Formel 1

„Wir werden ihn nächstes Jahr nicht mehr in der F1 sehen“

„Wir werden ihn nächstes Jahr nicht mehr in der F1 sehen“

Formel-1-Saison 2026: Nur vier Rennen gefahren und die Gerüchteküche brodelt bereits auf Hochtouren.

Vor allem bei Haas scheint eine wichtige Entscheidung näher zu rücken. Laut dem ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Esteban Ocon das US-Team nach dieser Saison verlassen muss.

Schumacher sprach darüber bemerkenswert offen im Podcast Backstage Boxengasse. Seiner Meinung nach hat Haas mittlerweile genug von Ocon gesehen, die Zukunft liege eher bei Youngster Oliver Bearman.

„Ich gehe davon aus, dass Bearman jetzt die Chance bekommt, für ein größeres Team zu fahren. Ocon ist nicht gut genug.“

„Bestenfalls ist er auf Augenhöhe mit Bearman und häufiger bringt er schlechtere Leistungen“, so Schumacher.

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Wo Ocon enttäuscht, beeindruckt Bearman massiv

Damit spart er nicht mit Kritik am Franzosen. Laut Ralf Schumacher liegt der Unterschied vor allem im Potenzial und der Zukunftsperspektive. Bearman steht noch am Anfang seiner Karriere, während Ocon inzwischen als erfahrener Mittelfeld-Pilot ohne große Steigerungsrate gilt.

„Ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass wir Esteban Ocon nächstes Jahr noch sehen. Das ist für mich so gut wie eine ausgemachte Sache“, sagt Schumacher.

Ocon bestreitet derzeit seine zweite Saison bei Haas. Sein erstes Jahr verlief mit nur Platz 15 in der Weltmeisterschaft und 38 Punkten enttäuschend. Oliver Bearman hingegen sorgt im Paddock derzeit für viel Aufsehen.

Der junge Brite gilt als eines der größten Talente seiner Generation und wird schon länger mit Ferrari in Verbindung gebracht. Dieses Szenario macht die Situation für Haas zusätzlich kompliziert: Ferrari soll eine Option auf Bearman haben, falls Lewis Hamilton sich für einen Rücktritt entscheidet.

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Hamilton fährt derzeit für Ferrari, doch seine Zukunft bleibt ungewiss. Der Brite ist mittlerweile 41 Jahre alt und Spekulationen über ein mögliches Karriereende kehren immer wieder zurück. Obwohl Hamilton mehrfach betonte, gerne bei Ferrari bleiben zu wollen, hat er einen Abschied nie vollständig ausgeschlossen.

Besonders da ein achter Weltmeistertitel immer schwieriger zu erreichen scheint, wachsen die Zweifel an der Dauer seines Verbleibs. Falls Ferrari Bearman am Ende zurückholt, entstünde für Haas ein großes Problem. Das Team müsste dann möglicherweise beide Fahrer in einer einzigen Transferperiode ersetzen.

„Ich kann mir fast vorstellen, dass sie dann intensiv in der Branche nach jemandem suchen müssen, den sie kennen, jemandem, dem sie vertrauen und mit dem sie die Entwicklung vorantreiben können“, erklärt Schumacher dazu.

Der Fahrermarkt Richtung 2027 scheint ohnehin besonders unruhig zu werden. Verschiedene große Namen verfügen nämlich nur über Verträge bis Ende 2026. Unter anderem haben Carlos Sainz, Fernando Alonso, Lance Stroll, Nico Hülkenberg und Andrea Kimi Antonelli noch keine Sicherheit über ihre Zukunft.

Vor allem Antonelli zieht momentan viel Aufmerksamkeit auf sich. Der junge Italiener führt überraschend die Weltmeisterschaft bei Mercedes an, verfügt aber formell noch über keine langfristige Vereinbarung, was im Paddock automatisch für Spekulationen sorgt.

Auch rund um Max Verstappen bleiben Fragen offen. Der Niederländer ließ früher durchblicken, dass er möglicherweise aufhört, wenn ihm das neue Reglement nicht zusagt.

Seitdem hat Red Bull das Auto sichtlich verbessert, doch Verstappen blieb kritisch gegenüber der Richtung, in die sich die Formel 1 entwickelt. Dadurch bleibt auch seine Zukunft Gesprächsthema. Für Ocon kommt die Kritik von Schumacher zu einem empfindlichen Zeitpunkt.

Abgang von Bearman könnte kompletten Neuaufbau für Haas einleiten

Der Grand Prix von Kanada wird daher für den Franzosen besonders wichtig. Gute Leistungen könnten helfen, seine Position innerhalb von Haas zu stärken. Gleichzeitig wächst der Druck, da immer mehr Teams beginnen, den Blick Richtung 2027 zu werfen.

In der Formel 1 geht es nicht nur um Speed, sondern auch um das Timing. Teams wollen junge Talente binden, bevor die Konkurrenz zuschlägt. Das ist auch ein Grund, warum Bearman derzeit so viel Aufmerksamkeit erfährt: Sein Alter, sein Speed und die Verbindung zu Ferrari machen ihn für mehrere Teams attraktiv.

Sollte Bearman tatsächlich gehen, könnte Haas vor einem kompletten Neuaufbau stehen. Das Team müsste erneut in Erfahrung, Entwicklung und Stabilität investieren. Die kommenden Monate könnten daher entscheidend für mehrere Karrieren gleichzeitig werden.

Kanada ist für viele Fahrer nicht nur ein Rennwochenende, sondern auch ein wichtiger Moment, um ihre Zukunft abzusichern. Bei so vielen auslaufenden Verträgen und Unsicherheiten bei den Topteams scheint der Transfermarkt 2027 schon jetzt zu einem der interessantesten der letzten Jahre zu werden.

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