Formel 1 Aston Martin in Ungarn mit komplett neuem Newey-Auto am Start Von A. Schenk 26. Juli 2026 Adrian Newey Aston Martin F1-News Formel 1 Großer Preis von Ungarn Update in Ungarn: Aston Martin bringt runderneueriertes Auto – Alle Augen richten sich auf das erste Werk von Adrian Newey Der Umfang des Updates, das Aston Martin an diesem Wochenende an den Hungaroring mitbringt, lässt kaum Zweifel an den Ambitionen des Teams aufkommen. Das Team musste nämlich ein modifiziertes Chassis einem erneuten FIA-Crashtest unterziehen. Dies geschieht nur dann, wenn ein Design so tiefgreifend verändert wird, dass die alte Homologation ihre Gültigkeit verliert. Die B-Version des AMR26 ist daher weit mehr als nur eine punktuelle Verbesserung. Der Wagen ist das erste greifbare Ergebnis unter der technischen Regie von Adrian Newey beim Team aus Silverstone. Der Star-Designer erhielt von Eigentümer Lawrence Stroll die Leitung über eine kostspielig zusammengestellte Technik-Abteilung. Bisher ließ ein Resultat, das diese Investition rechtfertigt, auf sich warten. In Budapest wird sich nun zeigen, ob der Kurswechsel das Team zurück ins Mittelfeld führen kann. Nach der Sommerpause folgt zudem eine verbesserte Antriebseinheit von Honda, wodurch das Gesamtbild erst später im Jahr komplettiert wird. Lies auch: Motorsport-Welt unter Schock: 21-jähriger Nachwuchspilot plötzlich verstorben Tiefpunkt in Belgien als Auslöser Wie dringend ein Umschwung benötigt wird, zeigte sich vor zwei Wochen in Spa-Francorchamps. Lance Stroll schied mit einer defekten Kupplung aus, während Fernando Alonso als Letzter mit zwei Runden Rückstand auf den Sieger die Ziellinie überquerte. Das Team fährt seit Monaten hinterher und konnte bei den vergangenen Rennen schlichtweg nicht mit der direkten Konkurrenz mithalten. Teamchef Mike Krack nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er hofft vor allem darauf, dass seine Mannschaft in Ungarn wieder echte Kämpfe auf der Strecke austragen kann. „Wir werden es abwarten müssen. Für uns ist das Wichtigste, dass wir wieder mitmischen,“ so Krack. „Das haben wir in den letzten Rennen nicht getan. Es war sehr schwierig, am Mittelfeld dranzubleiben. Und was auch immer es bringen wird, ich denke, wieder richtig Rennen zu fahren, ist das Wichtigste für alle,“ erklärt der Luxemburger. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Aerodynamik und Gewicht im Fokus Innerhalb des Teams wird das Ungarn-Paket als Startschuss für eine neue Phase gesehen. Der Frage, ob durch den neuen Crashtest faktisch neue Monocoques gebaut wurden, wich Krack nicht aus. Er bestätigte, dass das Projekt breit aufgestellt sei und die Ziele erreicht wurden. „Ja, ich denke, es ist ziemlich umfangreich. Wie bereits erwähnt, sind die wichtigsten Punkte natürlich die Aerodynamik und das Gewicht. Um das zu erreichen, muss man viele Hebel in Bewegung setzen. Und alles, was wir uns vorgenommen haben, wurde erreicht,“ so Krack. Im Fahrerlager kursieren derweil Gerüchte über einen deutlichen Performance-Sprung. Aston Martin selbst hält die Erwartungen bewusst niedrig. Gerüchte sagen wenig aus, solange das Zeitentableau keine Bestätigung liefert. Erst wenn das Auto am Freitag auf die Strecke geht, wird klar, ob der Rückstand auf den Rest des Feldes tatsächlich geschrumpft ist. Ende der langen Durststrecke bei den Updates Was Krack jedoch sicher weiß: Der monatelange Stillstand im Bereich der Weiterentwicklung ist vorbei. Das Team brachte über einen langen Zeitraum keine nennenswerten Neuerungen an die Strecke, da die gesamte Aufmerksamkeit dem nun fertigen Großpaket galt. „Die Phase, in der wir sehr lange keine Upgrades hatten, ist nun beendet. Es sieht also gut aus für die Zukunft. Wir freuen uns alle darauf, in Budapest zu sehen, was wir in den Händen halten,“ gibt sich Krack optimistisch. Für Aston Martin steht an diesem Wochenende mehr auf dem Spiel als nur eine Handvoll Punkte. Das Paket ist der erste echte Test für den Ansatz von Newey und damit auch für die Glaubwürdigkeit des gesamten Stroll-Projekts. Niemand im Team rechnet mit einem Wunder an einem einzigen Wochenende. Aber nach Monaten voller falscher Hoffnungen und Enttäuschungen muss der Hungaroring zumindest zeigen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Es ist ein Moment der Wahrheit – sowohl für das Team als auch für die Reputation von Newey in Silverstone. Lies auch: Kompakter Campervan von Annex: Acht Sitzplätze auf nur 5,23 Metern Lies auch: Tempolimit 150 km/h: Doch jeder zweite Autofahrer macht noch immer diesen Fehler Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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