Formel 1 Abrechnung mit Ferrari: „Sie haben seit 2008 nichts mehr gewonnen“ Von A. Schenk 18. März 2026 Audi F1-News Ferrari Formel 1 Nico Hülkenberg Audi mit starkem Saisonauftakt: Ex-Ferrari-Mann an der Spitze zeigt sich hochzufrieden Audi-Projektleiter Mattia Binotto hat zu einem verbalen Rundumschlag gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Ferrari ausgeholt. Auf die Frage, ob Audi das Niveau des italienischen Traditionsrennstalls anstrebe, reagierte er deutlich. Seine Antwort ließ kaum Raum für Spekulationen: „Warum sollte ich das tun? Sie haben seit 2008 nichts mehr gewonnen. Ich will, dass Audi gewinnt. Sauber war ein kleines Traditionsteam mit einer vielleicht etwas veralteten Infrastruktur.“ „Es fehlt an Personal, Fähigkeiten, Prozessen, Methodik, Raum, Ressourcen, guten Tests, einem Simulator, einem modernisierten Windkanal und einer effizienteren sowie produktiveren Fabrik,“ erklärte er gegenüber der französischen L’Equipe. Audi gab 2026 nach der Übernahme von Sauber sein Debüt als Werksteam. Die deutsche Marke entwickelt eine eigene 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybrideinheit und konnte bereits beim Saisonauftakt in Australien direkt punkten. Artikel geht weiter unter dem Bild. Dort beendete Gabriel Bortoleto das Rennen als Neunter. In China erlebte das Team ein Wochenende mit Licht und Schatten. Während Bortoleto nicht an den Start gehen konnte, verpasste Nico Hülkenberg als Elfter die Punkteränge nur knapp. Insgesamt kann man von einem starken Saisonstart sprechen, da neue Hersteller oft Zeit benötigen, um konkurrenzfähig zu sein. Binotto, der über zwanzig Jahre bei Ferrari tätig und dort auch Teamchef war, wechselte vor gut einem Jahr zu Audi, als das Projekt noch unter dem Namen Sauber firmierte. Er gab zudem Einblicke in die Arbeitsweise seines neuen Teams im Vergleich zu Maranello. „Das Ziel ist es, eines Tages Weltmeister zu werden. Was müssen wir tun, um das zu erreichen? Wir erstellen eine Liste und arbeiten sie ab. So einfach ist das. Bei Ferrari gab es keine festen Prozesse, Dinge wurden einfach ausprobiert. Ein Plan war für den Erfolg nicht zwingend notwendig. Bei Audi, mit einer eher deutsch-schweizerischen Kultur, sind Pläne hingegen entscheidend,“ so der Ingenieur. Auch Pilot Nico Hülkenberg zeigt sich von den Ambitionen bei Audi beeindruckt. Er betont zwar, dass sich das Projekt noch in der Anfangsphase befinde, die Ziele jedoch hoch gesteckt seien. „Ich denke, es ist nur fair, Respekt vor dem zu haben, was sie bereits erreicht haben, aber wir wissen, dass noch mehr Arbeit vor uns liegt. Es gibt viele Dinge, die noch feinjustiert und optimiert werden müssen, aber wir stehen erst am Anfang.“ „Was die Ambitionen betrifft: Audi ist eine große globale Marke, die sind nicht zum Spaß hier. Langfristig wollen sie konkurrenzfähig sein und um Siege und Meisterschaften kämpfen,“ hieß es von Hülkenberg, der 2025 seinen ersten Podestplatz in der Formel 1 feierte. Lies auch: Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Lies auch: Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten Formel 1 Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Formel 1 Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Formel 1 F1-Pilot schlägt nach 50G-Crash Alarm: „Wir sind gewarnt“ Formel 1 Max Verstappen erhält Warnung vor Nürburgring-Rennen: „Nicht drängeln“ Formel 1 Jos Verstappen warnt vor Red Bull-Chaos: „Das Team bricht auseinander!“