Formel 1

Audi legt Protest gegen F1-Ergebnis in Monza ein: Dieser Vorfall ist der Grund

Audi legt Protest gegen F1-Ergebnis in Monza ein: Dieser Vorfall ist der Grund

Nächster Rechtsstreit in der Formel 1: Audi geht nach Monza-Urteil gegen Yuki Tsunoda in Berufung

Die Formel 1 hat das Berufungsverfahren über das Ergebnis von Monaco gerade erst hinter sich gebracht, da zeichnete sich am Sonntagabend in Monza bereits der nächste Fall ab.

Stein des Anstoßes ist die Aktion von Yuki Tsunoda beim Re-Start des Rennens. Dagegen will Audi nun weiter vorgehen, wie das Team im Anschluss bestätigte. Dabei geht es um P10 und damit den letzten Punkt.

Tsunoda sorgte in Monza für eine merkwürdige Szene, als das Rennen nach einer langen Rotphase ursprünglich in Runde fünf stehend wieder aufgenommen werden sollte.

„Ich war verwirrt, ob ich von P14 oder P15 starten sollte“, erklärte er nach dem Rennen.

Deshalb rollte er zunächst auf die linke Seite der Startaufstellung zu seinem vermeintlichen 15. Platz.

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Tsunoda wusste bereits, dass er auf P14 musste

In Wirklichkeit hatte er bei den Burnouts bereits seinen Ingenieur gefragt und P14 als Antwort erhalten, stellte sich aber dennoch fälschlicherweise links auf. Erst als er fast auf P15 stand, bemerkte er seinen Fehler, riss das Lenkrad nach rechts und positionierte sich mehr schlecht als recht in seiner Startbox auf P14.

Seine schräge Position veranlasste den Renndirektor dazu, den Start abzubrechen und eine zusätzliche Einführungsrunde auszurufen. Nach dem Rennen wurden Tsunoda und ein Teamvertreter zu den Rennkommissaren gerufen.

Das Reglement schreibt vor, dass ein Fahrer, der eine zusätzliche Einführungsrunde verursacht und anschließend an dieser oder einer folgenden Einführungsrunde teilnehmen kann, am Ende der Runde an die Box kommen und von dort aus starten muss.

Für Audi besteht kein Zweifel: Das schräge Einparken von Tsunoda verursachte die zusätzliche Einführungsrunde, also hätte er an deren Ende in die Boxengasse fahren und von dort starten müssen. Dass er dies nicht tat, hätte mit einer Stop-and-Go-Strafe geahndet werden müssen.

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Die Rennkommissare sprachen Tsunoda nach einer langwierigen Untersuchung jedoch frei. Für Audi war diese Entscheidung inakzeptabel, womit das Einlegen einer Berufung unvermeidlich wurde. Nun hat das Team 96 Stunden Zeit, um seine Absicht zur Berufung zu bestätigen oder zurückzuziehen.

„Wir geben zu diesem Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar ab“, so das Team.

Bestätigt Audi die Berufung innerhalb der Frist, geht der Fall vor das internationale Berufungsgericht der FIA, woraufhin das endgültige Ergebnis noch Monate auf sich warten lassen könnte.

Für Audi geht es um einen Punkt, da Gabriel Bortoleto auf den zehnten Platz aufrücken würde, falls der als Zehnter ins Ziel gekommene Tsunoda nachträglich eine Strafe erhält. Der Freispruch wurde zu einer überraschend umfangreichen Angelegenheit, bei der die Rennkommissare zwei Seiten für ihre Argumentation benötigten.

Für Audi stehen Punkte auf dem Spiel

Racing Bulls brachte eine Liste von fünf Punkten vor. Tsunoda stand zwar seltsam, aber alle vier Reifen befanden sich innerhalb der Startbox, womit die Position legal war.

Das Losfahren aus dieser Position war ebenfalls nicht unsicher, da den Fahrern am Freitag mitgeteilt worden war, dass sie beim Start auch die zusätzliche asphaltierte Fläche zwischen der Strecke und der Boxenmauer nutzen dürften.

Tsunoda hatte somit vier Meter Platz, um sicher loszufahren, und kein anderer Fahrer wurde durch seinen Fehltritt beeinflusst. Zudem informierte die Rennleitung das Team zu keinem Zeitpunkt darüber, dass Tsunoda der Grund für den Abbruch war.

Die Rennkommissare stimmten dem zu und folgerten, dass die zusätzliche Einführungsrunde aus der Einschätzung des Renndirektors resultierte und nicht direkt aus dem Handeln des Fahrers. Nun bleibt abzuwarten, ob Audi die Berufung tatsächlich durchzieht.

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