Formel 1

Kommentator voll des Lobes für Verstappen-Manöver

Kommentator voll des Lobes für Verstappen-Manöver
SHANGHAI, CHINA - MARCH 14: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing prepares to drive in the garage during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 14, 2026 in Shanghai, China. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603140335 // Usage for editorial use only //

Kein Podestplatz in Miami: Max Verstappen sorgt dennoch für den Gesprächsstoff des Wochenendes

Der Red Bull Pilot sicherte sich im Qualifying den zweiten Startplatz, erlebte jedoch eine turbulente Startphase mit einem kompletten 360-Grad-Dreher in der ersten Kurve. Was folgte, beeindruckte Kommentatoren und Analysten bei Sky Sports F1 und F1TV gleichermaßen.

Martin Brundle verfolgte das Geschehen aus der Kommentatorenkabine und konnte seine Bewunderung kaum verbergen. Seiner Meinung nach war die Art und Weise, wie Verstappen die Situation rettete, schlichtweg brillant.

„Das war genial von Verstappen. Wirklich absolut genial. Er war so darauf fokussiert, seine Position zu halten, ist aber nicht gecrasht.“

„Er gab etwas zu viel Gas, woraufhin er eine komplette Pirouette drehte und einfach weiterfuhr“, so Brundle.

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Ohne Dreher hätte Max um die Führung gekämpft

Der Dreher resultierte aus einer Verkettung von Umständen. Verstappen wollte seinen zweiten Startplatz um jeden Preis verteidigen und gab zu früh zu viel Gas. Gleichzeitig schloss ihn Leclerc auf der Außenbahn ein, sodass Verstappen keinen Spielraum hatte.

„Max verbremste seich ein wenig, woraufhin der Ferrari an der Innenseite auftauchte.“

„Mit Leclerc neben sich geriet er fast in Panik und gab anschließend zu viel Gas“, erklärte Brundle anhand der Onboard-Aufnahmen.

Was danach geschah, war hingegen typisch Verstappen.

„Als das Auto den 360 vollendet hatte, lenkte er sofort dagegen. Dadurch behielt er den Vorwärtsdrang bei und niemand fuhr ihm ins Auto.“

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Verstappen beendete die Eröffnungsrunde als Neunter. Ohne den Dreher hätte er wahrscheinlich um den Sieg gekämpft. Durch seine unmittelbare Reaktion und die Tatsache, dass er sein Auto unbeschädigt hielt, begrenzte er den Schaden auf ein absolutes Minimum.

„Es ist sehr ungewöhnlich für Max, dass ihm so ein Fehler unterläuft“, räumte Brundle ein.

„Aber was er danach daraus gemacht hat, war wirklich beeindruckend.“

Brundle zählte zudem mindestens vier Fahrzeuge, mit denen Verstappen in der ersten Runde Kontakt hatte oder beinahe kollidierte. Es gab einen leichten Schaden an seinem Frontflügel, der sein weiteres Rennen jedoch nicht gefährdete.

Die Aggressivität ließ nach dem Dreher nicht nach. Während seiner Aufholjagd lieferte sich Verstappen harte Duelle mit unter anderem Liam Lawson, Carlos Sainz und Alexander Albon.

In einem Zweikampf mit Sainz bremste er den Spanier extrem spät aus, woraufhin Sainz frustriert am Boxenfunk reagierte. Brundle verteidigte Verstappens Manöver.

„Er bremste extrem spät, aber es gab keinen Kontakt und er blieb innerhalb der Track Limits. Aggressiv, aber fair.“

Bei F1TV herrschte eine ähnliche Ehrfurcht. Jolyon Palmer wies darauf hin, dass die Auslaufzone an der Stelle des Drehers besonders schmal war.

„Er drehte sich vor dem gesamten Feld, aber alle konnten ihm ausweichen. Was für ein großartiger Safe.“

David Coulthard schloss sich dieser Meinung an.

„Es ist fantastisch, wie Max sich drehte, die Bremse löste und einfach wieder Gas gab.“

Palmer ordnete die Aktion zudem in einen größeren Kontext ein.

„Das ist eines seiner größten Talente. Er macht das immer so. Jedes Mal, wenn er sich dreht, legt er eine perfekte Pirouette hin und fährt einfach weiter.“

Er verwies auf frühere Beispiele, darunter den Grand Prix von Deutschland 2019 und den Grand Prix von Ungarn 2022, bei denen Verstappen nach einem Dreher am Ende sogar noch gewann.

Verstappen selbst beendete das Rennen schließlich als Fünfter, erhielt jedoch nachträglich eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Überfahren der weißen Linie am Boxenausgang. Dennoch blieb seine Endplatzierung unverändert.

Das Wochenende bescherte ihm zwar keinen Sieg, lieferte aber erneut Beweise für seinen Ruf als einer der komplettesten Fahrer des Sports.

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