Formel 1

Red Bull wollte Max Verstappen 8 Millionen Euro zahlen: Klausel sollte aus Vertrag gestrichen werden

Red Bull wollte Max Verstappen 8 Millionen Euro zahlen: Klausel sollte aus Vertrag gestrichen werden

Max Verstappen gilt bereits seit Jahren als eines der größten Talente, die die Formel 1 je hervorgebracht hat.

Seit seinem Debüt im Alter von siebzehn Jahren hat der Niederländer Rekord um Rekord gebrochen und sich zu einem der erfolgreichsten Piloten seiner Generation entwickelt.

Dennoch steht er am Vorabend einer der wichtigsten Entscheidungen seiner Karriere. Die kommenden Wochen entscheiden nicht nur über seine Position in der Weltmeisterschaft, sondern möglicherweise auch darüber, für welches Team er ab 2027 an den Start geht.

Max Verstappen schrieb schon früh Geschichte: 2016 gewann er direkt sein erstes Rennen für Red Bull beim Grand Prix von Spanien. Mit siebzehn Jahren und 228 Tagen wurde er zum jüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten – ein Rekord, der bis heute Bestand hat und unterstreicht, wie außergewöhnlich sein Aufstieg damals war.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Verstappen zur dominierenden Kraft in der Formel 1. Sein aggressiver, aber kontrollierter Fahrstil bescherte ihm spektakuläre Überholmanöver und machte ihn bei Millionen von Fans beliebt.

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Aggressiver Fahrstil machte Verstappen beliebt

Gleichzeitig erntete er aufgrund seiner kompromisslosen Art zu fahren regelmäßig Kritik von seinen Rivalen. Die Ergebnisse ließen jedoch wenig Raum für Diskussionen.

Eine seiner beeindruckendsten Leistungen erbrachte er im Jahr 2022, als er nach einem schwierigen Saisonstart einen Rückstand von 46 Punkten auf Charles Leclerc wettmachen musste.

Während viele Konkurrenten glaubten, dass Ferrari auf dem Weg zum Weltmeistertitel sei, drehte Verstappen die Meisterschaft komplett. Am Ende sicherte er sich souverän seinen zweiten WM-Titel.

Die Saison 2023 entwickelte sich in der Folge zum wohl dominantesten Jahr, das die Formel 1 je erlebt hat. Verstappen gewann neunzehn von 22 Grands Prix und gab lediglich ein Rennen aus der Hand.

Carlos Sainz durchbrach in Singapur kurzzeitig die Hegemonie von Red Bull. Darüber hinaus brach Verstappen zahlreiche Rekorde, darunter die meisten Siege in einer Saison und die längste Siegesserie in Folge; zudem egalisierte er eine historische Bestmarke von Ayrton Senna.

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Sein vierter Weltmeistertitel erhielt zusätzlichen Glanz, da Red Bull die Saison in der Konstrukteurswertung lediglich als Dritter abschloss. Damit wurde Verstappen zum ersten Fahrer seit über vierzig Jahren, der Weltmeister wurde, ohne dass sein Team auch den Konstrukteurstitel gewann.

Die Saison 2025 verlief völlig anders. McLaren entwickelte sich zum großen Herausforderer, und Verstappen musste sich einen langwierigen Kampf mit Lando Norris und Oscar Piastri liefern.

Letztlich beendete er die Meisterschaft als Zweiter, mit nur zwei Punkten Rückstand auf Norris. Es war eine Saison, in der Verstappen erneut bewies, dass er selbst ohne das schnellste Auto bis ans Äußerste gehen kann.

Auch das Jahr 2026 gestaltet sich bislang alles andere als einfach. Red Bull hat Mühe, das Tempo der Konkurrenz mitzugehen, und Verstappen verzeichnete bereits zwei Ausfälle, weshalb er aktuell nur den siebten Platz in der Weltmeisterschaft belegt.

Dennoch sorgte der Grand Prix von Österreich für neuen Optimismus: Trotz eines Crashs im Qualifying kämpfte sich Verstappen auf den zweiten Platz zurück. Er kam 1,6 Sekunden hinter Sieger George Russell ins Ziel und bewies damit, dass Red Bull den Rückstand auf die Spitze teilweise verringern konnte.

Diese sportlichen Leistungen sind auch im Hinblick auf seinen Vertrag von Bedeutung. Verstappen ist offiziell bis einschließlich 2028 an Red Bull gebunden, doch laut übereinstimmenden internationalen Medienberichten enthält sein Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel.

Sollte er um die Sommerpause herum nicht unter den Top zwei der Meisterschaft platziert sein, hätte er die Möglichkeit, das Team vorzeitig zu verlassen.

Verschiedenen Berichten zufolge hat Red Bull versucht, diese Unsicherheit zu beseitigen, indem man Verstappen finanziell entgegengekommen ist. Es soll sogar ein Angebot über rund acht Millionen Euro vorgelegen haben, um die Klausel nicht zu ziehen.

Der Niederländer soll dieses Angebot abgelehnt haben. Zudem würde Red Bull die Deadline gerne vorziehen, um früher Klarheit über die Zukunft seines Starkonkurrenten zu erhalten. Unterdessen halten sich die Gerüchte um andere Teams hartnäckig.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff äußerte sich in den vergangenen Jahren regelmäßig lobend über Verstappen, betonte jedoch kürzlich, dass er mit George Russell und Kimi Antonelli zufrieden sei. Damit scheint ein Wechsel zu Mercedes vorerst weniger wahrscheinlich.

McLaren hingegen wird immer häufiger als mögliches Ziel genannt. Der jüngste Wechsel von Verstappens langjährigem Renningenieur Gianpiero Lambiase zum Team aus Woking hat die Spekulationen weiter angeheizt. Offiziell hält McLaren die Tür geschlossen, doch die Gerüchte bleiben hartnäckig.

Die kommenden Rennen vor der Sommerpause werden somit zu den vielleicht wichtigsten in Verstappens Saison. Nicht nur für seine Chancen in der Meisterschaft, sondern auch für die Frage, wo der viermalige Weltmeister seine Zukunft sieht.

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