Formel 1

Audi reagiert auf Gerüchte über Wechsel von Carlos Sainz

Audi reagiert auf Gerüchte über Wechsel von Carlos Sainz

Paddock-Geflüster: Die Gerüchteküche um mögliche Wechsel läuft bereits auf Hochtouren.

Formel 1-Rennstall Audi wurde zuletzt mit einer Verpflichtung von Carlos Sainz in Verbindung gebracht. Audi-Projektleiter Mattia Binotto kann mit den Gerüchten über eine mögliche Ankunft des Williams-Routiniers jedoch wenig anfangen.

„Zunächst einmal lese ich selbst keine Zeitungen, oder zumindest nicht viele, also erfahre ich das alles von Ihnen“, antwortete der Italiener im Gespräch mit RacingNews365.

„Carlos ist sicher jemand, den ich sehr gut kenne, und es liegt gewissermaßen auf der Hand, ihn mit Audi in Verbindung zu bringen.“

„Ich kann jedoch nur sagen, dass ich mit unserer aktuellen Fahrerpaarung sehr zufrieden bin“, so Binotto.

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Zeichen der Anerkennung

Für Audi starten neben Nico Hülkenberg der junge Brasilianer Gabriel Bortoleto.

„Wenn über Gabriel und Nico gesprochen wird, höre ich oft, dass es eine gute Mischung aus Erfahrung auf der einen und einem jungen Fahrer auf der anderen Seite ist“, erläuterte Binotto.

„Ich würde sie jedoch anders bewerten. Es sind sehr schnelle Fahrer und ich bin froh, dass beide schnell sind. Wir haben also eine gute Fahrerpaarung.“

Dass andere Piloten mit Audi in Verbindung gebracht werden, ist zudem eine Art Anerkennung für die geleistete Arbeit.

„Denn das zeigt, dass die Glaubwürdigkeit unseres Projekts zunimmt.“

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„Es verdeutlicht, dass die Wahrnehmung von außen, dass wir eines Tages wettbewerbsfähig sein können, kein Gerücht mehr ist, sondern eine Tatsache.“

Mattia Binotto und Carlos Sainz hatten einst bei Ferrari zusammengearbeitet; der Spanier war 2020 von McLaren zur Scuderia gewechselt. Damals hatte auch die Vorarbeit des damaligen Teamchefs Binotto Eindruck auf Sainz gemacht, wie dieser kürzlich verriet.

„Sie hatten alle Details zu nassen Bedingungen, von nass auf trocken, trockenen Bedingungen und dem Qualifying.“

„Sie haben mich gescoutet und mich deshalb ausgewählt“, so Sainz, der sich beeindruckt zeigte.

Die Reaktion von Binotto passt in das Gesamtbild eines Teams, das sich noch mitten im Aufbau befindet. Audi trat erst in diesem Jahr nach der Übernahme des Sauber-Rennstalls als vollwertiges Werksteam in Erscheinung.

In dieser Aufbauphase dreht sich alles darum, eine stabile Basis zu legen, und eine konstante Fahrerpaarung gehört dazu. Ein vorzeitiger Fahrerwechsel könnte diesen Aufbau stören.

Gleichzeitig illustrieren die Gerüchte rund um Sainz, wie sehr der Fahrermarkt in der Formel 1 ständig in Bewegung ist. Erfahrene Piloten werden regelmäßig mit mehreren Teams in Verbindung gebracht, besonders in Phasen, in denen Verträge auslaufen oder Teams ihre Ambitionen neu definieren.

Dass Audi in diesem Gerüchtestrom genannt wird, sieht Binotto verständlicherweise als positives Signal für die Attraktivität des Projekts.

Für Hülkenberg und Bortoleto ist die klare Unterstützung von Binotto eine Beruhigung. In einem Sport, in dem Spekulationen über Cockpits oft für Unruhe sorgen, betont der Teamchef explizit sein Vertrauen in das aktuelle Duo.

Audi legt noch eine stabile Basis

Die Kombination aus dem erfahrenen Hülkenberg und dem jungen Bortoleto spiegelt zudem eine klassische Aufbaustrategie wider, bei der Routine und aufstrebendes Talent einander ergänzen.

Ob Audi auf lange Sicht tatsächlich Interesse an einem Fahrer wie Sainz zeigen würde, bleibt Spekulation. Vorläufig entscheidet sich das Team dafür, die Aufmerksamkeit auf die eigene Entwicklung und die Verbesserung des Autos zu richten.

Der Weg zur Wettbewerbsfähigkeit an der Spitze ist lang, und der Schwerpunkt liegt vorerst auf geduldigem Wachstum statt auf spektakulären Transfers.

Die Aussagen von Binotto machen deutlich, dass Audi an seinem Kurs festhält. Das Team glaubt an seine aktuellen Fahrer und betrachtet das externe Interesse vor allem als Bestätigung, dass man auf dem richtigen Weg ist.

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