Formel 1

Robert Doornbos fordert Denkmal für viel diskutierten F1-Piloten

Robert Doornbos fordert Denkmal für viel diskutierten F1-Piloten
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Vergleichbar mit dem Max-Hype in den Niederlanden: Robert Doornbos sieht Parallelen zwischen dem Aufstieg von Max Verstappen und Kimi Antonelli.

In Spanien löste Fernando Alonso Mitte der 2000er-Jahre eine wahre Alonso-Mania aus. Der spanische Pilot, der noch heute in der Königsklasse des Motorsports aktiv ist, stürzte 2005 Michael Schumacher nach fünf Weltmeistertiteln in Folge vom Thron und wiederholte dieses Kunststück im Jahr 2006.

Gegen Ende der 2010er-Jahre entfachte Max Verstappen, der zu Beginn vor allem als „Sohn von“ bekannt war, einen echten Max-Hype in den Niederlanden. Der ehemalige Red Bull-Pilot Robert Doornbos beobachtet nun, wie der Stern von Andrea Kimi Antonelli aufgeht und in Italien eine ähnliche Euphorie entsteht.

Traditionell ist das Land fest in der Hand der Ferrari-Fans, doch mittlerweile haben viele italienische Formel-1-Anhänger auch eine Schwäche für Andrea Kimi Antonelli entwickelt.

Ziggo Sport-Experte Robert Doornbos sieht klare Parallelen zwischen der Begeisterung der Niederländer vor zehn Jahren und der aktuellen Situation in Italien.

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Trotz Rennglück: Antonellis Leistungen sind historisch

Der Saisonstart von Antonelli ist zweifellos als sensationell zu bezeichnen. In China kürte er sich zum jüngsten Piloten der Geschichte auf der Pole Position, und in Japan stellte er einen weiteren Rekord auf: Der junge Italiener ist nun offiziell der jüngste WM-Spitzenreiter in der Geschichte der Formel 1.

Zudem mussten die Geschichtsbücher abgestaubt werden. Historiker mussten weit zurückblicken, um herauszufinden, wann ein Italiener zuletzt zwei Rennen in Folge gewann. Das war 1953 der Fall, als Alberto Ascari in Deutschland und der Schweiz siegte.

Auch Robert Doornbos gibt zu, dass Antonelli sowohl in China als auch in Japan vom Glück begünstigt wurde. Dennoch schmälert dieses Quäntchen Glück seine Leistung keineswegs.

„Man braucht manchmal einfach das Glück eines Champions,“ erklärt Doornbos bei Ziggo Sport.

Damit nimmt Doornbos im Zusammenhang mit Antonelli bereits das Wort Champion in den Mund.

„Das gehört zum Sport dazu. Der Held vom Samstag mit der Pole Position bei seinem erst zweiten Besuch in Suzuka,“ so der Ex-Rennfahrer.

Die Starts im Mercedes bereiten Antonelli allerdings noch Probleme. Auch in Japan verlief die Startphase alles andere als nach Plan.

„Und dann so einen Mist-Start hinlegen, wie Olav Mol sagen würde,“ meint Doornbos lachend.

Der Experte betont, dass Antonelli hier noch Defizite hat.

„Er verpatzt den Start total. Dann so zurückzukommen, gibt einem natürlich einen enormen Kick.“

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Das Safety Car, das nach der Kollision zwischen Franco Colapinto und Oliver Bearman auf die Strecke kam – bei der Bearman einen heftigen Einschlag verzeichnete – spielte Antonelli in die Karten. Der Italiener gab das offen zu, und auch Doornbos ist sich bewusst, dass die Safety-Car-Phase Antonelli einen entscheidenden Vorteil verschaffte.

„Das Safety Car hat ihm definitiv geholfen, danach in freier Fahrt agieren zu können,“ erkennt Doornbos an.

Nach dem Restart verschwand Antonelli zügig am Horizont. Doornbos zeigte sich von der Pace des Youngsters sichtlich beeindruckt.

„Er war verdammt schnell unterwegs. Er fuhr einen Vorsprung von mehr als 14 Sekunden auf den Zweitplatzierten heraus,“ verweist er auf die Lücke zu Oscar Piastri.

„Eine schöne Quizfrage: Es ist der zweite Grand-Prix-Sieg eines Italieners in Folge. Wann gab es das zuletzt in der Formel 1?“ fragt er rhetorisch.

„Zwischen Ascari und Antonelli liegt eine gewaltige Zeitspanne,“ stellt er fest.

Doornbos sieht deutliche Ähnlichkeiten zum Aufstieg von Verstappen.

„Was wir mit Max Verstappen erlebt haben, ist jetzt vergleichbar mit dem, was in Italien passiert. Oder, was heißt vergleichbar? Es ist exakt das, was Italien gerade mit Kimi Antonelli durchmacht.“

„Der kann sich nicht mehr normal auf der Straße bewegen. Das wird ein neuer Volksheld. Dem werden sie Statuen bauen,“ prophezeit der ehemalige Pilot.

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