Formel 1

Lewis Hamilton bestätigt einschneidende Veränderung bei Ferrari

Lewis Hamilton bestätigt einschneidende Veränderung bei Ferrari
MIAMI, FLORIDA - MAY 02: Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari arrives in the Paddock prior to the Sprint ahead of the F1 Grand Prix of Miami at Miami International Autodrome on May 02, 2026 in Miami, Florida. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images)

Nach Enttäuschung in Miami: Lewis Hamilton schlägt neue Wege ein

Lewis Hamilton blickt mit einem bitteren Gefühl auf den Großen Preis von Miami zurück. Der siebenfache Weltmeister fuhr auf einen enttäuschenden sechsten Platz und kämpfte das gesamte Rennen über mit Untersteuern in den Kurven sowie einem Geschwindigkeitsdefizit auf den Geraden von drei bis vier Zehntelsekunden pro Runde.

Im Anschluss zog er ein bemerkenswertes Fazit: Die Art und Weise, wie er sich auf ein Rennwochenende vorbereitet, funktioniert schlichtweg nicht.

Ferrari hatte für Miami elf Upgrades an die Strecke in Miami Gardens mitgebracht und rechnete mit einem großen Schritt nach vorn durch ein im Grunde komplett runderneuertes Auto.

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Simulator entsprach nicht der Realität

Doch anstatt Mercedes näherzukommen, fiel das Team hinter McLaren zurück, die sich als zweite Kraft hinter den Silver Arrows etablierten. Für Hamilton persönlich war es noch frustrierender: Er war über das gesamte Rennen langsamer als sein Teamkollege Charles Leclerc.

Der Brite hat die Ursache klar ausgemacht. Wochenlang saß er im Simulator in Maranello, um das Auto vorzubereiten, doch was sich dort gut anfühlte, erwies sich auf dem echten Asphalt als völlig falsch.

„Letztendlich ist es immer eine Frage der Korrelation. Wir arbeiten daran und kommen dann an die Strecke, und das Auto fühlt sich ganz anders an“, so Hamilton.

Hamilton saß in den letzten Wochen täglich im Simulator

Diese Erfahrung hat ihn zu einem Entschluss geführt. Im Vorfeld des Großen Preises von Kanada wird Hamilton nicht mehr in den Simulator steigen.

„Ich werde mich zwischen jetzt und dem nächsten Rennen nicht in den Simulator setzen. Ich fahre zwar für Besprechungen und Ähnliches ins Werk, aber ich nehme mir erst mal eine Auszeit davon und schaue, wie es läuft“, sagte der 41-jährige Pilot.

Dies ist ein durchaus ungewöhnlicher Schritt. Hamilton gab zu, dass er Simulatoren eigentlich noch nie mochte, dennoch saß er in den vergangenen Wochen fast täglich darin.

„Ich mag Simulatoren im Allgemeinen nicht, aber ich saß im Vorfeld dieses Rennens jede Woche drin und habe ständig an Korrelationsanalysen gearbeitet.“

„Man stimmt das Auto auf eine bestimmte Weise ab und kommt dann an die Strecke, und dieses Set-up funktioniert einfach nicht“, erklärte er.

Den Beweis für seine Entscheidung sieht Hamilton in seinen eigenen Leistungen. Sein bestes Wochenende des Jahres war nämlich in China, wo er den dritten Platz belegte. Das war auch das einzige Wochenende, an dem er den Simulator nicht genutzt hatte.

Hamilton in der eigenen Vorbereitung festgefahren

„Als wir nach China reisten, hatte ich ohne Simulator mein bestes Wochenende überhaupt“, sagte Hamilton.

Dieses Rennen wurde letztlich durch einen Schaden nach einer Kollision in der ersten Runde mit Franco Colapinto von Alpine ruiniert, aber sein Speed und das Gefühl im Auto waren unbestritten die stärksten der bisherigen Saison.

An einem Sprint-Wochenende wie in Miami hat man zudem nur ein freies Training, um alles zu sortieren. Hamilton räumte ein, dass er sich dadurch in seiner eigenen Vorbereitung festgefahren habe. Er konnte während des Wochenendes keine großen Änderungen am Set-up mehr vornehmen und blieb so bei einer Abstimmung hängen, die nicht funktionierte.

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„In einer idealen Welt hätte ich dort starten müssen, wo Charles zu Beginn des Wochenendes stand, und ich denke, wir hätten von diesem Punkt an ein stärkeres Wochenende gehabt“, so der Brite.

In Miami verlor Hamilton im Klassement der Fahrerwertung weiter an Boden. Er belegt derzeit den fünften Rang mit 49 Punkten Rückstand auf den Führenden Kimi Antonelli, jenen Italiener, der seinen Platz bei Mercedes übernahm, als Hamilton zu Ferrari wechselte.

Rückstand in der Weltmeisterschaft

Sein Teamkollege Leclerc liegt acht Punkte vor ihm, und im Qualifying-Duell steht es in dieser Saison 3-1 zugunsten des Monegassen.

Kanada ist eine Strecke mit langen Geraden. Es ist daher ein entscheidendes Wochenende für den Briten, um seinen neuen Ansatz unter Beweis zu stellen. Sollte er in Montreal ohne Simulator-Vorbereitung gut abschneiden, würde das seine Entscheidung rechtfertigen.

Verläuft das Wochenende erneut enttäuschend, wird der Druck auf ihn selbst sowie auf die technische Abteilung von Ferrari deutlich zunehmen.

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