Formel 1 Toto Wolff: Mercedes-Teamchef steht vor einem großen Problem Mercedes AMG-Petronas Formula One Team Principal Toto Wolff is seen during the Formula 1 Canada Race at the Circuit Gilles Villeneuve in Montreal, Canada, on May 21, 2026. (Photo by Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 25. Mai 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Kanada Mercedes Toto Wolff Mercedes-Dominanz fordert Tribut: Russell-Ausfall offenbart Schwächen Toto Wolff gab sich bislang betont gelassen und sprach von einem Luxusproblem, doch in Kanada stand er mehrfach kurz davor, per Funk einzugreifen. Der Mercedes-Teamchef verfolgte, wie sich George Russell und Kimi Antonelli während des Großen Preises von Kanada über dreißig Runden lang in einem intensiven Duell um die Führung bis ans Äußerste trieben. Erst als Russells Mercedes aufgrund eines technischen Defekts ausschied, endete der interne Zweikampf. Für Mercedes war das Wochenende zugleich ein Höhepunkt und eine Frustration. Antonelli feierte seinen vierten Sieg in Folge und baute damit seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter aus. Russell hingegen sah einen potenziellen Sieg durch einen Defekt an seinem W17 entschwinden. Wolff sprach daher von einem bittersüßen Nachmittag für das Team. „Man freut sich sehr für den einen Fahrer, und das völlig zu Recht, und gleichzeitig leidet man mit dem anderen mit. Das ist schwierig“, sagte Wolff im Anschluss. Lies auch: Urlauber in der Klemme: Elektroautos werden hier knallhart abgewiesen Russell und Antonelli fuhren lange Rad an Rad „Kimi hat einen tollen Job gemacht und den Sieg verdient, aber für George ist es extrem schade, er lag in Führung.“ Der Kampf zwischen den beiden Mercedes-Piloten bildete das zentrale Thema der ersten Rennhälfte. Russell und Antonelli fuhren mehrfach Rad an Rad durch die schnellen Passagen des Circuit Gilles Villeneuve, während Max Verstappen in Schlagdistanz lauerte und von jedem Moment profitierte, in dem sich die Mercedes-Fahrer gegenseitig aufhielten. Laut Wolff bewegte sich das Team ständig auf dem schmalen Grat zwischen freiem Fahren und einer Intervention. „Jedes Mal, wenn ich fast zum Funkgerät greifen wollte, weil sie Zeit auf Verstappen verloren, waren sie zwei Runden später plötzlich wieder schneller“, erklärte er. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Solange wir diesen Vorsprung hielten, war es akzeptabel, zuzusehen, aber es kann natürlich auch schiefgehen.“ Der Österreicher verwies dabei implizit auf die spannungsgeladenen Mercedes-Duelle der Vergangenheit zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Wolff stellte klar, dass er keine Wiederholung einer Situation möchte, in der sich beide Autos im Titelkampf gegenseitig eliminieren. „Nicht weil der eine den anderen abschießen will, aber man kann so ganz einfach beide Autos verlieren“, sagte er. Dennoch hielt Mercedes bewusst an der absoluten Gleichberechtigung der beiden Fahrer fest. Es wurde keine Stallregie ausgegeben, und auch strategisch erhielten Russell und Antonelli exakt das gleiche Material. „Wir haben die Motorstrategie nie verändert. Der Verteidiger hatte, was er brauchte, der Angreifer hatte, was er brauchte. Es gab keinen Unterschied zwischen den beiden.“ Dieses Vertrauen zahlte sich letztlich für Antonelli aus. Der junge Italiener profitierte von Russells Ausfall und holte erneut die maximale Punktzahl. Die Saison ist noch sehr lang Sein Vorsprung in der Meisterschaft beträgt nun 43 Punkte. Damit wächst der Druck auf Russell, der nach seinem Sieg in Australien eigentlich als Titelfavorit in dieser Saison galt. Trotz des größer werdenden Vorsprungs bleibt Wolff vorsichtig mit voreiligen Schlüssen. Seiner Meinung nach ist die Saison noch lang, und Konkurrenten wie Red Bull und McLaren könnten im Laufe des Jahres noch deutlich zurückschlagen. „Das ist ein Luxusproblem“, sagte er. „Ich hoffe, dass wir das noch lange so beibehalten können, aber man darf die anderen niemals unterschätzen.“ Vorerst genießt Mercedes eine Situation, von der viele Teams nur träumen können: zwei Fahrer, die Rennen gewinnen und um den WM-Titel kämpfen. Doch Wolff weiß auch, wie schnell ein solches internes Duell kippen kann, sobald die Abstände geringer werden und die Spannungen weiter zunehmen. Lies auch: Toto Wolff sieht Titelkampf eskalieren: Greift der Mercedes-Teamchef jetzt ein? Lies auch: Verkürzung der Grands Prix ab 2027 möglich: „Sonst kommen sie nicht ins Ziel“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Urlauber in der Klemme: Elektroautos werden hier knallhart abgewiesen Formel 1 Toto Wolff sieht Titelkampf eskalieren: Greift der Mercedes-Teamchef jetzt ein? Formel 1 Verkürzung der Grands Prix ab 2027 möglich: „Sonst kommen sie nicht ins Ziel“ Formel 1 Monaco-GP wirft F1-Plan über Bord: Überholhilfe gestrichen Formel 1 Kimi Antonelli legt sich fest: Das ist sein Favorit auf den Sieg beim Monaco-GP Formel 1 Lewis Hamilton beendet Gerüchte – Oliver Bearman reagiert prompt