Formel 1

Rückschlag für Red Bull: Verstappen bekommt überraschend neuen Teamkollegen in Zandvoort

Rückschlag für Red Bull: Verstappen bekommt überraschend neuen Teamkollegen in Zandvoort
Max Verstappen seen during the FIA Formula1 World Championship at the Red Bull Ring in Spielberg, Austria on June 26, 2026 // Philip Platzer / Red Bull Ring // SI202606260281 // Usage for editorial use only //

Red Bull muss kurz vor dem GP der Niederlande überraschend eingreifen: Verstappen bekommt neuen Teamkollegen an die Seite gestellt.

Vor drei Jahren saß er an einem Donnerstagabend in Zandvoort plötzlich in einem Formel-1-Auto, weil sich ein Kollege das Handgelenk gebrochen hatte.

Nun ist erneut ein verletztes Handgelenk im Spiel, nur geht es dieses Mal um ein deutlich begehrteres Cockpit.

Es handelt sich nämlich um das zweite Auto von Red Bull Racing. Isack Hadjar hat sich in den letzten Tagen der Sommerpause verletzt, und laut De Telegraaf kann der Franzose am kommenden Wochenende nicht an den Start gehen.

Journalist Erik van Haren vermeldete die Nachricht zuerst und schrieb, dass Hadjar den Großen Preis der Niederlande aufgrund einer Handgelenksverletzung möglicherweise verpassen muss.

Was genau mit dem Handgelenk passiert ist, bleibt vorerst unklar. Sicher ist jedoch, dass die Auswirkungen bis tief in die Red Bull-Familie hineinreichen.

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Domino-Effekt

Die Verletzung entstand nicht auf der Rennstrecke, sondern während einer Trainingseinheit im Fitnessstudio, mit der sich Hadjar auf das Rennwochenende in den Dünen vorbereitete.

Ein bitterer Zeitpunkt für einen Piloten, der gerade in Zandvoort etwas zu feiern hatte. Im vergangenen Jahr fuhr er dort im Dienst der Racing Bulls zu seinem ersten Podestplatz, und dieser dritte Rang rührte ihn sichtlich.

Für die diesjährige Jubiläumsausgabe hatte er sogar einen speziellen Helm entwerfen lassen – mit einer Anspielung auf dieses Podium und die Trophäe, die im Anschluss in zwei Teile zerbrach.

Hadjar belegt den achten Platz in der Meisterschaft und liegt im Schnitt innerhalb von zwei Zehnteln zu Verstappen. Er gilt intern als Volltreffer und scheint seinen Platz an der Seite des Limburgers für 2027 bereits so gut wie sicher zu haben.

Red Bull hofft, dass er in zwei Wochen in Monza wieder einsteigen kann. Die Verletzung soll nicht schwerwiegend sein, wenngleich es noch keine endgültige Prognose gibt.

Offiziell hat Red Bull Racing noch nichts bestätigt. Das Schwesterteam Racing Bulls wurde gegenüber dem New Zealand Herald jedoch bereits deutlich. Dort wurde angegeben, dass Lawson das Wochenende in Zandvoort im Red Bull bestreitet und dass Yuki Tsunoda seinen Platz bei Racing Bulls neben Rookie Arvid Lindblad übernimmt.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Zweite Chance

Für Lawson fühlt sich die Situation fast wie ein Déjà-vu an. 2023 gab er in Zandvoort sein Debüt bei AlphaTauri, nachdem sich Daniel Ricciardo im Freien Training einen Mittelhandknochen gebrochen hatte.

Er startete damals als Zwanzigster und arbeitete sich im Regen auf den 13. Platz vor. Letztlich ersetzte er Ricciardo für fünf Rennen.

Die Rückkehr zum Hauptteam ist zudem eine Form der Wiedergutmachung. Zu Beginn des Jahres 2025 erhielt Lawson nach seiner Beförderung nur zwei Rennen neben Verstappen, bevor Red Bull ihn zurückstufte und Tsunoda vorzog.

Seitdem hat er sich bei Racing Bulls rehabilitiert, und diese Saison ist die stärkste seiner bisherigen Karriere. Mit 43 Punkten belegt er den neunten Platz in der Wertung und ist damit der beste Fahrer außerhalb der vier Top-Teams.

Einfach wird das Wochenende nicht, denn Zandvoort ist erstmals ein Sprint-Wochenende, was bedeutet, dass nur ein Freies Training zur Verfügung steht, bevor es ernst wird.

Die Wahl ist bemerkenswert, da nicht Ersatzfahrer Tsunoda, sondern Lawson das Auto neben Verstappen erhält. Lindblad wurde vermutlich als zu unerfahren für einen solchen Sprung eingestuft.

Für Tsunoda ist es dennoch eine willkommene Chance. Der Japaner hatte in diesem Jahr kein Stammcockpit und sprach zuletzt sogar mit Parteien aus der IndyCar-Serie.

Wie lange Lawson bei Red Bull bleibt, hängt vollständig von der Genesung von Hadjar ab. Nach Zandvoort folgt Monza und eine Woche später Madrid.

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