Formel 1 Williams verpasst Shakedown in Barcelona: Das ist das Ausmaß des Schadens MONTE-CARLO, MONACO - MAY 24: Eleventh placed qualifier Carlos Sainz of Spain and Williams looks on during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Monaco at Circuit de Monaco on May 24, 2025 in Monte-Carlo, Monaco (Photo by Bryn Lennon - Formula 1/Formula 1 via Getty Images) Von A. Schenk 4. Februar 2026 F1-News Formel 1 James Vowles Williams Williams verpasst als einziges Team den Formel-1-Testauftakt in Barcelona. Auffällig, gerade weil das Team mit dem FW48 eigentlich einen frühen Vorteil unter dem neuen 2026er-Reglement hätte einfahren können. Während die Konkurrenz hunderte Runden abspulte, um ihre neuen Boliden zu testen, blieb Williams an der Seitenlinie. Damit hat das Team eine entscheidende Chance verpasst, die Zuverlässigkeit zu prüfen, die Aerodynamik zu validieren und die komplexen Energiemanagementsysteme zu verstehen, die in dieser Saison im Mittelpunkt stehen. Dennoch gibt sich Teamchef James Vowles nicht gänzlich pessimistisch. Bei der Präsentation des 2026er-Designs gab er offen zu, dass Williams zwar Nachholbedarf hat, man aber nicht völlig bei Null anfange. „Die oberste Priorität ist derzeit, dass wir noch keine Charakterisierung unseres Aerodynamik-Pakets oder des Fahrzeugverhaltens im Bereich der Aufhängung haben“, erklärte Vowles. „Man kann viel in Simulationen und auf Prüfständen machen, aber das muss man letztlich mit der Realität abgleichen.“ Lies auch: Adrian Newey nimmt Arbeit bei Red Bull wieder auf Hinter den Kulissen arbeitet Williams auf Hochtouren „Andernfalls weiß man nicht, ob man versehentlich falsch abgebogen ist. Und genau das ist es, was uns jetzt fehlt.“ Ohne echte Daten aus Barcelona weiß Williams also noch nicht, ob die Simulationsmodelle und Theorien mit dem Verhalten des Autos auf dem Asphalt übereinstimmen. Vor allem für die Aerodynamik und das Fahrverhalten des FW48 stellt dies eine Sorge dar. Dennoch tat sich in Grove hinter den Kulissen einiges. Das sogenannte Virtual Track Testing mit Hilfe von Mercedes-Daten lieferte dem Team wichtige Erkenntnisse, und sowohl Alex Albon als auch Carlos Sainz arbeiteten intensiv im Simulator daran, die neuen Systeme zu verstehen. „Wir haben ein gut validiertes Paket von Mercedes High Performance Powertrains genutzt, das auf die Bedingungen in Barcelona abgestimmt war“, so Vowles. Laut ihm konnten die Fahrer so bereits das komplexe Energiemanagementsystem trainieren, was in einer Saison entscheidend ist, in der die Batterieleistung ebenso maßgeblich ist wie der Verbrennungsmotor. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich die Strecken enorm voneinander unterscheiden. In Barcelona gewonnene Erkenntnisse sind nicht zwangsläufig relevant für einen Kurs wie Bahrain, wo die Testfahrten nächste Woche fortgesetzt werden. „Jede Strecke stellt andere Anforderungen“, sagt Vowles. „Was wir vor allem ausschließen wollen, ist, dass wir später böse Überraschungen erleben.“ Dennoch räumt der Williams-Teamchef ein, dass die virtuelle Vorbereitung kein vollständiger Ersatz für echte Kilometer ist. Es gibt Komponenten am FW48, von denen man schlichtweg noch keine Vorstellung hat, wie sie sich auf der Strecke verhalten. „Die Power Unit und das Getriebe sind zuverlässig, und das VTT hat viele interne Probleme ans Licht gebracht“, erklärt Vowles. „Aber es gibt fundamentale Dinge, die man nur auf der Strecke lernt. Das gilt besonders für die Korrelation der Aerodynamik und des Verhaltens des Fahrzeugs.“ Williams hofft, dass zwei Testwochen in Bahrain, vom 11. bis 13. Februar und vom 18. bis 20. Februar, ausreichen werden, um den Rückstand aufzuholen. Und dank der umfangreichen Tests von Motorenpartner Mercedes, der in Barcelona fast 500 Runden drehte, ist laut Vowles noch alles im grünen Bereich. „Sie haben so viele Daten gesammelt, dass wir in Bahrain davon profitieren können.“ „Deshalb glaube ich nicht, dass wir mit sechs Testtagen wirklich im Hintertreffen sein werden.“ Dennoch war der Vorfall ein Weckruf. „Das darf uns nie wieder passieren“, sagt Vowles entschlossen. „Wenn man das Problem nur oberflächlich angeht, tut es nicht genug weh, um wirklich daraus zu lernen.“ „Wir müssen tief graben, alle Fehler analysieren und daraus lernen.“ Lies auch: Gute Nachrichten für Max Verstappen: Hier liegt Red Bull vor der Konkurrenz Lies auch: Harte Kritik an neuen Regeln: Max Verstappen und Formel-1-Kollegen schießen scharf Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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