Formel 1

Juan Pablo Montoya schießt erneut gegen Max Verstappen

Juan Pablo Montoya schießt erneut gegen Max Verstappen
ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 5: Juan Pablo Montoya during previews ahead of the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on December 5, 2024 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Vince Mignott/MB Media/Getty Images)

Alle Welt rechnet mit einem Mercedes-Wechsel von Max Verstappen – nur Juan Pablo Montoya glaubt nicht an den Toto-Wolff-Deal.

Juan Pablo Montoya erwartet nicht, dass Max Verstappen in Zukunft für Mercedes fahren wird. Der ehemalige Formel-1-Pilot sieht mehrere Gründe, warum ein Wechsel zum deutschen Werksteam eher unwahrscheinlich ist.

Nach Ansicht des Kolumbianers läge das neue Ziel bei einem eventuellen Abschied von Verstappen bei Red Bull eher in Richtung McLaren als bei Mercedes.

Montoya verwies im Gespräch mit talkSPORT BET unter anderem auf die enge Zusammenarbeit, die Verstappen jahrelang mit seinem Renningenieur Gianpiero Lambiase verband. Dieser wird nach aktuellen Plänen im Jahr 2028 zu McLaren wechseln.

„Es sind zwei Dinge im Spiel. Erstens geht Gianpiero Lambiase zu McLaren.“

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Mercedes hat Verstappen nicht nötig

„Wenn Max also irgendwohin gehen sollte, denke ich, dass er bei McLaren landen wird“, so Montoya.

Dennoch liegt laut dem Kolumbianer, der selbst für McLaren und Williams fuhr, der Hauptgrund für seine Skepsis bezüglich eines Wechsels des Niederländers zu Mercedes woanders. Mercedes hat laut Montoya derzeit wenig Anlass, seine erfolgreiche Fahrerpaarung zu verändern.

Andrea Kimi Antonelli erlebt eine außergewöhnlich starke Saison und hat sich zum neuen Star des Teams entwickelt. Der junge Italiener sammelt Siege und führt die Meisterschaft an. Daher sieht Montoya wenig Logik in einer Verpflichtung von Verstappen.

„Wenn man sich ansieht, wie es derzeit bei Kimi läuft, macht es für Toto keinen Sinn, Max unter Vertrag zu nehmen.“

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„Es ist auch nicht logisch, einen Jungen zu ersetzen, der jede Woche gewinnt und ausstrahlt, dass er jeden Rekord brechen könnte.“

Zudem verwies Montoya auf die Rolle von George Russell innerhalb des Teams. Der Brite gilt als stabiler Faktor, der innerhalb der Mercedes-Struktur gut funktioniert. Laut Montoya ist dies für Teamchef Toto Wolff eine wichtige Eigenschaft.

„Darüber hinaus herrscht bei Mercedes ein gutes Arbeitsumfeld mit George, der ein sehr guter Teamplayer ist, sich gut verhält und Teamorder respektiert. Warum sollte man dann jemanden dazuholen, der für Unruhe sorgt?“

Montoya gab anschließend eine bemerkenswerte Anekdote aus dem Rennwochenende in Kanada zum Besten. Seiner Aussage nach erzählte Wolff dort seiner Frau, dass er die Dynamik zwischen Russell und Antonelli zwar als herausfordernd, aber kontrollierbar empfinde. Dabei soll der Österreicher auf Montoya selbst verwiesen haben.

„Er sagte daraufhin zu ihr: Wenn es dein Mann gewesen wäre, wäre es sehr, sehr schwierig gewesen.“

Der Kolumbianer musste darüber nach eigener Aussage lachen und zog direkt einen Vergleich zu Verstappen.

„Max hat diesen Latino-Vibe. Er setzt alles auf eine Karte.“

Damit spielt Montoya auf den kompromisslosen Charakter an, der sowohl ihn selbst als auch Verstappen auszeichnet. Obwohl dies oft zu spektakulären Leistungen führt, kann es laut ihm auch für Spannungen innerhalb eines Teams sorgen. Gerade weil Mercedes bereits über ein Talent wie Antonelli und einen erfahrenen Piloten wie Russell verfügt, sieht er wenig Vorteile in einer Verpflichtung von Verstappen.

Die Spekulationen rund um die Zukunft von Verstappen halten unterdessen an. Trotz eines Vertrages, der offiziell bis Ende 2028 läuft, wird der Niederländer regelmäßig mit Mercedes, Ferrari und McLaren in Verbindung gebracht.

Montoya glaubt jedoch, dass Mercedes derzeit kaum einen Grund hat, eine einschneidende Änderung vorzunehmen. Mit Antonelli als neuem Speerwerfer für die Zukunft und Russell als zuverlässiger zweiter Säule verfügt das Team seiner Meinung nach bereits über eine Kombination, die hervorragend funktioniert.

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