Formel 1

Christian Horner zurück in der Formel 1: „Lieber zehn schwache Teamchefs“

Christian Horner zurück in der Formel 1: „Lieber zehn schwache Teamchefs“
NORTHAMPTONSHIRE, ENG - JULY 06: Red Bull Racing Team Principal Christian Horner on the grid before the F1 Grand Prix of Great Britain on July 06, 2025 at Silverstone Circuit in Northampton, England. (Photo by Bob Kupbens/Icon Sportswire)

„Wäre überrascht, wenn er fernbleibt“: Experten rechnen mit Rückkehr von F1-Star

Die Frage ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr, ob Christian Horner in die Formel 1 zurückkehrt, sondern auf welchem Weg dies geschehen wird. McLaren-CEO Zak Brown hat sich nun zu einem möglichen Comeback seines ehemaligen Rivalen geäußert.

Trotz ihres jahrelangen Schlagabtauschs als Teamchefs, der auch in der Netflix-Serie „Drive to Survive“ prominent thematisiert wurde, ist Brown davon überzeugt, dass der Sport von einer Rückkehr des Briten profitieren würde.

Horner verließ Red Bull im Sommer 2025 nach zwanzig Jahren an der Spitze des Teams. Inzwischen befindet er sich seit Monaten in Gesprächen über ein Investment bei Alpine, dem französischen Rennstall, der die vergangene Saison als Letzter der Konstrukteursweltmeisterschaft abschloss.

„Christian war eine großartige Persönlichkeit für den Sport“, sagte Brown. „Ich denke, es wäre fantastisch, ihn wieder dabei zu haben. Er ist ein starker Operator und seine Erfolgsbilanz spricht für sich. Ich wäre überrascht, wenn er nicht in den Sport zurückkehrt, sei es nun über Alpine oder über jemand anderen.“

Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Horner in Verhandlungen mit Alpine

Christian Horner ist Teil einer Investorengruppe, die den 24-prozentigen Aktienanteil von Otro Capital an Alpine übernehmen möchte. Sollte der Deal zustande kommen, würde Alpine mit rund 2,5 Milliarden Euro bewertet. Otro Capital erwarb seinen Anteil im Jahr 2023 für 173 Millionen Euro – eine Beteiligung, die heute schätzungsweise 600 Millionen Euro wert ist.

Gemäß der Satzung des Teams darf Otro Capital seine Anteile jedoch nur mit vorheriger Genehmigung von Renault veräußern. Zudem galt ab dem Zeitpunkt der Satzungsannahme ein dreijähriges Embargo, was bedeutet, dass Horner möglicherweise bis Ende 2026 warten muss, bevor ein Deal formal abgeschlossen werden kann.

Neben Horner gibt es noch einen weiteren namhaften Interessenten. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat sich nämlich als konkurrierender Bieter für dasselbe Aktienpaket gemeldet, das Horner ins Auge gefasst hat.

Die Möglichkeit einer gemeinsamen Eigentümerstruktur zwischen Mercedes und Alpine wirft damit unmittelbar Fragen zur Unabhängigkeit der Teams in der Formel 1 auf.

Text geht unter dem Bild weiter.

Brown kritisch gegenüber A/B-Teams

Zak Brown ist ein erklärter Gegner von Mehrfacheigentümerschaften zwischen Teams und fordert, dass die Formel 1 dieses Modell so schnell wie möglich beendet.

„Wir müssen so schnell wie möglich von diesen A/B-Teams wegkommen“, so Brown. „Ich war diesbezüglich immer offen. Wir haben gesehen, wie sich das auf der Strecke auswirkt. Daniel Ricciardo hat uns einen Punkt für die schnellste Rennrunde weggeschnappt, um dem Schwesterteam zu helfen. Wir haben IP-Verstöße bei Aston Martin und Racing Point gesehen. Und wir haben erlebt, wie Mitarbeiter ohne finanzielle Kompensation von einem Team zum anderen verschoben wurden.“

„Stellen Sie sich vor, zwei Premier-League-Klubs gehören derselben Gruppe, wobei ein Klub absteigt, wenn er verliert, während der andere es sich leisten kann zu verlieren. Dieses Risiko gehen wir auch ein“, so der Amerikaner.

Gleichzeitig möchte Brown Red Bull, das sowohl das Hauptteam als auch Racing Bulls kontrolliert, nicht direkt angreifen. „Ich bin froh, dass Racing Bulls und Red Bull nicht wie dasselbe Rennauto aussehen“, sagte er. „Ich habe diese Gespräche mit Laurent Mekies geführt und er war offen und transparent. Sie wollen die Grenzen nicht ausreizen.“ Brown erkennt zudem an, was Red Bull für den Sport geleistet hat und berücksichtigt dies in seinem Urteil. Doch eine Ausweitung dieser Konstruktion ist für ihn keine Option. „Das wäre ein Fehler für den Sport.“

Horners Rückkehr scheint nur eine Frage der Zeit

Ob über Alpine oder einen anderen Weg: Im Fahrerlager rechnet man immer fester mit einer Rückkehr von Horner.

Quellen aus dem Paddock berichten, dass ein Deal mit Alpine unmittelbar bevorstehen könnte und es vor allem davon abhängt, ob Otro Capital seine Anteile tatsächlich verkauft.

Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans

Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans

Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“

Lies auch: Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen