Formel 1

Lewis Hamilton und Ferrari enttäuscht nach Sprint-Qualifying in Miami

Lewis Hamilton und Ferrari enttäuscht nach Sprint-Qualifying in Miami
SAO PAULO, BRAZIL - NOVEMBER 6: Lewis Hamilton of Great Britain and Ferrari looks on in the media pen during previews ahead of the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on November 6, 2025 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Hamilton mit enttäuschten Erwartungen: Auch Leclerc ist weit von Zufriedenheit entfernt

Der erste echte Härtetest des Miami-Wochenendes verlief für Ferrari enttäuschend. Lewis Hamilton qualifizierte sich lediglich als Siebter für den Sprint, während Lando Norris im McLaren mühelos auf die Pole Position fuhr. Der Rückstand zwischen den beiden betrug rund sieben Zehntelsekunden.

Dabei hatte das Wochenende für die Scuderia vielversprechend begonnen. Ferrari reiste mit sage und schreibe elf Updates für den SF-26 nach Florida, und Charles Leclerc setzte im einzigen Freien Training die Bestzeit.

Im Sprint-Qualifying verflüchtigte sich dieses gute Gefühl jedoch. Leclerc beendete das SQ3 als Vierter, Hamilton als Siebter. Auf der soften Reifenmischung verlor der rote Renner im Vergleich zu den vorherigen Sessions sichtlich an Grip.

Hamilton erklärte im Anschluss gegenüber F1 TV, dass das Auto ihm schlichtweg nicht das nötige Feedback gab. „Wir wussten eigentlich nicht, was wir erwarten konnten. Ich hatte gehofft, dass es besser laufen würde. Aber ja, das Auto fühlte sich nicht besonders toll an“, so der Rekordweltmeister.

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Hamilton hatte höhere Erwartungen

Der Brite machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Im Vorfeld von Miami war Hamilton nach der Saisonpause noch voller Zuversicht bezüglich der Chancen des Teams gewesen. Dieser Optimismus erwies sich am Freitagabend als unbegründet.

„Ich dachte, wir wären heute stärker. Wir müssen über Nacht arbeiten, um zu verstehen, warum wir nicht so schnell sind. Ich war hoffnungsvoll und positiv gestimmt, dass wir viel weiter vorne stehen würden, aber es sollte nicht sein“, gab sich Hamilton zerknirscht.

Auch Leclerc war mit seinem Auftritt alles andere als zufrieden. Der Monegast bezeichnete seine letzte Runde über den Funk sogar als schrecklich. Ferrari erkennt dabei ein wiederkehrendes Muster: Im Qualifying fehlt dem SF-26 die Pace, während die Rennspeed deutlich konkurrenzfähiger wirkt.

Leclerc präzisierte, wo der Schuh drückt: „Die Upgrades sind gut, aber jeder hat Upgrades gebracht. Die Mediums funktionierten sehr gut, aber auf den Softs hatte ich kein gutes Gefühl. In Sachen Qualifying-Performance gibt es noch Arbeit zu tun.“

Ein Blick auf die Weltmeisterschaft verdeutlicht den aktuellen Rückstand von Ferrari. Leclerc steht bei 49 Punkten und rangiert damit 23 Zähler hinter dem Führenden Kimi Antonelli im Mercedes.

In der Konstrukteurswertung belegt Ferrari den zweiten Rang mit 45 Punkten Rückstand auf Mercedes.

Text wird unter dem Bild fortgesetzt.

Norris zufrieden mit McLaren-Ergebnis

Am anderen Ende der Startaufstellung herrschte bei McLaren hingegen Partystimmung. Norris sicherte sich die Pole Position und lobte im Anschluss das Auto sowie die Arbeit seines Teams.

„Ein perfektes Ergebnis für uns. Eine schöne Art, das Team zu belohnen. Wir haben viele neue Upgrades am Auto. Es ist toll, wieder Grip zu spüren und die Männer und Frauen zu belohnen, die so viel Arbeit hier hineingesteckt haben. Ich habe Miami schon immer geliebt, sowohl auf als auch neben der Strecke. Es ist erst der Anfang des Wochenendes, der Weg ist also noch weit, aber es ist schön, das hier schon mal abgehakt zu haben“, bilanzierte Norris.

Der Brite fügte hinzu, dass er auf die Upgrades vertraut habe und ihm der Kurs traditionell liege. „Wir wussten, dass die neuen Teile ein guter Schritt sein würden, und das hat sich bestätigt. Es ist schön, dass sich unsere Simulationen als richtig erwiesen haben, das hat sich das Team verdient“, so Norris. „Vom ersten Umlauf an habe ich mich wohlgefühlt und merkte sofort: Ich habe Grip an der Hinterachse.“

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