Formel 1

F1-Weltmeister fordert klares Aus: „Schluss mit der Batterie“

F1-Weltmeister fordert klares Aus: „Schluss mit der Batterie“
MIAMI, FLORIDA - MAY 02: Max Verstappen of the Netherlands driving the (3) Oracle Red Bull Racing RB22 Red Bull Ford leads Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 on track during the Sprint ahead of the F1 Grand Prix of Miami at Miami International Autodrome on May 02, 2026 in Miami, Florida. (Photo by James Sutton/LAT Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202605020139 // Usage for editorial use only //

FIA-Anpassungen für Miami gehen nicht weit genug

Das finden zumindest Lando Norris und Oscar Piastri, die nach dem Grand Prix beide deutlich machten, dass die Probleme mit dem Reglement für 2026 noch lange nicht gelöst sind. Norris geht sogar so weit, dass er für die vollständige Abschaffung der Batterie plädiert.

Die Anpassungen für Miami waren primär auf das Qualifying ausgerichtet. Durch die Senkung der maximalen Ladekapazität von 8 auf 7 Megajoule müssen die Fahrer weniger Energie zurückgewinnen und können mehr am Limit fahren. Theoretisch. Denn Norris erlebt das in der Praxis anders.

„Es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber das Niveau ist noch lange nicht dort, wo die Formel 1 sein sollte“, sagte der amtierende Weltmeister, der die Pole für den Sprint holte und sich als Vierter für das Hauptrennen qualifizierte.

„Im Qualifying wird man immer noch bestraft, wenn man wie in den vergangenen Jahren überall Vollgas gibt. Man kann nach wie vor nicht überall am Maximum fahren.“

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Rennen liefern weiterhin bizarre Geschwindigkeitsunterschiede

„Es geht nicht nur darum, wie früh man ans Gas geht. Man sollte dafür niemals bestraft werden, und genau das passiert immer noch.“

„Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man das lösen kann. Man muss die Batterie einfach rausschmeißen. Hoffentlich ist das in ein paar Jahren der Fall.“

Eine bemerkenswerte Aussage des Fahrers eines Teams, das mit einem der wettbewerbsfähigsten Triebwerke im Feld unterwegs ist. Dennoch ist Norris nicht der einzige, der so denkt.

Seine Worte decken sich mit der Kritik, die mehrere Fahrer in dieser Saison über die Art und Weise geäußert haben, wie das Energiemanagement das Racing beeinflusst.

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Denn nicht nur das Qualifying ist ein Grund zur Sorge. Auch die Rennen selbst liefern weiterhin bizarre Geschwindigkeitsunterschiede, die das Überholen zu einer Lotterie machen. Piastri beschrieb seine Erfahrungen in Miami.

„Die Rennen sind eigentlich genau gleich. Miami war meine erste echte Erfahrung sowohl beim Überholen als auch beim Verteidigen mit diesen Autos.“

„Es ist ehrlich gesagt ziemlich verrückt.“

Er nannte ein konkretes Beispiel.

„Zu einem Zeitpunkt lag George Russell eine Sekunde hinter mir und schaffte es, mich am Ende der Geraden zu überholen.“

„Es ist einfach ein bisschen willkürlich. Die Geschwindigkeitsüberschüsse sind enorm, und als verteidigender Fahrer ist es unglaublich schwierig, das vorherzusehen.“

Piastri räumte auch ein, dass er selbst in vergleichbare Situationen geriet.

„Ich war mit einem der Überholmanöver von George nicht zufrieden, aber ich merkte, dass ich etwa fünf Runden später fast dasselbe tat, weil der Geschwindigkeitsüberschuss so groß ist.“

Das Fazit des Australiers fällt diplomatischer aus als das seines Teamkollegen, läuft aber auf dasselbe hinaus.

„Die Zusammenarbeit zwischen der FIA und der Formel 1 ist gut, aber man kann mit der Hardware, die wir haben, nur bedingt viel ändern.“

„Weitere Anpassungen in der Zukunft sind definitiv nötig. Wie schnell das gehen kann, ist die große Frage.“

Und genau da liegt das Kernproblem. Die technischen Lösungen sind vielleicht bekannt, aber ob die involvierten Parteien den politischen Willen haben, einschneidende Schritte zu unternehmen, ist eine andere Sache.

Solange diese Frage unbeantwortet bleibt, werden Fahrer wie Norris und Piastri weiterhin auf halbherzige Maßnahmen hinweisen, die das zugrunde liegende Problem nicht lösen.

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