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Gefahr durch Umluftfunktion: So nutzen Sie die Taste im Cockpit richtig

Gefahr durch Umluftfunktion: So nutzen Sie die Taste im Cockpit richtig

Klimaanlage im Auto: Fast jeder hat sie, doch viele Fahrer nutzen sie falsch

Die Umlufttaste, oft auch als Luftzirkulationstaste bezeichnet, kann den Innenraum eines Fahrzeugs deutlich schneller kühlen oder heizen und verhindert zudem, dass Abgase oder andere unangenehme Gerüche ins Innere gelangen.

Dennoch ist die Funktion nicht dafür gedacht, dauerhaft eingeschaltet zu bleiben. Wer dies tut, riskiert ein ungesundes Innenraumklima, da der Umluftmodus anders als die normale Belüftung funktioniert, im Normalbetrieb führt das Lüftungssystem dem Innenraum kontinuierlich frische Außenluft zu.

Wird die Umluftfunktion aktiviert, schließt das System die Zufuhr von Außenluft weitgehend ab und wälzt nur die bereits im Fahrzeug vorhandene Luft um. Dadurch müssen Klimaanlage oder Heizung weniger stark arbeiten, da die Luft bereits teilweise vorkonditioniert ist.

Das bietet vor allem an heißen Sommertagen einen klaren Vorteil. Wenn ein Auto stundenlang in der prallen Sonne stand, kann die Temperatur im Innenraum auf weit über 50 Grad Celsius ansteigen.

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Temperaturen können über 50 Grad steigen

Der schnellste Weg, um die Hitze loszuwerden, ist zunächst das kurze Öffnen der Fenster, damit die heiße Luft entweichen kann. Danach können die Fenster wieder geschlossen und die Umluftfunktion aktiviert werden.

Die Klimaanlage muss dann nur noch die bereits abgekühlte Innenraumluft weiter herunterkühlen, wodurch der Innenraum spürbar schneller eine komfortable Temperatur erreicht.

Auch im Winter kann die Funktion nützlich sein. Da die bereits erwärmte Luft im Fahrzeug zirkuliert, erreicht der Innenraum schneller eine angenehme Temperatur, was besonders auf Kurzstrecken den Komfort erheblich steigern kann.

Zusätzlich bietet die Umluftfunktion Vorteile, wenn die Außenluft von schlechter Qualität ist. Man denke an Staus mit hohen Abgasemissionen, Tunnel, Industriegebiete oder Regionen mit hoher Rauch- oder Staubbelastung.

Durch das vorübergehende Kappen der Außenluftzufuhr bleiben Abgase, Rauch und andere unerwünschte Gerüche größtenteils draußen.

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Fachleute warnen jedoch davor, die Funktion über einen längeren Zeitraum eingeschaltet zu lassen. Da keine Frischluft mehr zugeführt wird, steigt der Kohlendioxidgehalt im Auto langsam an.

Die Insassen atmen ständig Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Mit der Zeit kann dies zu Müdigkeit, Konzentrationsverlust und einem weniger frischen Innenraumklima führen, was vor allem auf langen Fahrten kritisch sein kann.

Ein zweiter Nachteil ist die steigende Luftfeuchtigkeit. Jeder Insasse gibt Feuchtigkeit über die Atmung ab, die sich ohne die Zufuhr trockener Außenluft stauen kann. Besonders im Herbst und Winter erhöht dies die Gefahr beschlagener Scheiben, was die Sicht einschränkt und zu gefährlichen Situationen führen kann.

Sobald die Windschutzscheibe zu beschlagen beginnt, sollte die Umluftfunktion deaktiviert und wieder frische Außenluft zugelassen werden. Dabei empfiehlt es sich, die Belüftung oder Klimaanlage auf die Frontscheibe zu richten. Die Klimaanlage kühlt nicht nur, sondern entzieht der Luft auch Feuchtigkeit, wodurch die Scheiben deutlich schneller wieder frei werden.

Moderne Fahrzeuge treffen diese Entscheidung immer häufiger selbst. Viele neue Modelle verfügen über Luftqualitätssensoren, die automatisch auf Umluft umschalten, sobald hohe Abgaswerte oder verschmutzte Luft gemessen werden.

Nach einigen Minuten schaltet das System von selbst wieder auf Frischluft um. Auch wenn die Defrost-Funktion für die Frontscheibe aktiviert wird, schaltet sich die Umluft bei vielen Autos automatisch aus, um Kondenswasserbildung entgegenzuwirken.

Die Umlufttaste wird auch regelmäßig im Zusammenhang mit der Reinigung von Klimaanlagen mittels spezieller Sprays genannt. Dabei wird die Belüftung auf Umluft gestellt, damit das Reinigungsmittel durch das gesamte System zirkulieren kann.

Nur für den Kurzzeitgebrauch bestimmt

Verschiedenen Untersuchungen zufolge lösen solche Sprays jedoch längst nicht immer das zugrunde liegende Problem. Ein muffiger Geruch aus der Lüftung wird oft durch Pilze oder Bakterien am Verdampfer der Klimaanlage verursacht.

Ein Spray kann den Geruch zwar vorübergehend maskieren, entfernt die Verschmutzung aber meist nicht vollständig. Eine professionelle Reinigung des Klimasystems bietet hier eine deutlich nachhaltigere Lösung.

Die Umlufttaste ist ein nützliches Feature, das den Komfort im Auto erheblich steigern kann. Sie hilft dabei, den Innenraum schneller abzukühlen oder aufzuheizen und hält belastete Außenluft zeitweise fern. Dennoch ist der Modus für den kurzen Einsatz konzipiert.

Nach einigen Minuten ist es ratsam, wieder Frischluft zuzuführen, damit die Luftqualität hoch bleibt und das Risiko beschlagener Scheiben sinkt. Wer die Taste gezielt im richtigen Moment einsetzt, profitiert optimal von den Vorteilen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

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