Formel 1

Lewis Hamilton enthüllt: Das steckt hinter seinem plötzlichen Rückzug

Lewis Hamilton enthüllt: Das steckt hinter seinem plötzlichen Rückzug

Hamilton verliert acht bis neun Zehntel durch gleichzeitigen Ausfall mehrerer Systeme.

Lewis Hamilton erlebte in Japan sein schwierigstes Rennwochenende der Saison 2026. Der Rekordweltmeister startete und finishte auf dem Suzuka International Racing Course als Sechster und sah einen Podestplatz buchstäblich an sich vorbeiziehen. Ferrari mangelte es auf den Geraden schlichtweg an Motorleistung.

In der Anfangsphase des Grand Prix belegte Hamilton den sechsten Rang, unmittelbar hinter der Gruppe, die um das Podium kämpfte. Als nach einem schweren Crash von Oliver Bearman das Safety-Car auf die Strecke kam, konnte Hamilton einen „kostenlosen“ Boxenstopp einlegen. Das bescherte ihm einen freien Reifenwechsel, und beim Restart kletterte er durch ein Überholmanöver gegen George Russell auf die dritte Position.

Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Hamilton fiel zurück und musste zusehen, wie Teamkollege Charles Leclerc, Russell und schließlich auch Lando Norris an ihm vorbeizogen. Die Zielankunft auf P6 war eine bittere Pille.

Direkt nach dem Rennen gab Hamilton zu Protokoll, dass er die Welt nicht mehr verstand. „Ich hatte einen vollen Tank und habe alles so umgesetzt wie gefordert, aber heute fehlte mir aus irgendeinem Grund einfach die Leistung“, so Hamilton. „Ich war das ganze Rennen über nur am Verteidigen. Es fühlte sich an, als hätte heute jeder um mich herum mehr Power gehabt.“

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Ferrari nutzte die April-Pause zur Datenanalyse

Die fünf-wöchige Pause nach Japan gab Ferrari die Zeit, die Ursache gründlich zu untersuchen. Hamilton verbrachte diese Wochen alles andere als entspannt. Nahezu jede Woche saß er im Simulator und besuchte das Werk in Maranello, um die Probleme zu analysieren. Diese Anstrengungen brachten letztlich Klarheit.

„Ich verließ die Strecke mit dem Gefühl, dass uns Leistung fehlte. Es lag nicht am Motor selbst, aber es gab bestimmte Dinge. Eine Kombination von Faktoren, die mich acht bis neun Zehntelsekunden pro Runde gekostet haben. Wir haben diese Punkte gelöst und das Thema abgehakt“, erklärte Hamilton.

Schuld war offenbar kein einzelnes Bauteil, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Systeme, die nicht optimal harmonierten. Ein Präzisionsproblem, das in den Live-Daten während des Rennens kaum auszumachen war.

Teamkollege Leclerc fuhr das identische Auto, schaffte es aber auf das Podium. Dieses Detail macht die Angelegenheit besonders auffällig. Leclerc agierte taktisch clever, indem er seine Position gegenüber den Gegnern sorgfältig absicherte und so das elektrische Overlake-System optimal ausnutzte. Hamilton hingegen geriet in eine Negativspirale: Weniger Speed auf den Geraden bedeutete weniger Möglichkeiten zum Verteidigen oder Angreifen.

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Ferrari blickt mit Updates auf Miami

Vor dem Miami Grand Prix reist Ferrari mit deutlich mehr Zuversicht nach Florida. Das Team bringt mehrere Updates für den SF-26 mit, darunter den mit Spannung erwarteten „Macarena“ Heckflügel. Hamilton zeigt sich über die Fortschritte begeistert.

„Ich bin wirklich dankbar für die ganze harte Arbeit, die investiert wurde“, sagte Hamilton. Der Champion betonte zudem, dass die Arbeitsweise innerhalb des Teams derzeit die beste sei, die er je erlebt habe.

„Man muss davon ausgehen, dass sich alle in einem ähnlichen Tempo weiterentwickeln. Wenn ein anderes Team ein Zehntel findet, müssen wir zwei finden. Wenn sie zwei finden, müssen wir drei oder vier finden“, so Hamilton. „Das ist eine gewaltige Aufgabe.“

Hamilton belegt aktuell den vierten Platz in der Fahrerwertung. Er hat 31 Punkte Rückstand auf den jüngsten WM-Spitzenreiter der Formel-1-Geschichte, Kimi Antonelli im Mercedes.

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