Formel 1 FIA greift erneut ein: Diese Regeln werden mit sofortiger Wirkung angepasst Von A. Schenk 8. Mai 2026 F1-News Formel 1 Honda Toto Wolff FIA passt ADUO-Reglement nach Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien an ADUO steht für Additional Development and Upgrade Opportunities und ist ein neuer Mechanismus, den der Automobilweltverband in dieser Saison eingeführt hat, um Motorenhersteller zu unterstützen, die hinter der Konkurrenz zurückbleiben. Die Anpassung der Bewertungszeitpunkte war notwendig geworden, da der Kalender durch Absagen von 24 auf 22 Rennen verkürzt wurde. Das System wurde speziell für den Beginn eines neuen Reglement-Zyklus entwickelt. Alle Motorenlieferanten mussten in diesem Jahr komplett neue Antriebseinheiten entwickeln, und der Unterschied in der Entwicklungsgeschwindigkeit und Leistung kann in einer solchen Übergangsphase groß sein. Um zu verhindern, dass ein Hersteller strukturell weit ins Hintertreffen gerät, wurde ADUO als Fangnetz ins Leben gerufen. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Erste Evaluierung nun nach Kanada Ursprünglich waren drei Bewertungszeitpunkte nach den Läufen sechs, zwölf und 18 geplant. Durch den Wegfall von zwei Rennen hat sich der Kalender verschoben und damit auch die Zeitpunkte der Bewertung. Die erste Evaluierung findet nun nach Runde fünf in Kanada statt. Die zweite folgt nach Runde elf, was derzeit der Grand Prix von Ungarn ist. Der dritte Bewertungszeitpunkt bleibt nach Lauf 18 beim Grand Prix von Mexiko-Stadt. Eine zusätzliche Änderung betrifft den Schwellenwert für zusätzliche Entwicklungsstunden. Hersteller, die mehr als zehn Prozent hinter der Benchmark-Leistung liegen, erhalten 230 zusätzliche Entwicklungsstunden zugesprochen. ADUO ist vor allem für Honda eine willkommene Maßnahme Diese Stunden geben dem zurückliegenden Team den Spielraum, seine Power Unit zu verbessern, ohne die normalen Budgetbeschränkungen der Wettbewerbsregeln zu verletzen. Für Honda ist ADUO eine willkommene Maßnahme. Der japanische Hersteller kehrte in dieser Saison als Motorenpartner für Aston Martin in die Formel 1 zurück, hatte aber bereits früh im Jahr mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Vibrationen in der Antriebseinheit verursachten Schäden an Komponenten und sorgten für gefährliche Bedingungen für die Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll, die bei den ersten Rennen aufgeben mussten. ADUO soll keine Wettbewerbsverzerrung bewirken Honda ist damit der Hersteller, der am sichersten von dem zusätzlichen Entwicklungsspielraum profitieren wird, den ADUO bietet. Die anderen Motorenlieferanten stehen dem System grundsätzlich positiv gegenüber. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach jedoch eine Warnung aus. Seiner Meinung nach darf ADUO ausschließlich dazu verwendet werden, einem Konkurrenten beim Aufholen zu helfen, und nicht, um die Wettbewerbsverhältnisse zu beeinflussen. Dieser Unterschied ist subtil, aber wichtig: Zusätzliche Entwicklungsstunden sind gerechtfertigt, wenn sie einen gravierenden technischen Rückstand schließen, aber nicht, wenn sie dazu eingesetzt werden, einen mittelmäßigen Hersteller künstlich an die Spitze zu hieven. Artikel geht weiter unter dem Bild. Das ADUO-System passt in eine breitere Philosophie der FIA, bei der Einführung neuer Reglements Raum für Korrekturen zu bieten. Historisch gesehen dauerte es manchmal Jahre, bis ein unterlegener Hersteller die Lücke zur Spitze geschlossen hatte. Mit dem neuen System will die FIA verhindern, dass ein Motorenlieferant eine komplette Saison oder länger strukturell chancenlos ist. Ob die Anpassungen ausreichen, um Honda in dieser Saison konkurrenzfähig zu machen, bleibt abzuwarten. Die Probleme bei Aston Martin gehen über das reine Leistungsniveau des Motors hinaus. Die Vibrationen und Zuverlässigkeitsprobleme erfordern fundamentale technische Eingriffe, die Zeit und Ressourcen kosten. ADUO bietet diesen Spielraum, aber die Umsetzung in Ergebnisse auf der Strecke erfordert noch Geduld. Die nächste Bewertungsrunde in Kanada wird damit zum ersten echten Test des neuen Systems. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“