Formel 1 Lewis Hamilton fristlos entlassen: „Was glaubst du, wer du bist?“ AUTODROMO NAZIONALE, MONZA, ITALY - 2025/09/04: Lewis Hamilton of Scuderia Ferrari during press conference ahead previews ahead of the F1 Grand Prix of Italy. (Photo by Marco Canoniero/LightRocket via Getty Images) Von A. Schenk 13. April 2026 F1-News Formel 1 Lewis Hamilton Mercedes Nico Rosberg Toto Wolff Sie hatten genug von der teaminternen Rivalität. Toto Wolff hat die beiden teuersten Fahrer im Grid einst wortwörtlich gefeuert, inklusive einer E-Mail als Beweis. Die Geschichte hinter dieser drastischen Maßnahme erzählte der Mercedes-Teamchef nun in einem Interview mit The Athletic. Es trug sich im Jahr 2016 zu, dem Jahr, in dem das Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg völlig eskalierte. Die beiden waren bereits zuvor mehrfach aneinandergeraten, doch beim Großen Preis von Spanien in Barcelona lief das Fass so gründlich über, dass Wolff sofort handelte. In der Eröffnungsrunde beförderte sich das Duo gegenseitig ins Aus. Rosberg hatte den besseren Start und passierte Hamilton vor Kurve 1. Hamilton versuchte in Kurve 3 den Konter. Rosberg verteidigte seine Position, Hamilton geriet auf den Rasen, drehte sich weg und beide kollidierten bei Kurve 4. Es war zugleich der Tag des ersten Formel-1-Sieges von Max Verstappen. Wolff war in diesem Moment außer sich vor Wut. So sehr, dass er beschloss, beide Piloten zu entlassen. Er rief den damaligen Mercedes-CEO Dieter Zetsche an mit der Bitte, eine Entlassungsurkunde zu unterzeichnen. Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Wolff rief den CEO an, um Lewis Hamilton und Nico Rosberg entlassen zu können „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht. 2016 krachten Rosberg und Hamilton zusammen, und danach krachten sie noch einmal zusammen. Also habe ich sie gefeuert”, so Wolff. „Ich rief meinen CEO Dieter Zetsche an und sagte: Hör zu, du musst etwas unterschreiben. Er rief mich zurück und fragte: Stellst du wirklich beide Fahrer frei? Und ich sagte: Ja, denn sonst verstehen sie nicht, wie wichtig die Interessen der Marke und des Teams im Vergleich zu ihren eigenen Interessen sind.” Die E-Mail wurde versendet und beiden Fahrern wurde mitgeteilt, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Teil des Teams seien. „Es war ihre persönliche Rivalität, die überhandnahm. Aus einem gesunden Wettbewerb wurde eine Fehde und schließlich Animosität. Das ist etwas, das ich in der Organisation nicht zulasse”, erklärte Wolff. „Auf dieser Basis schickten wir ihnen eine E-Mail mit der Mitteilung: Ihr seid aktuell kein Teil des Teams.” Am Mittwoch wurden beide Piloten zurückgerufen und zu einem Gespräch in der Fabrik eingeladen. „Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wessen Schuld es war. Alles im Leben ist Nuance. Es kann 50-50 sein. Es kann 51-49 sein. Oder 70-30. Ich kann das nicht beurteilen. Und so sagte ich zu ihnen: Wenn es noch einmal passiert, muss einer gehen. Und dann mache ich vielleicht einen Fehler. Vielleicht schicke ich den Falschen weg.” Er wies die beiden Fahrer zudem auf die Folgen ihres Verhaltens hin. „Die Menschen, die ihre Hypotheken bezahlen müssen und in den Fabriken arbeiten, was denken die wohl? Dass ihr gegenseitig ineinander fahrt, weil ihr euch nicht mögt? Das betrifft direkt das Leben von zweieinhalbtausend Menschen. Wer glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?” Ebenfalls bemerkenswert: Wolff hatte bereits zuvor eine Klausel in die Verträge beider Fahrer aufnehmen lassen. Wenn sie als Teamkollegen kollidierten, mussten sie den Schaden zu 50-50 aus eigener Tasche bezahlen. Rosberg bestätigte dies später gegenüber Sky Sports F1. Der finanzielle Anreiz allein reichte jedoch offenbar nicht aus. Letztlich musste Wolff seine Drohung nicht wahrmachen. Rosberg wurde 2016 Weltmeister und verkündete fünf Tage nach dem Saisonfinale im Alter von 31 Jahren seinen Rücktritt. In diesem Jahr steht Wolff erneut vor einem Teamduell mit George Russell und dem jungen Kimi Antonelli, die sich bereits nach drei Rennen zu Beginn der neuen Saison einen harten Schlagabtausch liefern. Ob es jemals so weit kommt wie 2016, bleibt abzuwarten, aber Wolff hat deutlich gemacht, dass er weiß, wie er im Ernstfall durchgreifen muss. Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Lies auch: Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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