Formel 1

FIA bestätigt Startaufstellung für den GP der Niederlande nach Strafversetzungen

FIA bestätigt Startaufstellung für den GP der Niederlande nach Strafversetzungen
ZANDVOORT, NETHERLANDS - AUGUST 22: Max Verstappen of the Netherlands driving the (3) Oracle Red Bull Racing RB22 Red Bull Ford Powertrains leads Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 on track during the Sprint ahead of the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 22, 2026 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Bryn Lennon - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Angeschlagener Verstappen erlebt bitteren Auftakt beim Zandvoort-Heimspiel – Norris schlägt zu

Es hätte eine große Oranje-Party am vorerst letzten Qualifying-Tag in den Dünen werden sollen, doch für die zehntausenden Fans, die am Samstag an die Küste gereist waren, kam es völlig anders.

Ihr Held kämpfte nämlich nicht nur mit einem Auto, das das gesamte Wochenende über nicht konkurrenzfähig war, sondern saß nach eigener Aussage auch noch körperlich stark angeschlagen im Cockpit.

„Ich habe mich schon mal besser gefühlt. Ich habe nicht viel Energie. Auch wenn ich nicht glaube, dass es meine Leistung groß beeinflusst hat. Ich freue mich jetzt einfach aufs Schlafen“, so Max Verstappen nach dem Zeittraining in der Mixed-Zone der Strecke.

Der kränkelnde Red Bull-Pilot kam in der entscheidenden Session nicht über Rang sieben hinaus, was für ihn ein Novum im negativen Sinne bedeutet.

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Außerhalb des Podiums

Noch nie hatte er sich in Zandvoort außerhalb der Top drei qualifiziert, nachdem er hier seit der Rückkehr des Grand Prix im Jahr 2021 dreimal in Folge gewonnen hatte.

Sein Rückstand auf den Polesetter betrug vier Zehntelsekunden, wobei er nur eine Zehntel vor seinem temporären Teamkollegen Liam Lawson blieb.

Der Mann des Tages war Lando Norris. Der Weltmeister-Herausforderer brannte in seinem McLaren eine 1.11,163 in den Asphalt und hielt damit die Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli auf Distanz.

Oscar Piastri sicherte sich den vierten Startplatz, dahinter folgten die Ferrari von Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Die gesamten Top sieben lagen innerhalb einer halben Sekunde, was die Ausgangslage für Sonntag extrem spannend macht.

Seit dem Comeback des Rennens im Jahr 2021 gewann nämlich stets der Fahrer, der von der Pole-Position gestartet war.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Setup-Änderungen zahlen sich aus

Für Norris kam die Pole nicht ganz überraschend, wenngleich er sich bescheiden gab. „Ich bin ein bisschen überrascht. Es war eine ordentliche Runde. Ich habe gepusht, weil es so eng zuging“, so der Brite kurz nach dem Aussteigen.

Wenig später gab er tiefere Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen.

„Wir haben vor dem Qualifying ein paar Kleinigkeiten am Auto verändert, um mir mehr Vertrauen zu geben, da es sich zuvor nie richtig gut angefühlt hatte. Wir mussten etwas versuchen und wie man sieht, kann ein Hundertstel den Unterschied machen. Es war eine gute Runde, ich habe hart gepusht. Das ist eine schöne Wende“, erklärte Norris, der zuvor am Wochenende noch über einen schwer zu bändigenden McLaren geklagt hatte.

Die Session selbst bot reichlich Gesprächsstoff. Hamilton suchte im ersten Abschnitt das Kiesbett der Tarzan-Kurve auf und musste danach alles geben, um den Sprung in die nächste Runde zu schaffen.

Das gelang ihm, im Gegensatz zu Carlos Sainz, Fernando Alonso, Lance Stroll, Oliver Bearman, Valtteri Bottas und Sergio Pérez. In Q2 erwischte es unter anderem Yuki Tsunoda.

Der Japaner war diese Woche aus seinem Urlaub geholt worden, um Lawson bei Racing Bulls zu ersetzen, nachdem dieser als Ersatz für den verletzten Isack Hadjar zu Red Bull aufgestiegen war. Auch Pierre Gasly, Nico Hülkenberg, Franco Colapinto, Esteban Ocon und Alexander Albon scheiterten im zweiten Abschnitt.

Regenwolken jagen das Feld

In der Schlussphase drohte die Nordsee eine Hauptrolle einzunehmen. Dunkle Wolken schoben sich Richtung Strecke, weshalb jeder so früh wie möglich eine Zeit setzen wollte.

Norris war im trockenen ersten Run sofort der Schnellste und gab diese Position im zweiten Versuch nicht mehr aus der Hand, während Russell und Antonelli vergeblich zum Angriff bliesen.

Verstappen rutschte in diesen letzten Minuten sogar noch weiter ab, als die spät herausgefahrenen Ferrari an ihm vorbeizogen.

Zuvor am Tag hatte Russell bereits das Sprintrennen gewonnen, wodurch Mercedes mit viel Selbstvertrauen in das Hauptrennen geht. Für den Lokalmatadoren stellt sich am Sonntag vor allem die Frage, wie viel auf diesem engen Kurs noch zu reparieren ist.

Rapport bei der FIA

Verstappen musste sich zusammen mit Hamilton, Bottas, Tsunoda und Stroll nach dem Sprint bei den Stewards melden, da das Quintett auf dem Weg in die Startaufstellung seine Autos bereits vor der letzten Safety-Car-Linie abgestellt hatte.

Laut Reglement müssen die Fahrer die Startaufstellung aus eigener Kraft erreichen, was hier formal nicht geschehen war.

Die Kommissare zeigten jedoch Verständnis für die Situation und sprachen keine Strafen aus.

„Da das Ende der Startaufstellung zu dem Zeitpunkt, als die Autos dort eintrafen, extrem überfüllt war, urteilten die Stewards, dass die Fahrer korrekt gehandelt und ihre Fahrzeuge an einem sicheren Ort so nah wie möglich an der Startaufstellung abgestellt haben. Daher wird keine Strafe verhängt“, hieß es im Urteil der Stewards.

Sehen Sie unten die Startaufstellung für den Grand Prix der Niederlande. Das Rennen beginnt um 15:00 Uhr.

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