Formel 1

Aufsehenerregende Aussagen: George Russell äußert sich über Max Verstappen

Aufsehenerregende Aussagen: George Russell äußert sich über Max Verstappen

George Russell sieht Max Verstappen in dieser Saison vor einer neuen Herausforderung als in den Vorjahren.

George Russell glaubt, dass die neue Generation von Formel-1-Autos das Kräfteverhältnis zwischen Teamkollegen im Grid grundlegend verändert hat. Als deutlichstes Beispiel führt er dabei die stärker performenden Rivalen von Max Verstappen bei Red Bull an.

Russell belegt in der Fahrerwertung derzeit den zweiten Rang mit 81 Punkten Rückstand auf seinen Mercedes-Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli. Der Brite ist der Meinung, dass diese Saison ungewöhnliche Muster aufweist, wenn man die teaminternen Duelle mit den Vorjahren vergleicht.

„Es war eine merkwürdige Saison, wenn man sich ansieht, wie konkurrenzfähig Oscar Piastri im vergangenen Jahr gegenüber Lando Norris war.“

„Wie sich Charles Leclerc im Verhältnis zu Lewis Hamilton schlägt und sogar mit Blick auf die Dominanz von Max gegenüber all seinen Teamkollegen in der vorherigen Ära“, sagte Russell.

Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Teamkollegen näher dran als je zuvor

Russell verwies auf seine eigenen Schwierigkeiten gegen Antonelli als Teil eines breiteren Trends unter den Fahrern, die normalerweise als Maßstab gelten.

„In diesem Jahr haben ich selbst, Charles und Oscar es deutlich schwerer gegen unsere Teamkollegen“, so Russell.

„Und bei Max sind seine Teamkollegen signifikant näher an ihm dran als irgendjemand sonst in den letzten sechs Jahren.“

Verstappen hatte in dieser Saison erneut zwei Teamkollegen, namentlich Isack Hadjar während der ersten elf Grands Prix und Liam Lawson während der letzten drei, nachdem sich der französische Pilot in der Sommerpause beim Boxtraining eine Handgelenksverletzung zugezogen hatte.

Der niederländische Rennfahrer belegt momentan den sechsten Platz im Klassement mit 145 Punkten, während Hadjar mit 71 Punkten Siebter ist und Lawson mit 59 Punkten den neunten Rang einnimmt.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Dieser Abstand ist deutlich geringer als der Vorsprung, den der viermalige Champion in den vergangenen Saisons üblicherweise auf seine Teamkollegen hatte. Russell glaubt, dass diese Verschiebung aus ähnlichen Fahrstilen innerhalb der aktuellen Spitzengruppe resultiert.

„Wir haben alle recht vergleichbare Fahrstile, und die Fahrer performen in diesem Jahr sehr gut“, stellte er fest.

„Kimi, Lewis und Lando haben ebenfalls ziemlich ähnliche Fahrstile.“

„Für mich ist es mit diesem Auto und diesen Reifen also ziemlich klar, was ich erreichen muss.“

„Die Trends sind da, bei den Fahrern, die ich gerade genannt habe.“

Russells Beobachtung deckt sich mit einer Diskussion, die in dieser Saison bereits breiter geführt wird. Verstappen selbst argumentierte zuvor, dass die neuen Autos weniger sensibel auf den Input des Fahrers reagieren, wodurch der Unterschied zwischen den Allerschnellsten und dem Rest abnehme.

Dieser Argumentation zufolge liegt die Ursache vor allem im Energiemanagement, das einen großen Teil der Runde bestimmt und bei dem der Fahrer an vorgegebenen Punkten lupfen muss, anstatt nach Instinkt zu fahren.

Energiemanagement als größter Übeltäter

Damit verschwindet ein Teil der Bereiche, in denen sich ein Ausnahmetalent traditionell abheben konnte. Russell nähert sich dem Thema jedoch aus einem anderen Blickwinkel an, indem er auf die Fahrstile verweist.

Wenn ein Auto und ein Reifensatz zufällig zum natürlichen Stil bestimmter Fahrer passen, können diese plötzlich näher an ihre Teamkollegen herankommen oder sie sogar schlagen, ohne dass eine fundamentale Änderung ihrer Qualitäten stattgefunden hat.

Dass er dabei offen einräumt, selbst gegen Antonelli zu kämpfen, ist bemerkenswert ehrlich. In einem Sport, in dem Fahrer selten zugeben, dass ein Teamkollege besser performt, ordnet er seinen eigenen Rückstand nüchtern in ein größeres Muster ein.

Für Verstappen bedeutet dies in jedem Fall eine ungewohnte Situation. Während er seine Teamkollegen jahrelang mit großem Vorsprung distanzierte, ist dieser Abstand in der laufenden Saison merklich geschrumpft, auch wenn er im Klassement weiterhin vorne bleibt.

„Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen