Formel 1

Hiobsbotschaft für Lewis Hamilton: Die FIA erwägt den Ausschluss

Hiobsbotschaft für Lewis Hamilton: Die FIA erwägt den Ausschluss
MIAMI, FLORIDA - MAY 02: Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari arrives in the Paddock prior to the Sprint ahead of the F1 Grand Prix of Miami at Miami International Autodrome on May 02, 2026 in Miami, Florida. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images)

FIA will markantes Ferrari-Innovationsteil für die kommende Saison verbieden

Es handelt sich um einen kleinen Flügel, den der italienische Rennstall am sogenannten Halo, dem Schutzbügel über dem Cockpit des Fahrers, angebracht hat. Obwohl das Design derzeit technisch legal ist, prüft der Automobil-Weltverband bereits, wie das Element aus dem Reglement verbannt werden kann.

Ferrari entdeckte eine Grauzone im neuen Regelwerk. Die FIA führte in dieser Saison ein überarbeitetes Halo-Design mit einer schmaleren Mittelsäule ein, deren Gewicht sechs Kilogramm nicht überschreiten darf.

Bei Ferrari erkannte man, dass die neuen Abmessungen dieser Halo-Strebe Raum boten, um an beiden Seiten der Säule kleine Flügelchen zu befestigen.

Diese Winglets sind darauf ausgelegt, den Luftstrom rund um das Cockpit zu beruhigen und gezielt zum Motoreinlass sowie zum Heck des Autos zu leiten. Bei hohen Geschwindigkeiten liefert dies einen bescheidenen, aber messbaren aerodynamischen Vorteil.

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FIA verbietet das Design aus Sicherheitsgründen

Das Ferrari-Element feierte sein Debüt im März beim Großen Preis von China in Shanghai. Nach Rücksprache mit der FIA passte Ferrari das Design bereits an, woraufhin es für den Rest der Saison zugelassen wurde.

In Miami entschied sich Lewis Hamilton als einziger Ferrari-Pilot dazu, das modifizierte Halo-Flügelchen zu montieren. Charles Leclerc fuhr ohne, testete das Bauteil jedoch bei einem privaten Test in Monza in den Wochen vor Miami. Der Monegasse könnte das Element also im späteren Saisonverlauf noch einsetzen.

Der Grund, warum die FIA das Ferrari-Design für das kommende Jahr verbieten will, hängt unmittelbar mit der Sicherheit zusammen. Der Verband will einem Szenario zuvorkommen, in dem die Teams eigenständig Karosserieteile im direkten Umfeld des Halo hinzufügen.

Dass die FIA ein solches Szenario im Keim ersticken will, liegt an der Befürchtung, dass die Halo-Flügel letztlich die Sicht des Fahrers einschränken könnten. Ein formelles Verbot wird voraussichtlich in das Reglement für 2027 aufgenommen.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Ferrari brachte nach Miami übrigens auch ein umfangreiches Update-Paket mit. Insgesamt handelte es sich um elf Modifikationen am SF-26. Es war das umfangreichste Update-Paket aller Teams an diesem Wochenende.

Zentraler Bestandteil der Upgrades war die Rückkehr des Macarena-Heckflügels – ein Konzept, bei dem sich der Flügel bei Aktivierung der aktiven Aerodynamik dreht und umklappt, um den Luftwiderstand zu verringern.

Teamchef Fred Vasseur hatte bereits nach China angedeutet, dass der Flügel mehr Testkilometer benötigte, bevor er permanent eingesetzt werden konnte, und dass diese Phase nun abgeschlossen sei.

Zudem führte Ferrari einen neuen Frontflügel, einen überarbeiteten Unterboden, einen modifizierten Diffusor sowie Anpassungen am Wastegate ein. Im Bereich der Power Unit wurden keine Änderungen vorgenommen.

Das weitreichende Update-Programm ist auch eine Folge der unerwartet langen Kalenderpause. Ursprünglich wollte Ferrari die Upgrades in den Wochen nach Japan gestaffelt einführen, doch durch den Wegfall zweier Rennen wurden alle Anpassungen für Miami gebündelt.

Für die Italiener war es dadurch eines der technisch interessantesten Wochenenden der bisherigen Saison. Ob sich der Umfang des Pakets auch in der Performance auf der Strecke widerspiegelt, muss der Rest des Wochenendes zeigen.

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