Formel 1

Sorge um Adrian Newey: Stardesigner verpasst wegen gesundheitlicher Probleme wohl mehrere Formel-1-Rennen

Sorge um Adrian Newey: Stardesigner verpasst wegen gesundheitlicher Probleme wohl mehrere Formel-1-Rennen
Aston Martin managing technical partner Adrian Newey during the preview day at the Circuit de Monaco, Monte Carlo. Picture date: Thursday May 22, 2025. (Photo by David Davies/PA Images via Getty Images)

Seit dem Australien-GP fehlt er in der Formel 1 – und dabei wird es vorerst auch bleiben.

Adrian Newey arbeitet nach einem Krankenhausaufenthalt derzeit von zu Hause aus. Der erfolgreichste Designer in der Geschichte der Formel 1 fehlte bereits in Miami und hat seit dem Saisonauftakt in Melbourne kein Rennen mehr vor Ort besucht.

Laut einem Bericht der Daily Mail leidet er an einer Erkrankung, die ihn in den letzten Wochen außer Gefecht gesetzt hat und eine medizinische Behandlung erforderte. Inzwischen befindet er sich wieder in seinem Wohnort in Berkshire und setzt seine Arbeit aus dem Homeoffice fort.

Ein Sprecher von Aston Martin erklärte, dass man persönliche Angelegenheiten von Teammitgliedern nicht kommentiere, fügte jedoch hinzu, dass Newey noch in der vergangenen Woche auf dem Campus präsent war.

Wann er zu seinem normalen Arbeitspensum zurückkehrt, ist unklar. Es besteht die reale Chance, dass er auch den Grand Prix von Kanada vom 22. bis 24. Mai auslassen muss.

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Newey muss maximal vierzehn Rennen besuchen

Das ist weniger dramatisch, als es zunächst klingen mag. In seinem Vertrag ist festgelegt, dass Newey lediglich verpflichtet ist, zehn bis vierzehn Rennen pro Jahr zu besuchen. Dabei kann er selbst entscheiden, wo er den größten Mehrwert für das Team einbringen kann.

Zudem ist der Brite bereits Anfang März beim kriselnden Aston Martin Team einen Schritt zurückgetreten, als er seine Rolle als Teamchef aufgab, um sich voll und ganz auf das Design des Autos zu konzentrieren.

Andy Cowell hat diese Verantwortlichkeiten übernommen und reist derzeit nach Japan, um gemeinsam mit Honda an den schwerwiegenden Motorenproblemen zu arbeiten, die das Team bereits die gesamte Saison über plagen.

Denn die Situation bei Aston Martin ist besorgniserregend. Das Team hat im Jahr 2026 noch keinen einzigen Punkt erzielt, und die Probleme sind massiv. Der Honda-Motor verursacht Vibrationen, die sich auf das Chassis und das Cockpit übertragen.

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Fernando Alonso gab bereits vor dem Großen Preis von Australien an, dass er maximal 25 Runden am Stück fahren kann, bevor das Risiko permanenter Nervenschäden an seinen Händen besteht. Bei Lance Stroll liegt diese Grenze bei lediglich 15 Runden. Newey beschrieb die Situation in Australien mit besorgniserregenden Details.

„Diese Vibrationen im Chassis verursachen einige große Zuverlässigkeitsprobleme.“

„Spiegel fallen ab, Teile der Rückleuchten lösen sich. Das sind Dinge, die wir angehen müssen.“

„Aber das weitaus größere Problem ist, dass die Vibrationen letztlich in den Fingern der Fahrer landen.“

Die Folgen spiegeln sich direkt in den Resultaten wider. Beide Piloten fielen in den ersten beiden Rennen aus, und auch in Miami war die Performance schlichtweg enttäuschend.

Im Sprint-Qualifying war die schnellste Zeit von Aston Martin langsamer als das langsamste Auto der Formel 2 – eine Statistik, die für ein Team schmerzt, das nach der Verpflichtung von Newey mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war.

Der 67-jährige Newey gilt als der erfolgreichste Konstrukteur, den die Formel 1 je gesehen hat. Er war an mehr als zweihundert Rennsiegern und insgesamt sechsundzwanzig Fahrer- und Konstrukteurstiteln bei Williams, McLaren und Red Bull beteiligt.

Sein Wechsel zu Aston Martin wurde daher als Gamechanger für das Team von Besitzer Lawrence Stroll präsentiert. Ob dieses Versprechen in dieser Saison noch eingelöst werden kann, erscheint zunehmend unwahrscheinlich.

Mit einem angeschlagenen Stardesigner, einem problematischen Motor und zwei Fahrern, die vorsichtig agieren müssen, um Verletzungen zu vermeiden, hat Aston Martin genug Sorgen. Kanada bietet die nächste Chance auf Punkte, doch dafür müssen zunächst fundamentale Probleme gelöst werden.

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