Formel 1

Warum Wheatleys Wechsel zu Aston Martin noch lange keine ausgemachte Sache ist

Warum Wheatleys Wechsel zu Aston Martin noch lange keine ausgemachte Sache ist
20 January 2026, Berlin: Jonathan Wheatley, CEO of the Audi Revolut F1 Team, sits next to the Audi Revolut R26 racing car for Formula 1, which is presented at Kraftwerk Mitte. Photo: Soeren Stache/dpa (Photo by Soeren Stache/picture alliance via Getty Images)

Adrian Newey zieht sich bei Aston Martin zurück und forciert die Suche nach einem Nachfolger

Aston Martin setzt derzeit alles daran, die schwere Krise zu bewältigen, doch die potenzielle Verpflichtung von Jonathan Wheatley als neuem Teamchef könnte noch lange auf sich warten lassen. Damit droht Adrian Newey vorerst in einer Rolle festzustecken, die eigentlich nie wirklich zu ihm passte.

Der Plan von Eigentümer Lawrence Stroll ist klar: Newey soll sich voll und ganz auf den technischen Wiederaufbau des Autos konzentrieren, während ein erfahrener Teammanager die operative Leitung übernimmt. Wheatley gilt dabei als absoluter Wunschkandidat, nicht zuletzt aufgrund seiner erfolgreichen gemeinsamen Vergangenheit mit Newey bei Red Bull.

Die Realität gestaltet sich jedoch komplexer. Audi könnte Wheatley zu einer langen Sperrfrist, dem sogenannten „Gardening Leave“, verpflichten, wodurch er möglicherweise erst 2027 bei Aston Martin beginnen könnte. In diesem Szenario bliebe Newey vorerst sowohl für die technische als auch für die organisatorische Seite des Teams verantwortlich.

Genau das wollte Aston Martin eigentlich vermeiden. Newey ist zwar die Schlüsselfigur innerhalb des Projekts, doch seine Stärke liegt im Design von Rennwagen und nicht im Management einer kompletten Organisation inmitten einer Krise.

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Ein Wechsel von Wheatley ist nicht ohne Weiteres machbar

Angesichts massiver Probleme mit dem Honda-Motor und einem Chassis, dem es an Grip fehlt, wird sein Fokus dringend an anderer Stelle benötigt. Wheatley selbst scheint offen für einen Abschied von Audi zu sein, obwohl er dort erst seit kurzer Zeit tätig ist.

Es soll Spannungen mit Mattia Binotto geben, zudem spielen private Gründe eine Rolle, da seine Familie Schwierigkeiten mit dem Leben in der Schweiz haben soll. Dennoch bedeutet dies nicht, dass ein Wechsel unkompliziert wird, insbesondere mit Blick auf die vertraglichen Verpflichtungen.

Für Aston Martin entsteht so eine schwierige Situation. Das Team will schnell handeln, um das Blatt zu wenden, ist aber von externen Faktoren abhängig, auf die es kaum Einfluss hat. Unterdessen tickt die Uhr und der Druck auf Newey nimmt weiter zu.

Die kommende Zeit wird entscheidend sein. Ob Wheatley stoßen kann oder nicht, wird mitbestimmen, ob Aston Martin sein ambitioniertes Projekt wieder auf Kurs bringt oder in einer Saison, die bereits jetzt aus dem Ruder zu laufen droht, weiter abrutscht.

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