Formel 1

Nächster Rückschlag für Max Verstappen: Erneute Hiobsbotschaft für den Weltmeister

Nächster Rückschlag für Max Verstappen: Erneute Hiobsbotschaft für den Weltmeister
SAO PAULO, BRAZIL - OCTOBER 31: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing has a seat fitting in the garage during previews ahead of the F1 Grand Prix of Brazil at Autodromo Jose Carlos Pace on October 31, 2024 in Sao Paulo, Brazil. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

FIA-Gipfeltreffen enttäuscht: Keine Regeländerungen im Sinne von Max Verstappen

Während der viermalige Weltmeister drastische Anpassungen am Reglement für 2026 fordert, hat das erste Treffen am 9. April lediglich ein vorsichtiges Bekenntnis zu Nachbesserungen beim Energiemanagement ergeben. Große Eingriffe sind vorerst nicht vorgesehen.

Der Grund für die Dringlichkeit war offensichtlich. Der erschreckende Crash von Oliver Bearman in Japan in der Spoon-Kurve mit 50G und einer Geschwindigkeitsdifferenz von 50 Kilometern pro Stunde war die Folge eines Problems, das schon länger schwelt.

Fahrer, die beim Einlenken in die Kurve „Liften“, um die Batterie aufzuladen, werden mit voller Geschwindigkeit von Piloten überholt, die im richtigen Moment über etwas mehr Energie verfügten. Das Ergebnis ist eine gefährlich hohe Differenzgeschwindigkeit, wie sie die Formel 1 bisher noch nicht kannte.

Zwei konkrete Optionen liegen auf dem Tisch: Eine Erhöhung des maximalen „Super Clipping“ von 250 Kilowatt auf 350 Kilowatt sowie die Freigabe von mehr Spielraum für Teams und Fahrer bezüglich Zeitpunkt und Ort des abrufbaren Elektro-Boosts.

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Verstappen flirtet mit einem Sabbatical

Eine weitreichende Serie von Meetings ist geplant: Sitzungen am 15. April zum Sportlichen Reglement, am 16. April zur technischen Nachverfolgung sowie ein abschließendes Treffen am 20. April, bei dem die Teamchefs, Stefano Domenicali und die FIA für eine finale Konsensrunde zusammenkommen.

Max Verstappen dürfte die vorgeschlagenen Anpassungen mit wenig Begeisterung aufnehmen. Der 28-jährige Niederländer verglich das neue Reglement bereits zuvor mit einer „Formel E auf Steroiden“ und „Mario Kart“.

Nach dem Grand Prix von Japan, bei dem er zum ersten Mal seit 2015 bereits im Q2 ausschied und als Achter ins Ziel kam, deutete er an, den Ausstieg aus dem Sport ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

„Privat bin ich sehr glücklich. Man blickt auch auf diese 24 Rennen. Dann fragt man sich, ob es das wert ist.“

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„Ob ich mehr Zeit zu Hause bei meiner Familie verbringen will. Freunde öfter sehen will, wenn man seinen Sport nicht mehr genießt,“ so Verstappen gegenüber BBC Sport.

Auf die Frage, ob er tatsächlich am Ende der Saison aufhören würde, antwortete der viermalige Weltmeister ebenso schlagfertig wie mysteriös.

„Das ist es, was ich sage.“

Laut Berichten von ESPN tendieren Quellen eher zu einem Sabbatjahr als zu einem endgültigen Rücktritt, doch Garantien gibt es nicht. Ein Comeback nach dem Abschied setzt voraus, dass man die Formel 1 vermisst – und angesichts seiner Stimmung in den letzten anderthalb Jahren ist das keine Selbstverständlichkeit.

Die kommerziellen Auswirkungen sind gewaltig. Hauptsponsor Oracle zahlt Red Bull primär für die Assoziation mit Verstappen.

Ein Verstappen auf dem neunten Platz in einem Auto, das er als unfahrbar bezeichnet, ist ein grundlegend anderes kommerzielles Produkt als der Verstappen, der die Marke jahrelang zum Sieg führte.

Verstappen besitzt zudem ein eigenes Team, das an GT-Rennen teilnimmt, und hat Le Mans als zukünftiges Ziel ausgegeben. Der Rennsport endet für ihn nicht mit der Formel 1. Die Nachricht über den angekündigten Wechsel seines Renningeneurs Gianpiero Lambiase zu McLaren im Jahr 2028 verleiht der Situation eine zusätzliche Dimension.

„Ich habe ihm gesagt, dass ich nur mit ihm zusammenarbeite. Sobald er aufhört, höre ich auch auf.“

Diese Aussage klingt nun anders. Lambiase geht zwar nicht vor 2028, aber die jetzige Ankündigung könnte Verstappens Bindung zu Red Bull weiter schwächen.

Ob die Regeländerungen, welche die FIA nach dem 20. April bekanntgibt, ausreichen, um Verstappen umzustimmen, ist die entscheidende Frage dieser Saison.

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