Formel 1 Mercedes will Red Bull-Vorteil für 2026 verhindern: Beschwerde bei der FIA wegen neuer Regeln Von A. Schenk 10. März 2026 F1-News Formel 1 Isack Hadjar Mercedes Red Bull Mercedes ist nach dem Auftaktrennen der Formel-1-Saison 2026 das klare Mass der Dinge in der Weltmeisterschaft. In Australien sicherte sich das Team einen dominanten Doppelsieg durch George Russell und Andrea Kimi Antonelli. Ferrari folgte mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den Plätzen drei und vier, während Red Bull nach einem chaotischen Wochenende in Melbourne weiterhin ein großes Fragezeichen bleibt. Verstappen belegte letztlich den sechsten Rang, nachdem er infolge eines Crashs im Qualifying vom zwanzigsten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Teamkollege Isack Hadjar hatte sich zwar stark für die zweite Startreihe qualifiziert, doch technische Probleme beendeten seine Hoffnungen auf Punkte bereits früh im Rennen. McLaren gewann im vergangenen Jahr noch den Weltmeistertitel in der Fahrer- sowie der Konstrukteurswertung, scheint vorerst jedoch einen Schritt zurückgemacht zu haben. Lando Norris landete auf dem fünften Platz, lag im Ziel aber mehr als fünfzig Sekunden hinter Sieger Russell. Der Rest des Feldes wurde sogar mindestens einmal überrundet. Innerhalb des Paddocks wird derweil auch hinter den Kulissen ein strategisches Spiel um die Motorenentwicklung getrieben. Laut dem spanischen Medium MARCA versucht Mercedes zu verhindern, dass Ferrari und Red Bull ihre Triebwerke im Laufe der Saison schnell verbessern können. Lies auch: Damon Hill kehrt ins F1-Paddock zurück Hersteller im Hintertreffen erhalten zusätzliche Updates Dies hängt mit einer spezifischen Regel der FIA zusammen. Die sogenannte „Additional Development and Upgrade Opportunities“-Regel, abgekürzt ADUO, gibt Motorenherstellern, die deutlich zurückliegen, die Chance, während der Saison zusätzliche Updates einzuführen. Diese Regelung orientiert sich an Leistungsunterschieden im Vergleich zur besten Power Unit im Feld. Wenn ein Motor zwischen zwei und vier Prozent langsamer ist als das stärkste Aggregat, darf ein Hersteller im Saisonverlauf nach bestimmten Rennen ein Upgrade einführen. Liegt die Differenz bei über vier Prozent, sind sogar zwei Updates erlaubt. Die erste Möglichkeit für ein solches Upgrade ergäbe sich normalerweise um das siebte Saisonrennen herum. Aufgrund möglicher Absagen der Grands Prix von Bahrein und Saudi-Arabien ist jedoch noch unklar, wie genau dieser Zeitplan aussehen wird. Artikel geht weiter unter dem Bild. Mercedes versucht dem Bericht zufolge eine besondere Taktik anzuwenden. Das Team soll bestrebt sein, seinen Vorsprung auf Ferrari und Red Bull gering zu halten, damit diese Teams offiziell nicht den Rückstand von zwei bis vier Prozent aufweisen. So würden sie nicht für die zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten infrage kommen. Ein Team, um das sich Mercedes vorerst keine Sorgen machen muss, ist Aston Martin. Das Team kämpft mit massiven Problemen am Honda-Motor. Die Power Unit verursacht starke Vibrationen, welche die Zuverlässigkeit des Autos beeinträchtigen. Ein weiterer Faktor, der möglicherweise zum Vorsprung von Mercedes beiträgt, ist der verwendete Kraftstoff. Seit dieser Saison fahren alle Formel-1-Teams mit nachhaltigen Kraftstoffen. Mercedes arbeitet mit Petronas zusammen und nutzt einen synthetischen Kraftstoff, während Ferrari mit Shell kooperiert, die einen Kraftstoff auf Basis von Biomasse liefern. Analysen zufolge scheint Mercedes die Kraftstoffzufuhr besser kontrollieren zu können als andere Teams. Besonders im Qualifying könnte dies einen entscheidenden Vorteil bringen. Auch die langen Stints von Russell und Antonelli auf den harten Reifen in Australien deuten auf ein effizientes Motorenkonzept hin. Der Mercedes-Motor verbraucht weniger Kraftstoff, wodurch das Auto leichter bleibt und die Reifen weniger stark beansprucht werden. Ferrari hingegen hat einen anderen Vorteil. Die Kraft ihrer Power Unit sorgt für starke Starts, was in Melbourne deutlich zu sehen war. Über die volle Renndistanz scheint Mercedes derzeit jedoch ein Stück stärker zu sein. Lies auch: Fast 20 Jahre später: Das Urteil gegen Michael Schumacher Lies auch: F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Damon Hill kehrt ins F1-Paddock zurück Formel 1 Fast 20 Jahre später: Das Urteil gegen Michael Schumacher Formel 1 F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ Formel 1 Ex-Pilot fordert Rauswurf von Verstappen: „Das kann man nicht akzeptieren“ Formel 1 Mika Häkkinens Tochter feiert erste Siege im Youngster-Alter Formel 1 Kimi Antonelli schreibt Geschichte mit 200.000-Dollar-Wahnsinnskauf