Formel 1

Bizarre Begründung: Adrian Newey lehnte F1-Fahrer wegen zu langem Oberkörper ab

Bizarre Begründung: Adrian Newey lehnte F1-Fahrer wegen zu langem Oberkörper ab

Damon Hill verrät im Undercut-Podcast: Anekdote liefert spannende Einblicke in Adrian Neweys Blick auf die Fahrerwegt.

Der Weltmeister von 1996 erzählte, dass Adrian Newey ihn einst fragte, was er von Nico Hülkenberg halte, und sich die Antwort direkt selbst gab: Der Deutsche sei von der Taille aufwärts zu groß gewachsen.

„Könnte man sich einen Fahrer selbst designen, wäre er sofort dabei“, sagte Hill über Hülkenberg.

„Ich erinnere mich, wie Newey über ihn sprach. Er fragte: Was hältst du von Hülkenberg? Ich sagte, dass er ziemlich gut ist.“

„Worauf Newey antwortete: Das Problem ist, dass er von der Taille aufwärts zu groß ist.“

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Newey achtete penibel auf die Statur der Fahrer

Mit anderen Worten: Er berücksichtigte die Auswirkungen der körperlichen Statur eines Fahrers auf das Chassis. Dieser Effekt war für ihn groß genug, um die fahrerischen Vorteile Hülkenbergs zunichtezumachen.

„Sorry Nico, aber dafür konntest du nichts. Dir den Arm abhacken vielleicht! Aber für Newey war das wirklich so entscheidend.“

„Alles wird berechnet. Jedes Gramm zusätzliches Gewicht oberhalb der Mittellinie des Autos ist von Nachteil“, so Hill.

Hülkenberg ist mit 1,84 Metern einer der größten Fahrer in der Formel 1. Speziell sein Oberkörper stellt beim Design eines F1-Autos ein Problem dar. Je höher der Schwerpunkt durch den Fahrer liegt, desto schlechter wirkt sich das auf die Balance und die Aerodynamik des Wagens aus.

Hülkenberg war 2021 im Rennen um das begehrte Red-Bull-Cockpit an der Seite von Max Verstappen. Helmut Marko bestätigte kürzlich, dass der Deutsche ernsthaft in Erwägung gezogen wurde.

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Letztlich fiel die Wahl auf Sergio Perez. Der Sieg des Mexikaners beim Großen Preis von Sakhir 2020, sein erster in der Formel 1, ließ das Pendel zu seinen Gunsten ausschlagen.

Newey arbeitete zu diesem Zeitpunkt am RB16B, mit dem Verstappen 2021 seinen ersten Weltmeistertitel gewann. Wie sich nun zeigt, spielte die Kompaktheit eines Fahrers bei der Gesamtabwägung eine Rolle.

Hülkenberg war in jener Saison als Ersatzfahrer für Aston Martin tätig und absolvierte 2022 zwei Gasteinsätze, bevor er 2023 bei Haas zurückkehrte. Zur Saison 2025 wechselte er zu Kick Sauber, das mittlerweile unter der Flagge von Audi firmiert.

Nach 239 Grand-Prix-Starts erzielte der Deutsche beim Großen Preis von Großbritannien 2025 schließlich sein erstes Podium. Ein Moment, auf den er lange warten musste – für einen Fahrer, der seine gesamte Karriere bestritt, ohne jemals über ein echtes Top-Auto zu verfügen.

2026 startet Hülkenberg für das Audi-Werksteam. Die Situation bei Audi ist turbulent. Teamchef Jonathan Wheatley ging nach einem Konflikt mit Mattia Binotto, und auch Teamkollege Gabriel Bortoleto hatte mit technischen Problemen zu kämpfen.

Hülkenberg konnte beim Eröffnungsrennen in Australien nicht an den Start gehen und beendete sowohl China als auch Japan auf dem elften Platz. Das Team belegt den achten Rang in der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Die Ironie dabei ist, dass Hülkenberg nun mit dem Team zusammenarbeitet, das ursprünglich aus der Sauber-Organisation hervorgegangen ist, und seine Leistungen in einem Auto erbringt, das von einer ganz anderen Denkweise als der von Newey geprägt ist.

Newey selbst ist mittlerweile für Aston Martin tätig – den direkten Rivalen von Audi im hinteren Mittelfeld der Meisterschaft 2026.

Ob Newey seine Meinung über Hülkenberg jemals revidiert hat, ist nicht bekannt. Sein eigenes Team Aston Martin kämpft in dieser Saison mit schwerwiegenden Problemen durch Vibrationen der Honda-Antriebseinheit und liegt am Ende der Tabelle. Das sind andere Sorgen als die Körpergröße des Fahrers.

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