Formel 1 Keine Strafe für Lewis Hamilton in Kanada: FIA-Entscheidung mit Seltenheitswert MONTREAL, QUEBEC - MAY 24: Second placed Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari in the Drivers Press Conference during the F1 Grand Prix of Canada at Circuit Gilles-Villeneuve on May 24, 2026 in Montreal, Quebec. (Photo by Minas Panagiotakis/Getty Images) Von A. Schenk 26. Mai 2026 F1-News Formel 1 Lewis Hamilton Pierre Gasly In Kanada lief alles für Lewis Hamilton nach Plan. Lewis Hamilton ist nach dem Qualifying zum Großen Preis von Kanada einer möglichen Strafe entgangen, was er vor allem einer bemerkenswerten Intervention von Pierre Gasly zu verdanken hat. Der Ferrari-Pilot musste am Samstagabend bei den Rennkommissaren vorsprechen, nachdem ihm vorgeworfen wurde, den Alpine von Gasly im ersten Qualifying-Abschnitt in Montreal behindert zu haben. Der Vorfall ereignete sich in Q1, als Gasly auf dem Circuit Gilles Villeneuve gerade auf einer schnellen Runde unterwegs war. Hamilton befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Ideallinie und schien dem Franzosen im Weg zu stehen. In der Formel 1 führen solche Situationen regelmäßig zu Startplatzstrafen, insbesondere wenn ein Fahrer während einer Qualifying-Runde durch Verkehr Zeit verliert. Lies auch: FIA verhängt kuriose Geldstrafen gegen zwei F1-Fahrer noch vor dem Rennstart Hamilton wurde direkt nach Q1 zum Rapport bestellt Die Stewards, bestehend aus Garry Connelly, Pedro Lamy, Tanja Geilhausen und Marcel Demers, zitierten Hamilton daher unmittelbar nach der Session zur Anhörung. Ferrari musste erklären, warum der Brite dem herannahenden Alpine keinen Platz gemacht hatte. Hamilton verteidigte sich mit der Aussage, er habe nicht gewusst, dass Gasly auf einer schnellen Runde war. Seiner Darstellung nach wurde er von Ferrari über den Boxenfunk nicht darüber informiert. Normalerweise erhalten die Fahrer ständig Updates über den Verkehr um sie herum, um gefährliche Situationen oder Behinderungen zu vermeiden. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass er am Limit war“, soll Hamilton laut internationalen Medienberichten während der Anhörung erklärt haben. Ferrari bestätigte dabei, dass die Kommunikation vom Kommandostand in diesem Fall nicht optimal verlief. Artikel geht weiter unter dem Bild. Den Ausschlag gab am Ende jedoch nicht Hamiltons Erklärung, sondern die Haltung von Gasly selbst. Der Alpine-Pilot gab gegenüber den Stewards an, dass er sich durch den Ferrari nicht nennenswert behindert fühlte. Damit fehlte die Grundlage für eine Bestrafung weitestgehend. In der Formel 1 spielt die Einschätzung der beteiligten Fahrer häufig eine wichtige Rolle bei den Entscheidungen der Stewards. Wenn der vermeintlich benachteiligte Pilot selbst angibt, keinen echten Nachteil erlitten zu haben, fließt dies schwerwiegend in das Urteil ein. Das war hier erneut der Fall. Dank der Aussage von Gasly durfte Hamilton seinen fünften Startplatz behalten. Für Ferrari war dies entscheidend, da eine Grid-Strafe seine Chancen auf ein starkes Ergebnis in Kanada deutlich geschmälert hätte. Der Vorfall verlieh dem Qualifying in Montreal eine zusätzliche Note Brisanz auf einer Strecke, die historisch eng mit Hamiltons Karriere verknüpft ist. Der Brite konnte in Kanada bereits sieben Siege feiern und teilt sich damit den Rekord für die meisten Erfolge auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Hamilton war siebenmal der Schnellste in Kanada Zudem sicherte er sich hier im Jahr 2007 seine erste Pole-Position in der Formel 1, woraufhin er ein Jahr später auch seinen ersten Grand-Prix-Sieg einfuhr. Fast zwanzig Jahre später stand Hamilton in Montreal erneut im Rampenlicht, diesmal jedoch auch abseits der Strecke. Dieses Mal ging es für den siebenmaligen Weltmeister jedoch gut aus. Die Entscheidung der Stewards erwies sich letztlich als wichtig für den weiteren Rennverlauf. Hamilton fuhr am Sonntag ein starkes Rennen und kam als Zweiter hinter Mercedes-Pilot Kimi Antonelli ins Ziel. Es war sein bestes Ergebnis seit seinem Wechsel zu Ferrari und ein wichtiger Befreiungsschlag nach einem schwierigen Saisonstart. Für Gasly brachte die sportliche Geste zwar keinen direkten Vorteil in Form von Punkten, dafür aber Respekt im Fahrerlager. Seine Aussage verhinderte eine Strafe gegen einen Konkurrenten aufgrund eines Vorfalls, den er selbst als nicht gravierend genug ansah. Lies auch: George Russell zeigt nach dramatischem Ausfall in Kanada sein wahres Gesicht Lies auch: Valtteri Bottas reagiert auf Gerüchte um Aus bei Sauber Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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