Formel 1

3 Gründe, warum das Aus zwischen McLaren und Mercedes unvermeidbar ist

3 Gründe, warum das Aus zwischen McLaren und Mercedes unvermeidbar ist

Formel 1: Anzeichen für Trennung zwischen McLaren und Mercedes verdichten sich

Wo die Zusammenarbeit zwischen McLaren und Mercedes über Jahre hinweg eine erfolgreiche Partnerschaft war, wandelt sich die Kooperation immer mehr in eine komplizierte Beziehung, in der sich beide Teams sportlich als Rivalen gegenüberstehen.

Der deutsche Hersteller und der britische Rennstall arbeiten bereits seit den neunziger Jahren in der Formel 1 zusammen. In dieser Phase hielt Mercedes sogar Anteile am britischen Team aus Woking, wodurch die Partnerschaft über Jahre hinweg extrem eng war.

Nach einer kurzen Ära mit Honda-Motoren kehrte McLaren 2020 zu Mercedes als Motorenlieferant zurück. Seitdem verlief die Zusammenarbeit nach außen hin recht reibungslos, und McLaren-CEO Zak Brown sowie Mercedes-Teamchef Toto Wolff pflegten ein gutes Verhältnis.

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Spannungen hinter den Kulissen nehmen deutlich zu

Hinter den Kulissen verschärften sich zuletzt die Spannungen zwischen beiden Parteien. So stellte McLaren offen Fragen bezüglich der Menge an technischen Informationen, die Mercedes über die optimale Nutzung der Power Unit teilt.

Auch abseits der Technik häufen sich die Meinungsverschiedenheiten. So übte Zak Brown Kritik an den Plänen von Toto Wolff, sich enger bei Alpine zu engagieren, wodurch Mercedes indirekt Einfluss bei mehreren Teams gleichzeitig gewinnen würde.

Das Hauptproblem dreht sich letztlich um die sportliche Situation auf der Strecke. Während McLaren in den ersten Grands Prix etwas zurückblieb, startete Mercedes stark in die neue Ära des Formel 1-Reglements und dominierte die ersten Rennen der Saison.

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Doch das Bild von einem überlegenen Mercedes-Team und einem McLaren-Rennstall, der leer ausgeht, änderte sich beim Rennwochenende in Miami. McLaren trat dort mit einem stark überarbeiteten Paket an und beeindruckte sofort mit hohem Speed und einer starken Performance.

Der amtierende Weltmeister Lando Norris entschied das Sprintrennen für sich, während auch Oscar Piastri das gesamte Wochenende über konkurrenzfähig war. Im Hauptrennen gelang es Norris zudem, Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli über weite Strecken unter Druck zu setzen.

Dadurch wächst innerhalb von Mercedes die Sorge, dass McLaren die größte Bedrohung für die eigenen Titelambitionen darstellen könnte. Genau diese Gefahr, die McLaren für die Ambitionen von Mercedes bedeutet, macht die aktuelle Zusammenarbeit so sensibel.

Mercedes liefert nämlich auch in diesem Jahr weiterhin die Motoren an das Team von McLaren. Das bedeutet, dass das Team aus Stuttgart seine wichtigste Technologie mit einem direkten Konkurrenten im Kampf um Siege und Meisterschaften teilt.

Laut verschiedenen internationalen Motorsport-Medien sorgt die Zusammenarbeit mit McLaren intern bei Mercedes für Diskussionen. Toto Wolff müsse sich die Frage stellen, warum die Marke ihre stärkste technische Waffe einem Team zur Verfügung stellt, das die eigene Dominanz potenziell brechen kann.

Diese Situation empfindet man als besonders schmerzhaft, da sie durch die jüngsten Erfolge von McLaren mehr oder weniger zur Realität geworden ist. In den Jahren 2024 und 2025 konnte sich das britische Team nämlich den Konstrukteurstitel mit Mercedes-Motoren im Heck sichern.

Für Mercedes bedeutete dies, dass ein konkurrierendes Team Titel mit Technologie aus der eigenen Fabrik gewann. Bei anderen Motorenherstellern gibt es zwar vergleichbare Situationen, doch diese sind oft etwas anders gelagert als bei Mercedes.

So liefert Ferrari beispielsweise seine Motoren an Teams wie Haas oder künftig Cadillac, doch diese Teams stellen normalerweise keine direkte Bedrohung für Ferrari selbst dar. Bei McLaren und Mercedes hat sich dieses Gleichgewicht komplett verschoben, da beide Teams nun auf einem vergleichbaren Niveau agieren.

McLaren verfügt nach Ansicht vieler Experten über eines der stärksten Aerodynamik-Pakete. In Kombination mit dem kraftvollen Mercedes-Motor entsteht dadurch ein Auto, das schwer zu schlagen ist, was eine Situation schafft, die Mercedes aus Wettbewerbssicht lieber vermeiden würde.

Vertrag zwischen Mercedes und McLaren läuft noch bis 2030

Offiziell läuft der aktuelle Motorenvertrag zwischen beiden Teams noch bis Ende 2030. Doch langfristige Verträge sind in der Formel 1 selten völlig sicher, wenn sich die Interessen der Teams verschieben.

Innerhalb des Paddocks wächst daher die Erwartung, dass die Zusammenarbeit auf Dauer unter Druck geraten wird. Ob es tatsächlich zu einem endgültigen Bruch kommt und ob dieser bereits 2027 oder erst später stattfindet, bleibt vorerst unklar.

Die Beziehung zwischen McLaren und Mercedes hat jahrelang Vorteile für beide Seiten gebracht. Da sich die Kräfteverhältnisse nun verschieben, fühlt sich diese Partnerschaft jedoch immer mehr wie ein strategisches Problem an, das letztlich gelöst werden muss.

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