Formel 1

Red Bull benennt Ersatz für Max Verstappen

Red Bull benennt Ersatz für Max Verstappen
SAO PAULO, BRAZIL - OCTOBER 31: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing has a seat fitting in the garage during previews ahead of the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on October 31, 2024 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Nach dem personellen Umbruch bei Red Bull mit dem Abgang von Gianpiero Lambiase: Bahnt sich nun auch bei den Fahrern ein Stühlerücken an?

Der Formel-1-Transfermarkt ist in Bewegung, und der Wechsel von Gianpiero Lambiase zu McLaren hat die Frage aufgeworfen, die man bei Red Bull am liebsten vermeiden würde.

Wer fährt in diesem Auto, falls auch Max Verstappen das Team verlässt? Jolyon Palmer hat seine Antwort parat, doch Ralf Schumacher widerspricht. Palmer brachte im F1 Nation-Podcast Charles Leclerc als idealen Exponenten für das Red Bull-Cockpit ins Gespräch.

„Wenn Geld keine Rolle spielt, dann wahrscheinlich Charles Leclerc. Er ist schon lange bei Ferrari und verfügt über enormes Talent.“

„Wenn Ferrari in diesem Jahr nicht beweisen kann, dass sie einen Titel gewinnen können, denke ich, dass er versucht sein könnte, zu wechseln.“

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Ralf Schumacher kommt zu einem bitteren Fazit

„Steckt noch ein Titel in ihm? Ich denke schon,“ so Palmer.

Ralf Schumacher zeigt sich deutlich skeptischer. Für den Backstage Boxengasse-Podcast von Sky Deutschland analysiert er die Situation bei Red Bull und kommt zu einem klaren Ergebnis.

„Ich muss ganz ehrlich sein. Red Bull ist in der aktuellen Situation eigentlich keine echte Option. Es ist wieder ein Langzeitprojekt.“

„Das Team wirkt momentan etwas führungslos, und die Kommunikation nach außen ist nicht gut,“ so Schumacher.

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„Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für Leclerc klug wäre, ein Team zu verlassen, das gerade erst anfängt zu funktionieren,“ fügte er mit Blick auf den Monegassen hinzu.

„Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Ferrari ernsthaft darüber nachdenkt.“

„Das wäre ziemlich unklug, da die Situation mit Lewis Hamilton unter normalen Umständen allein aufgrund seines Alters absehbar ist.“

Helmut Marko bestätigt, dass auch intern bei Red Bull derzeit nicht die Ruhe herrscht, um große Sprünge zu machen.

„Der Saisonstart in Melbourne war in Ordnung. Aber danach haben die Updates das Auto in die falsche Richtung geführt,“ erklärte der Red Bull-Motorsportberater gegenüber Motorsport-Magazin.

„Der Max-Faktor funktioniert nur, wenn er Vertrauen in das Auto hat. Das ist aktuell nicht der Fall.“

Dass Red Bull Interesse an Leclerc bekundet, ist kein Geheimnis. Reporter Peter Hardenacke enthüllte bei Sky Deutschland, dass das Team bereits für 2025 Kontakt zu Leclerc-Manager Nicolas Todt bezüglich eines möglichen Wechsels im Jahr 2027 aufgenommen hat. Leclerc selbst betonte unlängst seine Loyalität zur Scuderia auf der BSMT-Plattform von Gianluca Gazzoli.

„Die Leidenschaft und Liebe, die ich für dieses Team empfinde, sind ungebrochen. Das ist es, was Ferrari so besonders macht.“

„Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um Ferrari zurück an die Spitze zu bringen,“ so der Monegasse.

Schumacher sieht Oscar Piastri als logischeren Kandidaten für ein potenzielles Red Bull-Cockpit als Leclerc. Mark Webber war schließlich selbst bei Red Bull und kennt das Team in- und auswendig, was eine Tür für seinen Schützling öffnen könnte.

Dem Vernehmen nach plant Piastri, Mitte 2026 seine Zukunft bei McLaren gemeinsam mit seinem Management zu bewerten; er soll eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag haben. Ferrari wird dabei als mögliches Ziel genannt, aber eben auch Red Bull, sollte Verstappen gehen.

Die Ironie der Situation entgeht im Fahrerlager niemandem. Red Bull verlor Newey an Aston Martin, Horner geriet unter Druck, Wheatley wechselte zu Audi, Marshall und Courtenay gingen zu McLaren – und nun auch noch Lambiase.

Sollte Verstappen ebenfalls den Rücken kehren, müsste das Team ohne die Architekten seiner Dominanz komplett neu aufgebaut werden. Das Juniorenprogramm hat mit Isack Hadjar und Arvid Lindblad zwar Talente in der Hinterhand, aber eben kein Äquivalent zu Verstappen.

Genau das ist der Grund, warum externe Namen wie Leclerc gehandelt werden. Ob das realistisch ist, hängt von vielen Faktoren ab, aber eines ist klar: Red Bull hat derzeit keine fertige Antwort auf die Frage, wer künftig in diesem Boliden sitzen wird.

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