Formel 1

Paukenschlag in der Formel 1: Horner prüft Einstieg bei Alpine

Paukenschlag in der Formel 1: Horner prüft Einstieg bei Alpine
NORTHAMPTONSHIRE, ENG - JULY 06: Red Bull Racing Team Principal Christian Horner on the grid before the F1 Grand Prix of Great Britain on July 06, 2025 at Silverstone Circuit in Northampton, England. (Photo by Bob Kupbens/Icon Sportswire)

Seit seinem Rauswurf im Sommer 2025 halten sich die Gerüchte um eine Formel-1-Rückkehr von Christian Horner hartnäckig.

Christian Horner prüft Berichten zufolge eine Rückkehr in die Formel 1 über ein potenzielles Investment beim Alpine F1 Team. Der ehemalige McLaren-Investor MSP Sports Capital soll einer der Partner sein, die darüber mit ihm im Gespräch sind.

Laut Sky News wurde Horner von einer Reihe von Investoren kontaktiert, darunter vermögende Privatpersonen, institutionelle Anleger und sogenannte Family Offices, mit der Bitte, ein Gebot für den 24-prozentigen Anteil von Otro Capital an Alpine zu unterstützen.

MSP verkaufte im vergangenen Herbst seine Anteile an McLaren Racing, nachdem das Unternehmen zuvor eine Schlüsselrolle bei der Rettung des Teams im Jahr 2020 gespielt hatte. Sie sind Teil dieser Gruppe.

Horner wurde im vergangenen Sommer nach zwanzig Jahren bei Red Bull Racing entlassen. Der Brite führte das Team zu sechs Konstrukteurstiteln und acht Weltmeisterschaften in der Fahrerwertung.

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Mehrere Parteien zeigen Interesse

Der britische Teammanager hatte bereits zuvor angedeutet, dass er eine Rückkehr in den Sport keineswegs ausschließt. Dieses Mal womöglich als Miteigentümer und Teamleiter und nicht nur als Teamchef.

Quellen aus dem Umfeld der Gespräche zufolge ist sein ultimatives Ziel der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an jedem Team, mit dem er sich verbindet. Ob Renault, das derzeit 76% der Anteile an Alpine hält, bereit ist, diese abzugeben, ist bislang unklar.

Alpine hat inzwischen bestätigt, dass mehrere Gruppen Interesse an den Anteilen von Otro Capital bekundet haben, darunter die Gruppe um Horner. Das Team betont jedoch, dass die Gespräche ausschließlich mit den Anteilseignern geführt werden, nicht mit dem Management oder Berater Flavio Briatore.

Eine Übernahme der Otro-Anteile würde den Wert von Alpine auf 2 bis 2,5 Milliarden Dollar taxieren – ein Beleg dafür, wie stark der Wert der F1-Teams in den letzten Jahren gestiegen ist.

Und das, obwohl Alpine eine katastrophale Saison 2025 hinter sich hat, in der das Team mit nur 22 Punkten aus 24 Rennen als Letzter in der Konstrukteursweltmeisterschaft landete.

Zum Vergleich: McLaren, das sich inzwischen vollständig im Besitz von Investoren aus dem Nahen Osten befindet, wurde im selben Jahr mit 833 Punkten Konstrukteursweltmeister.

MSP investierte bereits 2020, mitten in einer Finanzkrise, in McLaren. Damals erwarb man einen Anteil von 15% bei einer Bewertung von 560 Millionen Pfund. Als MSP seine Beteiligung im vergangenen Jahr verkaufte, wurde McLaren mit rund 3,5 Milliarden Pfund bewertet, was auch der finanziellen Stabilität und den sportlichen Erfolgen zu verdanken war.

Das vermeintliche Interesse von MSP, Horners Pläne rund um Alpine zu unterstützen, verdeutlicht, dass das Investoreninteresse an der F1 ungebrochen groß ist, insbesondere während das kommerzielle Wachstum und die Expansion auf dem US-Markt voranschreiten.

Experten sehen in diesem Trend auch andere aktuelle Entwicklungen bestätigt, wie etwa die Tatsache, dass Aston Martin prüft, ob das Team zu einer Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Pfund verkauft werden kann.

MSP hat sich öffentlich nicht zu den Gerüchten über Gespräche mit Horner geäußert. Auch von Horner selbst liegt bislang keine offizielle Reaktion vor. Seine Zukunftspläne nach der Ära Red Bull bleiben vorerst unklar.

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