Formel 1 Ralf Schumacher zweifelt öffentlich: „Max Verstappen kann Ferrari nicht schlagen“ Screenshot Von A. Schenk 17. Mai 2026 F1-News Ferrari Formel 1 Max Verstappen Ralf Schumacher Ralf Schumacher sieht nur zwei realistische Optionen für Max Verstappen. Nicht Ferrari, sondern Mercedes oder McLaren. Das ist das Fazit von Ralf Schumacher, wenn es um einen möglichen nächsten Karriereschritt von Max Verstappen geht. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist nämlich davon überzeugt, dass der viermalige Weltmeister bei der Scuderia nicht am richtigen Fleck wäre, trotz aller Gerüchte, die das Fahrerlager seit Monaten beschäftigen. Verstappen hat sich in dieser Saison mehrfach kritisch über seine Unzufriedenheit bei Red Bull geäussert, da das Team derzeit Mühe hat, mit Mercedes und McLaren zu konkurrieren. Sein langjähriger Renningenieur Gianpiero Lambiase ist inzwischen zu McLaren gewechselt, was die Bindung zum Team aus Milton Keynes weiter geschwächt hat. Schumacher tätigte diese Aussagen im Podcast Backstage Boxengasse, wo er gefragt wurde, ob er sich einen Wechsel von Verstappen nach Maranello vorstellen könne. Seine Antwort war deutlich, wenngleich er einräumte, dass Ferrari als Marke eine ganz besondere Anziehungskraft innerhalb der Formel 1 besitzt. Lies auch: Urlauber in der Klemme: Elektroautos werden hier knallhart abgewiesen Max Verstappen passt nicht in die Ferrari-Struktur „Viele Fahrer wollen unbedingt zu Ferrari. Man muss zugeben, dass die Marke an sich in der Formel 1 etwas ganz Besonderes ist“, so Schumacher. Dennoch sieht der jüngere Bruder von Michael Schumacher mehrere Hindernisse für eine Zusammenarbeit. Ferrari ist ein Team mit einer ausgeprägten internen Hierarchie, in der Verstappen nicht vollständig seinen eigenen Weg gehen könnte. Schumacher weist zudem darauf hin, dass der Limburger es gewohnt ist, der absolute Leader in seinem Team zu sein und alles um sich herum so zu organisieren, wie er es möchte. „Max scheint sich bei Mercedes sehr wohl zu fühlen. Da ist die GT3-Geschichte, die Teams, die dort zusammenarbeiten, und auch der Motor von Mercedes. Man entscheidet sich immer für den besten Motor“, erklärt Schumacher. „Aus dieser Perspektive kann ich es mir kaum vorstellen. Max müsste sich in diese Struktur ein Stück weit einfügen, und ich glaube nicht, dass er der Typ dafür ist.“ Schumacher zieht auch einen Vergleich zu seinem Bruder Michael, der seine erfolgreiche Ferrari-Ära mit einer festen Gruppe von Vertrauten um sich herum erlebte. Verstappen müsste bei Ferrari allein anfangen, ohne die Leute, die seine Arbeitsweise kennen. „Mein Bruder hat damals eine Gruppe von Leuten mitgenommen, die hervorragend zusammengearbeitet haben. Aber wenn du dort als Fahrer alleine hingehst, glaube ich, dass das nicht ausreicht“, so Schumacher. Text geht unter dem Bild weiter. Charles Leclerc führt das Team an, aber Ferrari bleibt Ferrari Schumacher äussert sich auch zu Charles Leclerc, der in dieser Saison bei Ferrari trotz der Präsenz von Lewis Hamilton den Ton angibt. Der siebenmalige Weltmeister zeigt wechselhafte Leistungen und konnte Leclerc bisher noch nicht überflügeln, obwohl er in diesem Jahr besser in Form zu sein scheint als in seiner Debütsaison bei der Scuderia. „Charles Leclerc hat jetzt einen siebenmaligen Weltmeister an seiner Seite, und bisher war Hamilton im letzten Jahr derjenige, der hinten dran war“, sagt Schumacher. Schumacher bezweifelt, ob Ferrari als Organisation in der Lage ist, Leclerc zum Weltmeistertitel zu führen. Nicht wegen des Fahrers selbst, sondern wegen der Struktur drumherum. Teamchef Fred Vasseur hat die Abläufe zwar weiter professionalisiert, aber ob das ausreicht, bleibt die Frage. „Ferrari ist Ferrari. Selbst Fred Vasseur allein wird nicht reichen. Kann er in diesem Team, in dieser Konstellation, jemals Weltmeister werden?“, fragt Schumacher. „Bei McLaren sicherlich, genau wie Norris im letzten Jahr, denn daran zweifle ich nicht. Aber ist er ein Max Verstappen? Nein, das ist er nicht“, sagt er. Während Red Bull mit Balance- und Zuverlässigkeitsproblemen kämpft und Ferrari seine Upgrades noch nicht konsistent umsetzen kann, scheinen Mercedes und McLaren vorerst die attraktivsten Optionen für Verstappen zu sein, sollte er Red Bull jemals den Rücken kehren. Lies auch: Toto Wolff sieht Titelkampf eskalieren: Greift der Mercedes-Teamchef jetzt ein? Lies auch: Verkürzung der Grands Prix ab 2027 möglich: „Sonst kommen sie nicht ins Ziel“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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