Formel 1

Oscar Piastri bricht sein Schweigen: „Wir wurden trotzdem geschlagen“

Oscar Piastri bricht sein Schweigen: „Wir wurden trotzdem geschlagen“

Nachdem er die vergangene Saison fast komplett angeführt hat, muss Oscar Piastri in diesem Jahr die Rolle des Jägers auf Revanchekurs einnehmen.

Oscar Piastri weiß besser als jeder andere, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 verschieben können. In der vergangenen Saison sah er selbst aus einer dominanten Position heraus zu, wie sein Vorsprung dahinschmolz. Nun befindet er sich auf der anderen Seite, doch sein Vertrauen in ein Comeback von McLaren ist ungebrochen.

Der 25-jährige Australier erlebte einen katastrophalen Start in die neue Formel 1-Saison. In Melbourne crashte er bereits auf dem Weg in die Startaufstellung, noch bevor das Rennen begonnen hatte.

In China konnte er aufgrund eines elektrischen Defekts gar nicht erst starten, genau wie Teamkollege Lando Norris, der wegen eines separaten technischen Problems ebenfalls zum Zuschauen verdammt war.

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Ohne Safety-Car hätte Piastri in Japan gewonnen

Japan sorgte für den ersten echten Befreiungsschlag. Piastri qualifizierte zich als Dritter, erwischte einen starken Start, übernahm die Führung und hielt George Russell lange Zeit hinter sich. Letztlich kostete ihn ein Safety-Car nach dem schweren Crash von Oliver Bearman den möglichen Sieg.

Kimi Antonelli profitierte von der Neutralisierung und gewann mit mehr als dreizehn Sekunden Vorsprung. Piastri landete auf dem zweiten Platz und bescherte McLaren damit das erste Podium der Saison.

Sky-Sports-Kommentator David Croft war überzeugt, dass der Australier ohne das Safety-Car gewonnen hätte. Piastri selbst blieb nüchtern bei der Analyse dessen, was Japan tatsächlich gezeigt hatte.

„Wir haben an diesem Wochenende alles richtig gemacht und wurden trotzdem mit fünfzehn Sekunden Rückstand geschlagen.“

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„Wir müssen also noch eine beträchtliche Lücke schließen. Ich bin sicher, dass wir das schaffen können, aber es liegt noch Arbeit vor uns“, so der Australier.

Der MCL40 weist nämlich strukturelle Schwächen auf, die der zweite Platz in Suzuka teilweise kaschierte. Das Auto ist zehn bis zwölf Zentimeter kürzer als der Mercedes und die meisten Konkurrenten, was zu einem Defizit an Abtrieb führt.

Der neue Asphalt in Suzuka und der geringe Reifenverschleiß auf dieser Strecke verbargen dieses Problem. In Melbourne und China war der Reifenabbau hingegen ein großer Schwachpunkt, was Teamchef Andrea Stella als einen Bereich einräumte, in dem der MCL40 anfälliger ist als Ferrari oder Mercedes.

Stella kündigte an, dass das erste große Upgrade-Paket nach Miami kommen wird. Sky-Sports-Kommentator David Croft beschrieb das Update bereits als umfangreich mit positiven Werten aus dem Simulator.

McLaren hofft damit nicht nur schneller zu werden, sondern auch den MCL40 besser zu verstehen und fahrbarer zu machen. Ein breiteres Arbeitsfenster für beide Piloten ist dabei genauso wichtig wie der reine Gewinn an Speed.

Der Rennstall aus Woking belegt mit 46 Punkten den dritten Platz in der Konstrukteurswertung, weit hinter Mercedes mit 135 Punkten. Doch McLaren hat bereits 2023 bewiesen, dass man in der Lage ist, sein Auto rasant weiterzuentwickeln – vom Mittelfeld bis zum Sieg. Diese Erfahrung gibt dem Team und seinen Fahrern Vertrauen.

„Wir haben den Beweis, dass wir das in der Vergangenheit geschafft haben. Es braucht Zeit, aber ich bin sicher, dass wir das erreichen können.“

„Wir alle wissen, wie es sich anfühlt zu gewinnen, und wir wollen so schnell wie möglich wieder dorthin zurück“, sagte Piastri.

Zufälligerweise hat McLaren den Grand Prix von Miami in den letzten zwei Jahren gewonnen: Norris im Jahr 2024 und Piastri selbst im Jahr 2025. Ob sich diese Tradition 2026 fortsetzt, hängt davon ab, ob die angekündigten Updates die Lücke zu Mercedes tatsächlich schließen.

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