Formel 1 Vowles spielt Mercedes-Motorenstreit herunter: „In 48 Stunden ist das Thema erledigt“ James Vowles of the Atlassian Williams F1 Team participates in Formula 1 Pre-Season Testing 1 in Sakhir, Bahrain, on February 13, 2026, during Testing Day 3. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 19. Februar 2026 F1-News Formel 1 James Vowles Laurent Mekies Williams Williams-Teamchef James Vowles nennt Motoren-Streit „übertrieben“, doch Red Bull fordert Klarheit. Inmitten des Wirbels um den vermeintlichen Vorteil, den Mercedes aus einem erhöhten Verdichtungsverhältnis in seinem F1-Motor ziehen soll, versucht Williams-Teamchef James Vowles die Wogen zu glätten. Seiner Meinung nach wird das Thema heißer gekocht, als es gegessen wird, und alles sollte innerhalb weniger Tage geklärt sein. Red Bull sieht das jedoch deutlich anders. „Für mich ist das ehrlich gesagt nur Nebengeräusch“, so Vowles, der mit Williams Mercedes-Kunde und damit direkt involviert ist. „Ich glaube, es herrscht ein Missverständnis darüber, wie wichtig das wirklich ist. Ich erwarte, dass das Thema innerhalb der nächsten 48 Stunden erledigt ist.“ Lies auch: Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten Williams beobachtet als Kundenteam mit Argusaugen Die Kontroverse dreht sich um die Frage, ob es Mercedes während der Fahrt gelingt, das Verdichtungsverhältnis des Motors über das erlaubte Maximum von 16:1 hinaus zu steigern, möglicherweise auf bis zu 18:1. Obwohl dies bei statischen FIA-Tests nicht nachweisbar ist, vermuten Konkurrenten wie Ferrari, Honda, Audi und Red Bull, dass der Motor unter Betriebstemperatur sehr wohl einen Vorteil bietet. Schätzungen zufolge könnte dieser bei 20 bis 30 PS liegen. Da Williams bei der Power Unit von Mercedes abhängig ist, hat das Team ein Interesse daran, dass das Thema keine zu große politische Brisanz entwickelt. Dennoch betont Vowles, dass der Performance-Unterschied auf der Strecke nicht allein vom Motor abhängt. „Ich verstehe, dass der Fokus gerade darauf liegt, aber das ist nicht die entscheidende Geschichte dieser Meisterschaft. Das Gesamtbild ist viel größer.“ Artikel geht weiter unter dem Bild. Red Bull sieht das grundlegend anders. Teamchef Laurent Mekies ließ in Bahrein durchblicken, dass die Situation kein unbedeutendes Detail ist, sondern in einem engen Feld von essenzieller Bedeutung sein kann. „Selbst ein Vorteil von ein oder zwei Zehntelsekunden pro Runde kann eine Meisterschaft entscheiden“, so Mekies. „Wir verfallen nicht in Panik, unabhängig vom Ausgang. Aber wir benötigen Klarheit darüber, was innerhalb des Reglements liegt und was nicht.“ Laut Red Bull ist der Mangel an Transparenz darüber, wie Verdichtungsverhältnisse getestet werden und vor allem unter welchen Bedingungen, problematisch. Das aktuelle Reglement sieht vor, dass die Prüfung bei Umgebungstemperatur erfolgt. Die FIA arbeitet jedoch an einer neuen Testmethode, bei der auch bei 130°C gemessen wird, was ab August 2026 in Kraft treten könnte. Die Diskussion um das Mercedes-Triebwerk hat sich damit zu weit mehr als einer rein technischen Debatte entwickelt. Wie so oft in der Formel 1 ist es auch zu einem Politkrimi geworden, bei dem jedes Detail als potenzieller Wettbewerbsvorteil gewertet wird und der Druck auf die FIA, Entscheidungen zu treffen, rasant zunimmt. Ob Vowles‘ Vorhersage stimmt und die Angelegenheit tatsächlich innerhalb von 48 Stunden zur Ruhe kommt, bleibt abzuwarten. Vorerst scheinen die Spannungen in der Motorendebatte eher zu- als abzunehmen. Lies auch: Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Lies auch: Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Abwerbeversuch gescheitert: Red Bull wollte Ferrari-Topmann verpflichten Formel 1 Max Verstappen zur Mäßigung aufgerufen: „Respektiere das“ Formel 1 Formel 1 live aus dem Pool: Dieses Rennen macht es in dieser Saison möglich Formel 1 F1-Pilot schlägt nach 50G-Crash Alarm: „Wir sind gewarnt“ Formel 1 Max Verstappen erhält Warnung vor Nürburgring-Rennen: „Nicht drängeln“ Formel 1 Jos Verstappen warnt vor Red Bull-Chaos: „Das Team bricht auseinander!“