Formel 1

Verstappen erhält Rückendeckung von Haas-Pilot

Verstappen erhält Rückendeckung von Haas-Pilot
SPIELBERG, AUSTRIA - JUNE 29: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing on the grid prior to the F1 Grand Prix of Austria at Red Bull Ring on June 29, 2025 in Spielberg, Austria. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Ocon pflichtet Verstappen bei: Vorsichtige Kritik am Formel-1-Reglement für 2026

Der Haas-Pilot räumt ein, dass die neue Fahrzeuggeneration aktuell fahrerisch kein besonderes Highlight darstellt, betont jedoch, dass es für ein endgültiges Urteil noch zu früh sei. Alles könne sich ändern, wenn das neue Reglement zu mehr Überholmanövern und Action auf der Strecke führe.

Das neue technische Reglement für 2026 gilt als die weitreichendste Regeländerung in der modernen F1-Geschichte. Es kombiniert ein runderneuertes Aerodynamik-Paket mit leichteren Autos, modifizierten Reifen und einer komplett neuen Motorenphilosophie.

Letztere ist wohl der umstrittenste Punkt: Erstmals setzt sich die Leistungsverteilung zu fast 50% aus dem Verbrennungsmotor und zu 50% aus elektrischer Leistung zusammen, wobei die MGU-H komplett wegfällt.

Während der Wintertests in Bahrein wurde schnell deutlich, worüber sich die Fahrer Sorgen machen: das intensive Energiemanagement.

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Energiesparen bestimmt den Rennrhythmus

Um die Batterie nicht zu schnell zu leeren, müssen die Piloten nun auf ungewöhnliche Weise Energie zurückgewinnen. Dazu gehören frühes „Liften“ auf den Geraden, aggressives Herunterschalten und das Nutzen niedriger Gänge in langsamen Kurven, um die Drehzahl hochzuhalten.

Max Verstappen bezeichnete die neuen Autos sogar als „Formel E auf Steroiden“ und gab zu verstehen, dass der Fahrspaß, gerade für Vollblut-Rennfahrer, auf der Strecke bleibe. Esteban Ocon zeigt Verständnis für Verstappens Kritik, bleibt jedoch pragmatisch.

„Ist es das Auto, das am meisten Spaß macht? Vielleicht nicht“, sagte er gegenüber Automoto.it.

„Aber es ist eine neue Herausforderung, und ich finde es interessant, gemeinsam mit den Ingenieuren zu versuchen, das Maximum herauszuholen.“

„Es ist ein völlig neuer Fahrstil.“

Ocon ist überzeugt, dass ein abschließendes Urteil über das Reglement erst nach den ersten Rennen gefällt werden kann. Seiner Meinung nach könnten die neuen Regeln trotz aller Kritik für die spannendsten Rennen seit Jahren sorgen.

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„Wenn wir demnächst in Melbourne fahren und es drei Überholmanöver pro Runde gibt, dann wird jeder sagen, dass es fantastisch ist. Ich bleibe vorsichtig.“

„Wenn es das Racing verbessert, werden die Leute es annehmen. Wenn nicht, müssen wir vielleicht Dinge nachjustieren.“

„Aber es ist zu früh, um jetzt schon Schlüsse zu ziehen.“

Ocons differenzierte Haltung steht im Kontrast zur deutlichen Kritik von Verstappen, der seinem Unmut Anfang dieser Woche ausführlich Luft machte.

„Als Fahrer fühlt sich das nicht wie Formel 1 an. Es ähnelt eher der Formel E, nur mit mehr Leistung.“

„Als Pilot willst du einfach voll attackieren. Aktuell ist das einfach nicht möglich.“

Verstappen zielt damit auf die Balance zwischen der Optimierung des Energieverbrauchs und dem Fahrerlebnis ab. Statt maximaler Attacke liegt der Fokus auf Effizienz und Strategie.

Nicht alle Fahrer teilen diese Frustration. McLaren-Pilot und amtierender Weltmeister Lando Norris zeigte sich hingegen positiv:

„Es ist anders, aber ich finde es eigentlich ganz gut. Die Formel 1 verändert sich ständig. Manchmal fährt es sich besser, manchmal weniger gut“, sagte er gegenüber BBC Sport.

„Wir werden absurd gut dafür bezahlt, das hier zu tun, also dürfen wir uns auch nicht zu sehr beschweren.“

Laut Norris sei es gerade diese Herausforderung, die die Sache interessant mache – sowohl für die Fahrer als auch für die Ingenieure.

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