Formel 1

US-Milliardär steigt in den Kampf um F1-Team-Übernahme ein

US-Milliardär steigt in den Kampf um F1-Team-Übernahme ein
Port St. Lucie, Fla.: New York Mets team owner Steve Cohen speaks to the media during a spring training workout, at Clover Park in Port St. Lucie, Fla., Feb. 16, 2026. (Photo by Alejandra Villa Loarca/Newsday RM via Getty Images)

Formel 1: Machtverschiebung im Grand-Prix-Zirkus bahnt sich an

Die Formule 1 steht möglicherweise kurz vor einer einschneidenden finanziellen Verschiebung, da sich der US-Milliardär Steve Cohen als ernsthafter Kandidat für den Kauf von Anteilen an Alpine gemeldet hat.

Der Besitzer des Baseballteams New York Mets beabsichtigt, 24 Prozent des Teams zu übernehmen. Dabei handelt es sich um das Aktienpaket, das derzeit von der Investmentgesellschaft Otro Capital gehalten wird.

Quellen zufolge hat Cohen ein Gebot von rund 552 Millionen Euro abgegeben. Damit würde er sich nicht nur eine starke Position innerhalb von Alpine sichern, sondern auch direkt zu einem der einflussreichsten Investoren im Sport aufsteigen. Sein Gesamtvermögen wird auf über 21,2 Milliarden Euro geschätzt.

Der potenzielle Einstieg von Cohen folgt einem breiteren Trend, bei dem Formule 1-Teams für Großinvestoren immer attraktiver werden.

Alpine wurde im Jahr 2023 noch mit etwa 760 Millionen Euro bewertet, doch jüngste Schätzungen liegen mittlerweile im Bereich von 2,3 Milliarden Euro.

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Auch Mercedes-Benz hat ein Gebot abgegeben

Der Wert des Teams ist in kürzester Zeit massiv gestiegen. Otro Capital erwarb die Anteile seinerzeit für rund 200 Millionen Euro und könnte bei einem Verkauf nun mit einem Gewinn von mehr als 400 Millionen Euro rechnen.

Dennoch gestaltet sich der Prozess schwierig. Renault ist weiterhin Eigentümer von Alpine, besitzt das Recht, einen Verkauf zu erzwingen und muss zudem jedem neuen Investor zustimmen.

Zudem ist Cohen nicht der einzige Interessent. Auch Mercedes-Benz hat ein Gebot abgegeben, wenngleich dieses mit 460 Millionen Euro niedriger ausfällt als andere Offerten. Darüber hinaus spielen Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte eine Rolle, da Mercedes bereits mit einem eigenen Werksteam in der Formule 1 vertreten ist.

Das dritte Gebot stammt von einem Konsortium, an dem unter anderem Christian Horner zusammen mit MSP Capital Partners beteiligt ist. Horner wird schon länger mit einer Rückkehr in den Sport in Verbindung gebracht, dann jedoch in der Rolle eines Eigentümers.

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Innerhalb von Alpine ist die Lage bereits seit geraumer Zeit unruhig. Das Team hat mehrere Wechsel in der Führungsebene hinter sich und ist kürzlich von eigenen Motoren auf ein Kundenverhältnis mit Mercedes umgestiegen.

Flavio Briatore nimmt eine wichtige Rolle in der Organisation ein, während Steve Nielsen als Managing Director für mehr Stabilität sorgen soll. Das Interesse von Cohen wird als besonders spannend für den Sport bewertet.

Cohens Ruf als Investor, der bereit ist, hohe Summen in Talente und Infrastruktur zu investieren, könnte Alpine einen deutlichen Impuls verleihen. Zudem bringt er kommerzielle Möglichkeiten mit, insbesondere auf dem US-Markt, auf dem die Formule 1 in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnete.

Renault hat klargestellt, dass man keinen passiven Investor sucht, sondern einen Partner, der aktiv zur Entwicklung des Teams beitragen will. Genau dieses Profil scheint ideal auf Cohen zuzutreffen.

Die kommenden Monate werden zeigen, welche Partei letztlich den Zuschlag erhält, doch klar ist, dass der Kampf um Alpine ein neues Kapitel in der finanziellen Entwicklung der Formule 1 markiert.

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