Formel 1

Monaco-GP wirft F1-Plan über Bord: Überholhilfe gestrichen

Monaco-GP wirft F1-Plan über Bord: Überholhilfe gestrichen

Monaco bleibt auch in der neuen F1-Ära ein Sonderfall.

Das Straßenrennen im Fürstentum wird das erste Rennwochenende des Jahres 2026 sein, an dem die Fahrer keinen Gebrauch vom sogenannten Straight Mode machen dürfen. Dieses System sorgt in dieser Saison auf fast jeder Rennstrecke für einen geringeren Luftwiderstand auf den Geraden.

Die offizielle Streckenkarte auf F1.com bestätigt, dass auf den Straßen von Monte Carlo keine einzige Aktivierungszone für das System vorgesehen ist.

Der Straight Mode gehört zum Paket der technischen Neuerungen, mit denen der Sport in diesem Jahr gestartet ist. Die Autos verfügen seit dieser Saison über eine aktive Aerodynamik, bei der sowohl der Front- als auch der Heckflügel flach gestellt werden, um den Luftwiderstand auf den Geraden zu reduzieren.

In den Kurven klappen die Flaps wieder hoch, um maximalen Anpressdruck zu generieren. Das System wurde unter anderem entwickelt, um die neuen Antriebseinheiten zu unterstützen.

Diese weisen eine Leistungsverteilung von jeweils 50 Prozent Verbrennungsmotor und 50 Prozent Elektro-Leistung auf, wobei die MGU-K nach dem Wegfall der MGU-H nun bis zu 350 Kilowatt leisten kann.

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Zu wenige Möglichkeiten

Wichtig zu wissen ist, dass der Straight Mode kein Ersatz für das alte DRS-System ist. Während DRS den Heckflügel öffnete, sobald ein Fahrer innerhalb einer Sekunde hinter seinem Vordermann lag, dient die aktive Aerodynamik vor allem dazu, das Auto effizienter durch den Luftstrom zu führen und so den Energieverbrauch zu begrenzen. Es handelt sich also nicht um ein direktes Überholhilfsmittel.

Laut The Race kam die FIA zu dieser Entscheidung, weil der Kurs von Monaco schlichtweg keine Abschnitte aufweist, die den Kriterien entsprechen, die auf allen anderen Kursen angewendet werden.

An einigen Stellen könnten die Flügel theoretisch zwar öffnen, doch der Verband sieht darin keinen ausreichenden Nutzen. In den vergangenen Jahren war DRS in Monaco übrigens nur auf der kurzen Start-Ziel-Gerade erlaubt.

Im berüchtigten Tunnel wurde das System aus Sicherheitsgründen nie eingesetzt, und der Straight Mode folgt diesem Muster im Jahr 2026 konsequent.

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Ganz mit leeren Händen stehen die Fahrer im Fürstentum dennoch nicht da. Der Overtake Mode bleibt während des Rennens nämlich verfügbar. Dieses System gewährt einem verfolgenden Fahrer zusätzliche elektrische Leistung, sobald er an einem festgelegten Messpunkt weniger als eine Sekunde hinter dem Auto vor ihm liegt.

In Monaco befindet sich der Detektionspunkt vor der Rascasse-Kurve, woraufhin die Aktivierung am Kurvenausgang und kurz vor der letzten Kurve, der Anthony Noghes, erfolgt. Auf diese Weise behalten die Fahrer ein Hilfsmittel in der Hinterhand, um einen Angriff in Richtung Ziellinie zu starten.

Alles dreht sich um das Qualifying

Trotz zahlreicher Reglementänderungen über die Jahre bestimmen das Qualifying und die Startposition noch immer größtenteils das Ergebnis am Sonntag.

Die engen Straßen lassen kaum Raum für Manöver, wodurch sich das Fürstentum vom Rest des Kalenders abhebt. Gleichzeitig hoffen die Techniker, dass die neue Fahrzeuggeneration daran etwas ändert.

Die Autos sind in diesem Jahr kleiner, leichter und wendiger. Da sie zudem weniger Abtrieb generieren, werden die Bremswege länger. Dies könnte den Fahrern mehr Möglichkeiten bieten, sich gegenseitig in der Anbremszone unter Druck zu setzen.

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