanz vereint, wird in den kommenden Rennen die zentrale Herausforderung für das italienische Team sein.

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