Formel 1

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“

Hamilton ist zurück: Rückkehr auf WM-Rang zwei hinter Dominator Antonelli – und deutliche Kritik abseits der Strecke

Lewis Hamilton hat in einem bereits früher aufgezeichneten Interview mit dem Jay Shetty Podcast eine bemerkenswerte Aussage über Reichtum und Ungleichheit getätigt. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister vertrat die Ansicht, dass niemand Milliardär sein sollte, und plädierte für eine Obergrenze beim Privatvermögen.

„Eines der Dinge, mit denen ich jeden Tag ringe, ist die enorme Kluft zwischen Arm und Reich“, sagte Hamilton in dem Interview.

„Wenn man durch Los Angeles fährt, sieht man immer noch so viele Menschen, die auf der Straße leben.“

„Es sollte nicht erlaubt sein, dass jemand Milliarden besitzt. Ich finde, es sollte ein Limit geben, wie viel man besitzen darf, denn es ist genug für alle da.“

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Hamilton ringt mit der Kluft zwischen Arm und Reich

Die Aussagen sind kürzlich in den sozialen Medien aufgetaucht und ziehen aufgrund des Kontexts erhebliche Aufmerksamkeit auf sich. Hamilton ist selbst steinreich und hat nach zwanzig Jahren in der Königsklasse mit großem Erfolg ein Vermögen angehäuft, das auf rund 500 Millionen Dollar geschätzt wird.

Zudem lebt der Brite seit geraumer Zeit in Monaco, wo der siebenmalige Weltmeister keine Einkommensteuer auf sein Ferrari-Gehalt von rund 70 Millionen Dollar pro Jahr zahlen muss, wobei Sponsorendeals hier noch nicht einmal eingerechnet sind.

Die Ironie, dass ein Fahrer, der selbst so wohlhabend ist, dass er einem Multimilliardär am nächsten kommt, nun ein Vermögenslimit fordert, entgeht auch seinen Followern nicht.

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Dass Hamilton in Monaco lebt, gezielt um Steuern zu vermeiden, während er zu einer faireren Vermögensverteilung aufruft, heizt die Diskussion weiter an.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielten die Aussagen durch die Anwesenheit seiner neuen Partnerin Kim Kardashian im Fahrerlager von Monaco. Die US-amerikanische Geschäftsfrau und Medienpersönlichkeit war im Fürstentum zum ersten Mal als Zuschauerin vor Ort.

Kardashian verfügt über ein geschätztes Vermögen von zwei Milliarden Dollar. Zusammen bringen es Hamilton und Kardashian auf mehr als 2,5 Milliarden Dollar. Ein Umstand, der Hamiltons Aussagen in ein besonderes Licht rückt.

Sind die Aussagen wirklich so heuchlerisch?

Ob Hamiltons Standpunkt so heuchlerisch ist, wie es auf den ersten Blick scheint, hängt von der Perspektive ab. Kritiker verweisen auf ein potenzielles Paradoxon zwischen den Worten des siebenmaligen Weltmeisters und den finanziellen Entscheidungen, die er trifft.

Verteidiger des Briten argumentieren, dass man durchaus erkennen kann, dass ein System nicht unbedingt gerecht ist, während man selbst am meisten davon profitiert. Persönlicher Wohlstand müsse die Glaubwürdigkeit sozialer Kritik nicht zwangsläufig untergraben.

Hamilton ist nicht der erste Spitzensportler oder Celebrity, der eine Umverteilung von Vermögen fordert, während er selbst in die höchste Einkommensklasse fällt – und der Brite wird zweifellos nicht der Letzte sein. Die Debatte über solche Aussagen von Personen in dieser Position ist so alt wie die Diskussion über Ungleichheit selbst.

Auf der Rennstrecke lief das Wochenende in Monaco unterdessen gut für Hamilton. Der Ferrari-Pilot ist der einzige Fahrer, der Andrea Kimi Antonelli noch halbwegs nahekommt, und sicherte sich am Sonntag bereits sein drittes Podium der Saison 2026, was seine Position in der Meisterschaft weiter festigt.

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