Formel 1

Lando Norris deckt massiven Nachteil auf: „Muss vom Gas gehen“

Lando Norris deckt massiven Nachteil auf: „Muss vom Gas gehen“
Lando Norris of the McLaren Formula 1 Team participates in Formula 1 Pre-Season Testing 1 in Sakhir, Bahrain, on February 12, 2026, during Testing Day 2. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images)

Lando Norris startet erstmals als Weltmeister in die Formel 1 – bisher ohne echte Chance zur Titelverteidigung

Die Saison von Titelverteidiger Lando Norris verläuft bislang alles andere als reibungslos. Der amtierende Weltmeister hat in den ersten drei Rennen des Jahres 2026 kaum ein Wochenende ohne technische Rückschläge überstanden, und die Auswirkungen auf seine Performance sind unübersehbar.

In Melbourne endete sein erstes Freies Training vorzeitig aufgrund eines Getriebeproblems. Dadurch verlor der Brite wertvolle Streckenzeit zu einem Zeitpunkt, an dem das Verständnis für das neue Auto von entscheidender Bedeutung ist.

„Es kostet jetzt mehr als früher. Nicht nur für den Fahrer, sondern auch um zu verstehen, wie die Power Unit arbeitet und wie man die Batterie richtig lädt.“

„Und dann muss man an mehr Stellen lupfen, was man wiederum beim Set-up berücksichtigen muss, weil man eben mehr Lift-and-Coast betreiben muss. Es sind viele Kleinigkeiten“, so Norris.

Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein

Lies auch: Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein

Norris überholte Hamilton unbewusst

Seine Qualifikation in Melbourne war kaum besser als das, was er in den Trainingssitzungen gezeigt hatte. Der Weltmeister startete als Sechster, fast eine Sekunde hinter Polesetter George Russell. Norris ging mit der Ursache offen um.

„Das Verständnis der Power Unit ist noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir es haben wollen. Wir haben keinen so guten Job gemacht, wie wir es hätten tun sollen.“

In China war die Situation noch dramatischer als im Albert Park. Norris konnte auf dem Circuit van Shanghai aufgrund eines elektrischen Defekts nicht einmal zum Grand Prix anreten.

Auch Teamkollege Oscar Piastri schaffte es wegen technischer Probleme auf seiner Seite der Garage nicht an den Start. Dies bescherte McLaren ein doppeltes DNS zu Beginn der Saison. Für Piastri war es bereits der zweite Grand Prix in Folge, den er nicht bestreiten konnte, nachdem er schon in Australien zuschauen musste.

Artikel geht weiter unter dem Bild.

Doch der Kelch war noch nicht geleert. Japan brachte den nächsten Dämpfer. Im letzten Freien Training verpasste Norris die ersten vierzig Minuten aufgrund eines Problems mit dem Energiespeichersystem, woraufhin ein neues Bauteil montiert werden musste. Dennoch gelang es ihm, im Rennen schließlich den fünften Platz zu ergattern.

In diesem Rennen ereignete sich auch ein Vorfall, der die allgemeine Problematik des neuen Reglements verdeutlichte. Norris überholte Lewis Hamilton, tat dies jedoch nicht bewusst. Die Batteriesoftware entschied eigenständig, Energie genau in einem Moment freizugeben, in dem der Fahrer es selbst gar nicht geplant hatte.

„Ich wollte Lewis überhaupt nicht überholen, aber die Batterie hat entladen und ich konnte es nicht kontrollieren“, erklärte Norris im Nachhinein.

Seine Frustration über die neuen Regeln beschränkt sich nicht nur auf die technischen Probleme. Bereits in Melbourne nahm der Weltmeister kein Blatt vor den Mund.

„Wir sind von den besten Autos, die je in der Formel 1 gebaut wurden, zu den wahrscheinlich schlechtesten gewechselt“, so Norris.

Diese Aussage war bemerkenswert, da er sich bis dahin eher zurückhaltend über das Reglement geäußert hatte. In Suzuka fügte er eine zynische Bemerkung über die Wahrscheinlichkeit hinzu, dass die FIA tatsächlich auf die Fahrer hört.

„Es spielt keine Rolle, was wir sagen, es hört sowieso niemand zu.“

McLaren-Teamchef Andrea Stella räumte bereits in der Saisonvorbereitung ein, dass das Team beim Verständnis der Power Unit im Rückstand sei – trotz der Verwendung derselben Mercedes-Motoreneinheiten wie das Werksteam Mercedes selbst.

„Wir verstehen die Power Unit noch nicht so gut, wie wir es sollten.“

„Unsere Fahrer werden mehr damit beschäftigt sein, die Power Unit zu managen, ohne dabei die Race-Pace oder die fahrerische Qualität zu beeinträchtigen“, sagte Stella vor der Saison.

Japan gab Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. McLaren machte einen deutlichen Schritt in Richtung Mercedes, was das Renntempo betrifft, und Piastri beendete das Rennen als Zweiter. Mit der langen Pause vor der Brust, die durch den Ausfall der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien entstanden ist, hat McLaren nun Zeit, die Lernkurve zu beschleunigen.

Ob Norris seinen Titel verteidigen kann, hängt nämlich nicht nur vom puren Speed ab, sondern auch davon, wie viel Zeit er damit verliert, das Wissen aufzuholen, das ihm durch die verpassten Freien Trainings fehlt.

Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans

Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen