Formel 1

Große Probleme bei Aston Martin

Große Probleme bei Aston Martin
Adrian Newey of the Aston Martin Aramco F1 Team participates in Race Day at Lusail International Circuit in Qatar on November 30, 2025. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images)

Aston Martin setzt bewusst auf ein großes Upgrade im späteren Saisonverlauf.

Während die meisten Formel 1-Teams den Grand Prix von Miami nutzen, um eine Vielzahl neuer Komponenten einzuführen, verzichtet Aston Martin an diesem Wochenende auf Chassis-Upgrades.

Während Ferrari sage und schreibe elf Änderungen vornahm und auch McLaren sowie Red Bull mit Neuerungen aufwarteten, steht der AMR26 in Miami exakt so da wie beim letzten Rennen. Für ein Team, das nun schon seit Wochen mit Performance-Problemen kämpft, ist das Ausbleiben von Updates durchaus bemerkenswert.

Sky F1-Experte Karun Chandhok bemerkte dies sofort, als er die Übersicht aller Team-Upgrades durchging.

„Es war diesmal gewaltig. Ich öffnete die Aston Martin-Seite und dort stand: ‚Keine Upgrades am Chassis gemeldet‘,“ so Chandhok. Er vermutet, dass sich das Team antriebsseitig auf die anhaltenden Vibrationsprobleme konzentriert hat, die den AMR26 bereits einen Großteil der Saison plagen und das Auto strukturell einbremsen.

Diese Vibrationen gehören zu den größten technischen Sorgenfressern innerhalb des Teams. Nach dem Grand Prix von Japan blieb ein AMR26 für umfangreiche Tests im Honda-Werk im japanischen Sakura zurück. Der Weltmeister von 2009 und Aston Martin-Markenbotschafter Jenson Button wollte keine Details zu den Ergebnissen preisgeben, erklärte jedoch, warum dieser Ansatz so wertvoll ist.

„Es ist sehr wichtig, dass der Motor im Auto verbaut ist, wenn sie die entsprechenden Simulationen durchführen, da man nur so wirklich verstehen kann, woher die Vibrationen kommen. Man gewinnt ein viel besseres Verständnis. Hoffentlich war das also sehr positiv,“ sagte Button.

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Adrian Newey arbeitet an einem größeren Paket

Die Entscheidung, in Miami keine Updates einzuführen, ist eine bewusste strategische Wahl. Stardesigner Adrian Newey, der im vergangenen Jahr von Red Bull kam und bei Aston Martin für die technische Entwicklung verantwortlich zeichnet, arbeitet lieber an einem umfangreichen Paket als an kleinen Einzelverbesserungen. Button lieferte dazu während des Rennwochenendes in Florida die entsprechenden Erklärungen.

„Wir alle kennen Adrian. Er wird nicht mit einem winzigen Paket kommen wollen. Ich denke, er bereitet ein größeres Paket für den späteren Verlauf des Jahres vor,“ so der Brite.

Button fügte nach dem ersten freien Training hinzu, dass sich das Team bewusst sei, dass eine Verbesserung von lediglich drei oder vier Zehntelsekunden nichts Wesentliches an der aktuellen Situation ändere.

„Sie wissen, dass Upgrades von drei oder vier Zehnteln ohnehin nicht ausreichen. Daher können sie genauso gut in ein paar Rennen ein größeres Gesamt-Upgrade bringen, damit ein deutlicherer Fortschritt sichtbar wird. Es ist für sie wichtiger, hinter den Kulissen Zeit in die Entwicklung des Autos zu investieren und dieses dann in einigen Rennen zu präsentieren,“ erklärte Button.

Text wird unter dem Bild fortgesetzt.

Saisonverlauf bislang enttäuschend

Die Saison verläuft für das Team aus Silverstone bisher enttäuschend. Die Zusammenarbeit mit Honda ist mühsam gestartet und der AMR26 findet sich seit geraumer Zeit am Ende der Startaufstellung wieder. Aston Martin ist zwar nicht das einzige Team, das mit dem Umstieg auf das neue Reglement für 2026 kämpft, doch die Probleme scheinen dort tiefer zu liegen als bei den meisten Konkurrenten.

Das Team hofft, mit einem größeren Update-Paket später im Jahr einen signifikanten Schritt nach vorne zu machen und den Anschluss an das Mittelfeld zu finden. Ob Newey dieses Paket rechtzeitig fertigstellt und es die erhoffte Steigerung bringt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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