Formel 1

Hamiltons Reaktion nach erstem Ferrari-Sieg: Deutlicher Unterschied zu Michael Schumacher buchstäblich spürbar

Hamiltons Reaktion nach erstem Ferrari-Sieg: Deutlicher Unterschied zu Michael Schumacher buchstäblich spürbar

Dominanz in Barcelona: Lewis Hamilton feiert beeindruckenden Premieren-Sieg für Ferrari

Der siebenmalige Weltmeister überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von zwanzig Sekunden auf George Russell. Damit feierte Ferrari nicht nur seinen ersten Saisonsieg, sondern Hamilton verbuchte zudem den größten Vorsprung der Saison 2026 bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Der Sieg kam zu einem entscheidenden Moment im Titelkampf: Andrea Kimi Antonelli führt die WM-Wertung an, schied jedoch vier Runden vor Schluss aus. Lewis Hamilton profitierte davon maximal und konnte einen beträchtlichen Teil seines Rückstands in der Weltmeisterschaft wettmachen.

Ferrari scheint damit zum ersten Mal in dieser Saison ein ernsthafter Herausforderer von Mercedes zu werden. Dennoch gibt es einen auffälligen Unterschied zwischen Hamilton und dem erfolgreichsten Ferrari-Fahrer aller Zeiten, Michael Schumacher.

Während Schumacher während seiner Jahre bei Ferrari für seine fast schon obsessive Arbeitsmoral bekannt war und nahezu jeden verfügbaren Testtag nutzte, um zusätzliche Kilometer zu sammeln, wählt Hamilton einen anderen Ansatz.

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Hamilton nimmt nicht am Reifentest teil

Laut der italienischen Corriere della Sera wird Hamilton nach seinem Sieg nämlich nicht in Barcelona bleiben, um am Pirelli-Reifentest teilzunehmen, der unmittelbar nach dem Grand Prix stattfindet.

Diese Aufgabe wird von Charles Leclerc und dessen jüngerem Bruder, Ferrari-Testfahrer Arthur Leclerc, übernommen. Damit verzichtet Hamilton bewusst auf einen zusätzlichen Testtag im SF-26, ein markanter Unterschied zu jenem anderen siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher.

Der Deutsche war während seiner dominanten Ferrari-Jahre dafür bekannt, dass er so gut wie nie eine Gelegenheit zum Testen ausließ. Ob Privattests, Reifentests oder zusätzliche Entwicklungsarbeit – Schumacher saß immer am Steuer.

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Seine umfangreiche Testarbeit wurde oft als einer der Schlüssel zur Dominanz Ferraris zwischen 2000 und 2004 angesehen. Hamilton hat im Laufe seiner Karriere hingegen bewiesen, dass er auf eine andere Weise arbeitet.

Der Brite vertraut stark auf sein Gefühl im Auto und verbringt traditionell weniger Zeit mit Simulatorarbeit und zusätzlichen Testtagen als viele seiner Konkurrenten. Diese Arbeitsweise brachte ihm sieben Weltmeistertitel und mehr Grand-Prix-Siege ein als jedem anderen Fahrer zuvor.

Sein Ansatz wurde in der Vergangenheit regelmäßig kritisiert. Ehemalige Ferrari-Mitarbeiter und Analysten wiesen darauf hin, dass Hamilton nicht dieselbe „Workaholic“-Mentalität wie Schumacher besitzt.

Solange Hamilton liefert, zählen die Punkte

Auch der ehemalige F1-Fahrer Ralf Schumacher äußerte mehrfach Kritik an der relativ geringen Nutzung des Simulators durch Hamilton.

Dennoch scheinen die Ergebnisse dem Briten vorerst recht zu geben. Seit seinem zweiten Platz in Kanada befindet sich Hamilton in der besten Form seit seinem Wechsel zu Ferrari. Nach Podestplätzen in Montreal und Monaco folgte in Spanien endlich der lang ersehnte erste Sieg in Rot.

Innerhalb von Ferrari wird man sich daher kaum Sorgen über seine Abwesenheit bei einem Reifentest machen. Solange Hamilton weiterhin so performt wie in den letzten Wochen, werden Teamchef Frédéric Vasseur und sein technstab vor allem mit den Punkten zufrieden sein, die er einfährt.

Der Grand Prix von Österreich muss zeigen, ob Ferrari tatsächlich in der Lage ist, Mercedes in beiden Weltmeisterschaften herauszufordern. Selbst wenn es Hamilton gelingen sollte, die sieben WM-Titel von Schumacher zu übertreffen, wird er dies auf seine eigene Weise tun: Nicht durch endloses Testen, sondern indem er am Sonntag abliefert, wenn es wirklich darauf ankommt.

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