Formel 1

Jacques Villeneuve: Lewis Hamilton hat Ferraris Rennen ruiniert

Jacques Villeneuve: Lewis Hamilton hat Ferraris Rennen ruiniert
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Party in Maranello: Ferrari kehrt mit Lewis Hamilton zurück auf das Podest – doch es gibt Kritik an der Fahrweise des Briten.

Lewis Hamilton hat in Shanghai seinen ersten Podestplatz für Ferrari eingefahren. Gleichzeitig regt sich jedoch deutliche Kritik aus der Formel-1-Welt.

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve behauptet nämlich, dass der teaminterne Zweikampf zwischen Hamilton und Leclerc das Rennen von Ferrari massiv beeinträchtigt hat. Seiner Meinung nach verlor die Scuderia dadurch wertvolle Zeit im Duell gegen Mercedes.

Beim Grand Prix von China beendete Hamilton das Rennen auf dem dritten Platz. Dies markierte sein erstes Top-Drei-Ergebnis seit seinem Wechsel zu Ferrari.

Der Brite vollzog im vergangenen Jahr den vielbeachteten Wechsel nach Maranello. Die Erwartungen waren hoch gesteckt. Es dauerte jedoch länger als erwartet, bis Hamilton tatsächlich sein erstes Podium in Rot feiern konnte.

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Dominanz von Mercedes

Das Rennen selbst wurde derweil von Mercedes-Talent Kimi Antonelli dominiert. Der junge Italiener sicherte sich seinen ersten Sieg in der Formel 1.

Er baute schnell einen Vorsprung auf, nachdem Hamilton beim Start kurzzeitig die Führung übernommen hatte. Antonelli blieb in der Folge fehlerfrei und vergrößerte den Abstand zum restlichen Feld sukzessive.

Teamkollege George Russell belegte den zweiten Platz, womit Mercedes erneut einen Doppelsieg verbuchen konnte.

Laut Jacques Villeneuve hätte Ferrari möglicherweise zwischen den beiden Mercedes-Autos landen können. Dies scheiterte seiner Ansicht nach am harten Schlagabtausch zwischen den Ferrari-Piloten selbst.

„Nun, es war fair, weil er als Dritter ins Ziel kam und es ihm gelang, seinen Teamkollegen zu schlagen“, so Villeneuve im Anschluss.

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Der Kanadier fand jedoch, dass Hamilton in seiner Reaktion nach dem Rennen zu milde über das Duell mit Leclerc urteilte.

„Also ja, es ging gut aus, aber es war ein bisschen extrem und hat das Rennen von Ferrari zerstört. Sie lagen auf den Plätzen zwei und drei“, berichtete Jacques vor der Kamera von Sky Sports F1.

Villeneuve verwies zudem auf den Verlust kostbarer Zeit durch den Fight auf der Strecke.

„In dem Moment haben sie so hart gekämpft, dass sie ihre Reifen ruiniert haben. Und in diesen zwei Runden verloren sie fünf Sekunden auf Antonelli.“

Dennoch sieht der Weltmeister von 1997 in dieser Saison Potenzial bei Ferrari. Das Team liegt in der Meisterschaft nämlich nicht weit hinter Mercedes zurück.

Seiner Meinung nach muss Mercedes sogar aufpassen, dass Ferrari im weiteren Saisonverlauf nicht näher herankommt.

„Wenn sie sich weiterhin gegenseitig so viel Rundenzeit wegnehmen, kann Mercedes davonziehen. Dabei sind sie mit einem konkurrenzfähigen Auto gar nicht so weit von Mercedes weg.“

„Mercedes muss sich also ein wenig Sorgen machen, dass Ferrari zurückkommt, da sie bei den Punkten nicht so weit zurückliegen.“

Nicht jeder sah das Duell zwischen Hamilton und Leclerc kritisch. Sky-Sports-Analyst Anthony Davidson erkannte durchaus positive Aspekte.

Seiner Ansicht nach zeigt der Zweikampf gerade, dass das neue Formel-1-Reglement wie beabsichtigt funktioniert.

„Diese Regeln haben dafür gesorgt, dass der Fahrer das Heft selbst in die Hand nehmen kann. Er kann einen Boost-Button und die Batterie an verschiedenen Stellen der Runde nutzen, um das zu kreieren, was ich als schönes Racing und echte Überholchancen bezeichne“, hielt Anthony Davidson fest.

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