Formel 1

Rückschlag für Adrian Newey: Aston Martin verliert wichtigen Mitarbeiter

Rückschlag für Adrian Newey: Aston Martin verliert wichtigen Mitarbeiter
Aston Martin managing technical partner Adrian Newey during the preview day at the Circuit de Monaco, Monte Carlo. Picture date: Thursday May 22, 2025. (Photo by David Davies/PA Images via Getty Images)

Aston Martin greift an: Ab der Formel-1-Saison 2026 will das Team um Siege und WM-Titel kämpfen.

Durch massive Investitionen von Teameigentümer Lawrence Stroll konnte sich der Rennstall in den vergangenen Jahren mit hochkarätigen Köpfen aus dem Fahrerlager verstärken.

Doch während die neue Ära des technischen Reglements näher rückt, muss das britische Team nun einen herben Rückschlag hinnehmen: Der ehemalige Mercedes-Motorenchef Andy Cowell wird das Unternehmen im Juni 2026 verlassen.

Cowell fungierte 2025 noch als Teamchef von Aston Martin, bevor er Ende letzten Jahres durch Adrian Newey ersetzt wurde, der seinen Einfluss im Team deutlich ausweitete.

Cowell wechselte daraufhin in die Position des Chief Strategy Officer. Diese Rolle war primär auf die Koordination der Zusammenarbeit mit Motorenpartner Honda sowie den technischen Sponsoren Aramco und Valvoline ausgerichtet.

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Erfahrene Führung ist in diesem Jahr essenziell

Offiziell wurde seine neue Aufgabe aufgrund seiner Expertise in der Motorenentwicklung als logischer Schritt präsentiert, doch viele Beobachter werteten die Umstrukturierung als Degradierung.

Nach Informationen von PlanetF1 hat Cowell nun die Entscheidung getroffen, das Team komplett zu verlassen. Paddock-Insider berichten, dass sein Abschied für Juni dieses Jahres geplant ist.

Die Kombination aus den veränderten Verantwortlichkeiten und einer schwierigen Zusammenarbeit mit Newey soll ausschlaggebend für diesen Entschluss gewesen sein.

Der Zeitpunkt von Cowells Abgang ist für Aston Martin besorgniserregend. Die Saison 2026 markiert den Beginn einer neuen technischen Ära in der Formel 1 mit drastisch veränderten Regeln bei der Aerodynamik und den Power Units.

Gerade in einem so entscheidenden Jahr ist eine erfahrene Führungsmannschaft unerlässlich. Eine vakante Schlüsselposition oder ein Nachfolger, der sich erst in die internen Strukturen einarbeiten muss, könnte das Team in einer Saison, in der jedes Detail zählt, teuer zu stehen kommen.

Lawrence Stroll hat seit der Übernahme des ehemaligen Force India-Teams massiv auf Langfristigkeit gesetzt. Neben einer hochmodernen Fabrik wurde auch ein neuer Windkanal-Komplex errichtet.

Personell gelang es Aston Martin, Schwergewichte wie Adrian Newey, Enrico Cardile und eben Cowell zu verpflichten – jenen Mann, der bei Mercedes maßgeblich für die Dominanz in der Hybrid-Ära verantwortlich war.

Doch das Zusammenführen solch starker Charaktere erweist sich als komplexer als erwartet. Laut mehreren Quellen gab es zwischen Cowell und Newey regelmäßig Meinungsverschiedenheiten über technische Entscheidungen und interne Prozesse.

Die Machtverhältnisse im Team verschoben sich spürbar, insbesondere nachdem Newey auch Anteile am Rennstall erworben hatte. Der erfahrene Pilot des Teams, Fernando Alonso, bezeichnete die Rollenwechsel kürzlich noch als „logisch“:

„Andy konzentrierte sich hauptsächlich auf die Integration des Motors und alles, was mit Honda zu tun hatte.“

„Adrian richtete seinen Blick bereits auf das technische Gesamtbild. Insofern war die Umstrukturierung für 2026 ein ganz normaler, logischer Schritt.“

Dennoch sorgt der bevorstehende Abschied von Cowell für Spannungen im Teamgefüge. Aston Martin muss nun einen neuen Experten finden, um die Lücke zu füllen – und das in einer Phase, in der die Integration des Honda-Motors entscheidend für den Erfolg des Projekts 2026 sein wird.

Adrian Newey scheint bei Aston Martin vorerst alle Fäden in der Hand zu halten, doch sein Fokus liegt nach eigenen Angaben primär auf dem Fahrzeugdesign und nicht auf dem operativen Management. Dies wirft Fragen bezüglich der Führungsstruktur des Rennstalls auf.

Wenn Aston Martin tatsächlich den Kampf gegen Red Bull, Mercedes und McLaren aufnehmen will, muss das Team nach Cowells Abgang schnell für Stabilität sorgen. Im bisher wettbewerbsintensivsten Feld der Formel 1 ist kein Platz für interne Unstimmigkeiten.

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