Formel 1 FIA greift hart durch: Strenge neue Regeln für F1-Teams ab 2027 angekündigt ISTANBUL, TURKEY - AUGUST 25: A view of the Federation International De L'Automobile logo on the official FIA motorhome in the paddock after Qualifying for the F1 Grand Prix of Turkey at Istanbul Park on August 25, 2007, in Istanbul, Turkey. (Photo by Clive Rose/Getty Images) Von A. Schenk 21. Oktober 2026 F1-News Formel 1 Ab dem kommenden Jahr: Formel 1 forciert strikte Trennung aller Bereiche Formel 1-Personal darf ab dem kommenden Jahr keine Büroräume mehr mit Kollegen teilen, die nicht am Formel 1-Projekt arbeiten. Ebenso ist es untersagt, die Arbeit in Gemeinschaftsbereichen wie Kantinen zu verrichten. Dies ist Teil einer massiven Verschärfung des Reglements, mit der die FIA verhindern will, dass die Teams die Budgetobergrenze umgehen. In den neuen Statuten, die diese Woche vom FIA Weltrat für Motorsport verabschiedet wurden, ist für 2027 eine Reihe strenger Maßnahmen festgeschrieben. Seit Jahren besteht der Verdacht, dass Teams von Mitarbeitern außerhalb des Formel 1-Projekts profitieren, die Fachwissen für die Rennaktivitäten beisteuern, ohne dass deren Kosten unter den Cost Cap fallen. Dies soll unter anderem über separate Technologieabteilungen geschehen, die an Projekten außerhalb des Grand Prix-Sports arbeiten, wie etwa an Yachten oder Fahrrädern. Lies auch: Kfz-Mechaniker zieht die Reißleine: „Ich kaufe kein neues Auto mehr“ Wissenstransfer weit außerhalb der F1 Nahezu alle Top-Teams verfügen über solche Abteilungen. Red Bull hat eine Technologiesparte, Mercedes und Aston Martin ebenfalls, und Ferrari baute kürzlich erst eine Segelyacht. Auch McLaren verfügte über eine solche Abteilung, bis diese an eine Investmentgesellschaft verkauft wurde. Obwohl nie etwas bewiesen wurde, bestand der Verdacht, dass Mitarbeiter solcher Abteilungen außerhalb des Budgetdeckels für andere Arbeiten bezahlt werden konnten, während sie in der Praxis zur Verfügung standen, um Verbesserungen für das Rennauto beizusteuern. Die FIA hat im Laufe der Jahre mehrfach versucht, dies einzuschränken. Bereits 2023 legte eine technische Richtlinie fest, dass jegliches geistige Eigentum, das eine Technologieabteilung an das Formel 1-Team überträgt, vollständig innerhalb der Budgetobergrenze verbucht werden muss. Artikel geht weiter unter dem Bild. Später strich der Verband auch die Möglichkeit, bei Mitarbeitern mit geteilten Aufgabenbereichen nur einen Teil des Gehalts anzurechnen. Wer auch nur geringfügig zum Formel 1-Team beitrug, musste mit seinem vollständigen Gehalt unter den Deckel fallen. Das war der FIA jedoch noch nicht genug. Für 2027 wurde daher ein neues, zwölfseitiges Kapitel zum sportlichen Reglement hinzugefügt, das laut dem Verband extrem schwer zu umgehen sein soll. Die Regeln schreiben eine strikte Trennung vor, sowohl zwischen den Mitarbeitern als auch zwischen den Computersystemen. Fabriken müssen physisch in abgeschlossene Zonen unterteilt werden, zu denen nur Formel 1-Personal Zugang hat, sowie in Zonen für anderes Personal. Diese Zonen werden durch eine obligatorische elektronische Zugangskontrolle gesichert, wobei die Protokolle drei Jahre lang für Kontrollen durch die FIA aufbewahrt werden müssen. Einrichtungen, die von beiden Gruppen genutzt werden, wie Windkanäle, Simulatoren und Motorenprüfstände, dürfen als Gemeinschaftszonen ausgewiesen werden. Sie dürfen jedoch niemals gleichzeitig von beiden Gruppen genutzt werden, und es darf kein Informationsaustausch stattfinden. Kantinen, Flure, Pausenräume und Parkplätze bleiben gemeinschaftlich nutzbar, aber niemand darf dort seine Kernarbeit verrichten. Auch Nachrichtensysteme, externe Speicher, vertragliche Konstrukte oder Versetzungen dürfen nicht dazu genutzt werden, die Regeln zu umgehen. Wissen darf in begrenzten Fällen vom Formel 1-Team zu den anderen Abteilungen fließen, aber niemals umgekehrt. Mitarbeiter, die von einer anderen Abteilung in das Formel 1-Team wechseln, müssen eine dreimonatige Sperrfrist durchlaufen, in der sie keinerlei Tätigkeiten ausüben oder Zugang zu geschützten Systemen haben. Danach schreibt ihr neuer Vertrag für zwölf Monate ausschließlich Formel 1-Arbeit vor. Wer umgekehrt das Formel 1-Team in Richtung einer anderen Abteilung verlässt, erhält einen neuen Vertrag, neue Systemrechte und sogar eine neue E-Mail-Adresse und verpflichtet sich für zwölf Monate ausschließlich zu anderen Tätigkeiten. Auch in diesem Fall zählt das Gehalt in jenem Jahr noch zur Budgetobergrenze. Laut The Race stießen die strengen Regeln bei mehreren Teams auf Widerstand, dennoch setzte die FIA die Änderungen durch. Quellen aus dem Umfeld des Verbandes erwarten, dass einige Teams ihre Arbeitsweise grundlegend anpassen müssen. Lies auch: „George Russell zu Red Bull Racing“ Lies auch: Kelly Piquet teilt private Einblicke: Abendliche Ausfahrt mit Max Verstappen und Penelope Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Kfz-Mechaniker zieht die Reißleine: „Ich kaufe kein neues Auto mehr“ Formel 1 „George Russell zu Red Bull Racing“ Formel 1 Kelly Piquet teilt private Einblicke: Abendliche Ausfahrt mit Max Verstappen und Penelope Formel 1 Achtung Zeitverschiebung: Der Große Preis der USA startet zu geänderter Uhrzeit Formel 1 Tausende Gamer fürchten GTA-6-Aus trotz brandneuer Konsole Formel 1 „Lewis Hamilton klopft bei Red Bull an: Sensationeller Wechsel bahnt sich an“