Formel 1

Wahnsinnige Aston Martin Statistik nach Miami-GP aufgetaucht: Zahlen wirken wie ein Tippfehler

Wahnsinnige Aston Martin Statistik nach Miami-GP aufgetaucht: Zahlen wirken wie ein Tippfehler
SHANGHAI, CHINA - MARCH 12: Fernando Alonso of Spain and Aston Martin F1 Team speaks in the Drivers Press Conference during previews ahead of the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 12, 2026 in Shanghai, China. (Photo by Alex Bierens de Haan/Getty Images)

Strolls Albtraum geht weiter: Das Milliarden-Projekt von Aston Martin steckt tief in der Krise

Die bisherige Saison von Aston Martin verlief bereits desaströs, doch für das grüne Team aus Silverstone kommt es derzeit knüppeldick. Während des Sprint-Qualifyings zum Grand Prix von Miami kam eine Statistik ans Licht, welche die prekäre Lage des Rennstalls schmerzhaft offenlegt.

Die schnellste Zeit, die das Team verbuchen konnte, war eine 1:41.3, gefahren von Fernando Alonso. Damit war er fast vierzehn Sekunden langsamer als die Pole-Zeit von Lando Norris, der eine 1:27.8 markierte.

Doch der Vergleich mit der Formel-1-Spitze ist noch das geringste Übel. Aston Martin war nämlich sogar langsamer als der langsamste Pilot im Formel-2-Qualifying, das auf derselben Strecke stattfand.

Der langsamste Formel-2-Fahrer Cian Shields setzte eine 1:41.1, was bedeutet, dass Alonso ihn um zwei Zehntelsekunden verpasste. Damit wäre Aston Martin selbst in der Formel-2-Startaufstellung ganz hinten gelandet, obwohl ein Formel-1-Auto eigentlich deutlich schneller als ein F2-Bolide sein sollte.

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Alonsos Zeit lag außerhalb der 107-Prozent-Regel

Die Pole-Position im Formel-2-Qualifying wurde mit einer 1:39.8 von Kush Maini eingefahren. Das bedeutet, dass Alonso fast drei Sekunden langsamer war als der schnellste F2-Pilot.

Das sind Zahlen, die einem Team wehtun, das mit großen Ambitionen in die Saison gestartet ist. Die Verpflichtung von Stardesigner Adrian Newey sollte eine Wende einleiten. In der Realität belegt Aston Martin den letzten Platz in der Konstrukteurswertung, und der Rückstand auf den Rest des Feldes ist größer als erwartet.

Die Situation während des Sprint-Qualifyings drohte durch die 107-Prozent-Regel noch komplizierter zu werden. Alonsos Zeit lag 6,4 Sekunden außerhalb der Grenze, die Fahrer mindestens erreichen müssen, um sicher am Rennen teilnehmen zu dürfen.

Wenn ein Pilot diese Hürde nicht nimmt, können die Stewards ihn prinzipiell vom Start ausschließen. Teamkollege Lance Stroll stand vor demselben Problem.

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Die Stewards entschieden jedoch, beide Fahrer zuzulassen. Im vorangegangenen Freien Training hatten Alonso und Stroll nämlich ausreichend schnelle Zeiten erzielt, um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Auf Basis von Artikel B2.2.3b des FIA-Reglements erhielten beide Piloten die offizielle Starterlaubnis.

„Gemäß Artikel B2.2.3b des FIA Formel-1-Reglements erteilen die Stewards den Fahrern die Erlaubnis,“ hieß es in der offiziellen Entscheidung.

Für Newey ist es ein ungemütlicher Start in seine Tätigkeit beim Team. Der Mann, der für die dominanten Red-Bull-Autos der letzten Jahre verantwortlich war, steht vor einer Aufbauarbeit, die umfangreicher zu sein scheint als zunächst angenommen. Das Auto hat fundamentale Probleme, die nicht kurzfristig mit ein oder zwei Updates gelöst werden können.

Alonso selbst gibt weiterhin sein Bestes, doch die Frustration ist spürbar. Mit 43 Jahren und einer beeindruckenden Vita verdient er ein konkurrenzfähiges Paket. Das hat er momentan nicht. Stroll wiederum kämpft die gesamte Saison über mit mangelndem Rhythmus und fehlendem Vertrauen in das Auto.

Ob Aston Martin bis zum Saisonende noch die Kehrtwende schafft, bleibt abzuwarten. Die Techniker in Silverstone arbeiten unter Hochdruck an Verbesserungen, und Neweys Einfluss auf das Design wird erst später im Jahr sichtbar werden.

Bis dahin müssen sich Alonso und Stroll mit einem Auto begnügen, das in Miami nicht einmal annähernd die Pace eines Formel-2-Wagens erreichte. Das ist ein Zustand, den ein Team mit dem Budget und den Ambitionen von Aston Martin so nicht vorhergesehen hatte.

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